Internationaler Tag der Suizidprävention

Wenn Jugendliche über Suizid nachdenken

Sonntag, 10. September 2017 | 08:03 Uhr

Bozen – Nicht nur Erwachsene, sondern auch viele Jugendliche denken über Suizid nach. Problematisch wird es, wenn Todesphantasien zu einer fixen Idee werden. Young+Direct, die Jugendberatungsstelle des Südtiroler Jugendringes bietet jungen Menschen kostenlos und niederschwellig Hilfe an.

„Wenn es Jugendlichen schlecht geht, dann taucht auch manchmal der Gedanke an den Tod als Ausweg auf“, so Michael Reiner, Leiter der Jugendberatungsstelle Young+Direct. „Sie äußern dann Sätze wie Ich wünschte, ich wäre tot oder Am liebsten würde ich nur noch sterben. Der Tod wird als eine von vielen Möglichkeiten gesehen, ein (vorübergehendes) Problem (endgültig) zu lösen. Sie malen sich in diesen Momenten aus, wie es wäre, wenn sie ihr Leben beenden würden. Die meisten schaffen es, dann wieder auf andere Gedanken zu kommen.

Es kommt jedoch auch in jungen Jahren vor, dass man an solchen Phantasien hängen bleibt. Depressive oder besonders labile Jugendliche, die über längere Zeit das Gefühl haben, mit der Welt nicht mehr zurecht zu kommen, flüchten sich häufig in diese Gedanken und können sie nicht mehr abschalten. „Wenn ihr Leidensdruck nicht erkannt und ihnen nicht geholfen wird, wächst ihre Verzweiflung“, so Reiner weiter, „der Suizid wird dann mehr und mehr zum scheinbar einzigen Ausweg. Die Phantasien werden immer realer, schließlich treffen sie konkrete Vorbereitungen und versuchen sich das Leben zu nehmen.“

Die innere Entwicklung, die einen Menschen dazu bringt sich selbst zu töten, ist von außen schwer zu erkennen, trotzdem gibt es Zeichen, die auf eine Gefährdung hindeuten. Man sollte hellhörig werden, wenn jemand zum Beispiel plötzlich sein Verhalten ändert, gleichgültig und lustlos ist, Kontakte abbricht, sich zurückzieht und isoliert.

Wenn jemand offen ausspricht, dass er sich umbringen will, so muss das ebenfalls ernst genommen werden. Es ist ein Irrtum zu glauben, dass Menschen, die über Suizid reden, sich nicht töten. 80 Prozent der Menschen, die sich umbringen, teilen ihre Absicht vorher in irgendeiner Form mit.
„Bei Jugendlichen kommt es häufig vor“, so Reiner, „dass sie ihre Suizidabsichten einer Freundin oder einem Freund anvertrauen, allerdings mit dem Hinweis, es ja nicht weiterzusagen. In dieser Situation ist es wichtig, sich nicht unter Druck setzen zu lassen und in jedem Fall Hilfe zu holen.“

Sowohl Erwachsene als auch Jugendliche, die Suizidabsichten äußern oder bei denen man solche vermutet, sollten darauf angesprochen werden. Viele glauben, das Beste wäre in so einer Situation, das Thema zu wechseln, um die Betroffenen abzulenken. „Es ist wichtig, diesen Menschen die Möglichkeit zu geben, über ihre Suizidgedanken und die zu Grunde liegenden Probleme zu reden und sie dabei zu unterstützen, sich Hilfe zu holen. Gerade Young+Direct bietet auch in solchen Fällen kostenlos und niederschwellig kompetente Unterstützung an“, so Martina De Zordo, SJR-Vorsitzende.

Kostenlose Hilfe für Jugendliche bietet die Jugendberatungsstelle Young+Direct:
Persönliches Gespräch: Andreas-Hofer-Straße 36 in Bozen
Jugendtelefon: 8400 36366
WhatsApp: 345 0817056
Skype: young.direct
Facebook: YoungDirect Beratung Consulenza
E-Mail: online@young-direct.it
Internet: www.young-direct.it

Caritas: „Angehörige von Suizidopfern haben es besonders schwer“

Am 10. September wird weltweit der Tag der Suizidprävention begangen. Die Caritas nimmt dies zum Anlass, um auf die schwierige Situation der Hinterbliebenen aufmerksam zu machen. „Trauer nach dem Verlust eines lieben Menschen durch Suizid ist besonders schwer zu bewältigen“, weiß der Leiter der Caritas Hospizbewegung, Günther Rederlechner aus langjähriger Erfahrung, „Selbstvorwürfe, Schuldgefühle, Scham und oft auch das Unverständnis von außen machen einen natürlichen Trauerprozess fast unmöglich“. Das zeigt sich auch in der Caritas Telefonseelsorge, die als anonyme Anlaufstelle gerade auch für Menschen mit quälenden Suizidgedanken sowie betroffene Angehörige und Freunde rund um die Uhr telefonisch zur Verfügung steht.

„Die Frage nach dem Warum ist für Angehörige von Suizidopfern besonders quälend. Gerade Verwandte und Freunde möchten verstehen, warum der geliebte Mensch sich das Leben genommen hat und warum sie es nicht verhindern konnten. Sie machen sich Vorwürfe, oft kommt auch Zorn dazu, weil dieser Mensch sie in dieser schrecklichen Situation allein zurückgelassen hat“, weiß Günther Rederlechner. Über das Geschehene zu sprechen werde in diesem Fall besonders schwierig, auch weil das Umfeld oft unterschwellige Schuldzuweisungen mache. „Dabei wird oft vergessen, dass hinter einem Suizid meist eine lange Geschichte dahinter steckt, eine tief verwurzelte Depression, welche die Betroffenen oft jahrelang verstecken“, so Rederlechner. Umso wichtiger sei für die Angehörigen das Verständnis ihres Umfelds und die Möglichkeit, sich offen und ehrlich auszusprechen. „Leider passiert oft genau das Gegenteil: Die Angehörigen stoßen auf Unverständnis. Sie ziehen sich aus Angst, von anderen verurteilt zu werden, zurück und isolieren sich“, so Rederlechner.

Die Caritas-Hospizbewegung bietet Begleitung für Angehörige von Suizidopfern an. „Für die Betroffenen ist es hilfreich, zu wissen, dass sie in einem geschützten Rahmen mit einer Trauerbegleiterin über ihre Situation und Empfinden sprechen kann. Durch diese Begleitung bekommt die Trauer ihren Platz, den sie braucht, um bewältigt zu werden. Trauernde können somit Erleichterung und Sicherheit erfahren.“, erklärt Rederlechner.

Dies bestätigt auch Silvia Moser aus ihrer jahrelangen Erfahrung als Leiterin der Telefonseelsorge. Der Dienst hat sich anlässlich seines 15jährigen Bestehens bereits im Frühjahr des Themas in vertiefter Weise angenommen, „weil diese Problematik gerade auch in einem so erfolgsverwöhnten Land wie Südtirol etwas ist, das die Betroffenen sehr einsam und uns alle völlig hilflos macht“. Mit dem Niederländer Viktor Staudt hat die Telefonseelsorge einen Mann eingeladen, der seinen Suizidversuch überlebt hat und seitdem im Rollstuhl sitzt. Er, der sich mittlerweile als gefragter Vortragender und Buchautor europaweit einen Namen machte, hatte in beeindruckender Weise immer wieder die Wichtigkeit des Darüber-Reden-Könnens betont – und zwar für Menschen, die von Suizidgedanken gequält seien ebenso wie für Angehörige, die einen Menschen durch Suizid verloren hätten.

„Wir von der Telefonseelsorge sind rund um die Uhr an jedem Tag des Jahres unter der Grünen Nummer 840 000 481 erreichbar. Und es ist einfach so: Reden kann wirklich helfen und entlasten“, fasst Silvia Moser die Erfahrungen aus den vielen Gesprächen zusammen, die das mittlerweile 80köpfige ausgebildete Freiwilligenteam mit den unterschiedlichsten Menschen aus ganz Südtirol geführt habe. Sich Belastendes auch ganz anonym von der Seele reden zu können und dabei auf Resonanz und Mitgefühl zu treffen, könne helfen, den Alltag wieder leichter zu bewältigen und auch ermutigen, professionelle Begleitung in Anspruch zu nehmen, die beim Thema „Suizid“ sehr hilfreich und wichtig sein könne. Denn niemand müsse sich seiner Gefühle oder Gedanken wegen schämen, im Gegenteil, findet Silvia Moser. „In unserer leistungsorientierten Gesellschaft vergessen wir oft, dass wir Menschen sind und dass wir Gefühle haben, Gefühle, die aber ein Zeichen der Sehnsucht nach dem wahren Leben und Sinn sind“, betont Moser. Die Telefonseelsorge ist täglich rund um die Uhr unter der grünen Nummer 840 000 481 erreichbar.

Wer eine Begleitung bei der Hospizbewegung in Anspruch nehmen möchte oder nähere Informationen sucht, kann sich direkt beim Caritas-Dienst unter Tel. 0471 304 370 oder hospiz@caritas.bz.it melden.

Von: mk

Bezirk: Bozen

Kommentare

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57 Kommentare auf "Wenn Jugendliche über Suizid nachdenken"


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Lingustar
Lingustar
Superredner
15 Tage 15 h

Es würde schon erheblich helfen, wenn im Internet alle Webseiten, die sowas auch noch fördern oder verherrlichen, gesperrt würden, sowie sich Facebook und Co. wesentlich intensiver mit der Löschung derartiger Seiten oder Kommentare befassen würden, als Leute zu verfolgen, die lediglich ihre politische Meinung äußern -zugegeben- manchmal auch in einem etwas rüderen Ton, als die ach so zart besaiteten Betreffenden es vertragen können, denn die Wahrheit schmerzt oft doch sehr….

denkbar
denkbar
Universalgelehrter
15 Tage 14 h

@Lingustar – Ich verstehe nicht, was das Löschen von faschistischen Seiten auf Facebook mit dem Thema Suizid zu tun hat?

Eppendorf
Eppendorf
Superredner
15 Tage 14 h

Suizid ist kein Phänomen des Internet.

Eppendorf
Eppendorf
Superredner
15 Tage 16 h

Die Suizidprävention bzw. Behandlung von Suizidalen ist in Südtirol recht bescheiden. Bad Bachgart ist eine Insellösung, welche nach der intensiven Betreuung die Betroffenen allein lässt und deshalb die Suizidrate der dort Behandelten recht hoch ist.
Hier sollte etwas unternommen werden.

thomas
thomas
Superredner
15 Tage 9 h

Bad Bachgart ist für viele ein super Angebot! Schreib bitte keinen Nonsense

Eppendorf
Eppendorf
Superredner
15 Tage 8 h

@thomas
Eine Insellösung bedeutet, dass sie dort gut betreut werden und nachher die Betreuung von 100% auf 1% fällt. Informiere dich mal, was private Therapeuten dazu sagen, bei welchen die Betroffenen dann auftauchen.
Das Thema ist bekannt.

amme
amme
Grünschnabel
15 Tage 6 h

@Eppendorf leider stimmt das

werner
werner
Grünschnabel
15 Tage 4 h

@Eppendorf
Gonz asö ischs obo net , noch Bad Bachgart mussman holt in Kronknhaus odo ähnliches weita Therapie gion

Eppendorf
Eppendorf
Superredner
15 Tage 4 h

@werner
Ein Krankenhaus kann mit einem Depressiven gar nichts anfangen, wenn dann Psychiater und Psychotherapeuten.

werner
werner
Grünschnabel
15 Tage 1 h

@Eppendorf
jo i hon a gimoant psychiata und psychologn ( wos jo a in Kronknhaus sein ) , das a Ortophäde do nix tion konn isch mio schu a klor ! Es mochn obo a viela in Fehla wense Bad Bachgart gion dase donoch moan itz isch olls koalt und guit , obo ohne weitera Behondlung geats holt et !

Sag mal
Sag mal
Superredner
14 Tage 17 h

@thomas was heisst hier super Angebot?!Hier geht es um Lebenshilfe und keine Staubsauger.

Sag mal
Sag mal
Superredner
14 Tage 17 h

@Eppendorf die müsste es in den Krankenhäusern aber auch geben🤔

Eppendorf
Eppendorf
Superredner
14 Tage 15 h

@Sag mal
Eher wohl Psychiatrie, aber nennen wir es mal Krankenhaus, ist unverfänglicher.

denkbar
denkbar
Universalgelehrter
15 Tage 15 h

Suizid leider immer noch ein Tabuthema. In der Suizidprävention kommt den Medien dabei eine wichtige Rolle zu.
https://suizidpraevention.wordpress.com/2017/08/15/presseinformation-zum-welttag-der-suizidpraevention-am-10-september-2017/

denkbar
denkbar
Universalgelehrter
15 Tage 14 h

Es gibt noch viel zu tun, um die Risikofaktoren zu minimieren und die Suizidprävention zu stärken. Politik, Schulen, Familien und alle am Gesellschaftsleben beteiligten sind da gefragt.

denkbar
denkbar
Universalgelehrter
15 Tage 14 h

Die Suizidraten sind in Südtirol höher als im restlichen Italien. 9,3 Suizide auf 100.000 Einwohner. Das ist sowieso zu viel!

ivo815
ivo815
Universalgelehrter
15 Tage 8 h

Suizid vielleicht weniger. Depression jedoch, ist am Nabel der Welt ein Tabuthema

Sag mal
Sag mal
Superredner
14 Tage 17 h

@denkbar jeder Einzelne ist zu viel!

LoennebergerMichel
LoennebergerMichel
Grünschnabel
15 Tage 14 h

Ernstzunehmendes thema wie ich finde da es besonders für jugendliche immer schwieriger wird in unserer schnellebigen, extremen und oberflächlichen gesellschaft fuß zu fassen, zu planen und somit an beständigen perspektiven festzuhalten. Internet & co tragen dazu im grossen maß bei, aber auch fehlende vorbilder die werte weitergeben und selbst mitleben. Ich finde es sehr gut, dass südtirolnews mit einem artikel darauf aufmerksam macht 👍

MartinG.
MartinG.
Superredner
15 Tage 11 h

Sehr guter Kommentar; bin vollkommen bei Ihnen. MA(bin schon lange mitten im Arbeitsleben) haben heutige Jugendliche materiell mehr; aber auch höheren Druck, weniger positive Vorbilder, weniger echte Freunde und Freundinnen und kommen sogar oft aus zerütteten Verhältnissen. Positiv sehe ich, dass es in ST ein gute Netz von Verbänden und Vereinen gibt, die für viele Jugendliche auch eine “Ersatzfamilie” bilden.

Sag mal
Sag mal
Superredner
14 Tage 17 h

für die überverwöhnten Jungen hab ich kein Verständnis.Die müssten nur etwas härter rangenommen und Grenzen gesetzt werden.Ein Mittelweg und kein Extrem zu früher.

ivo815
ivo815
Universalgelehrter
14 Tage 14 h

@Sag mal so so, Härte schützt also vor Depressionen? Man lernt nie aus. Du bist desshalb auch immer zärtlich zu deinen Kindern. Zu Weihnachten gibts dann als Geschenk das Buch: Wie ernähre ich mich ohne Unterkiefer.

Tabernakel
14 Tage 12 h

Nur berichtet wird nicht.

Sag mal
Sag mal
Superredner
13 Tage 14 h

@ivo815 etwas Härte.So wie Früher natürlich nicht.

Mastermind
Mastermind
Grünschnabel
15 Tage 10 h

Ich würde behaupten, dass die immer schlimmere Gesellschaft und erdrückende Wirtschaft die Schuld ist. Wenn man bedenkt das Männer 80% auf der Welt aller Selbstmord Opfer ausmachen, sprechen auch viele vom männlich dominierten Thema. Zuerst hat man den Mann entwürdigt seine Stammrollen als Verdiener zerstört und ihn zur reinen Arbeitskraft in unserer Gesellschaft degradiert, viele wenn sie keine Aussichten haben oder sich getrennt haben, arbeitslos wurden nehmen sich das Leben.

Es wäre schon mal ein guter Anfang, wenn man Leute zu schätzen lernt die jeden Tag Arbeiten machen müssen, die keiner will.

Eppendorf
Eppendorf
Superredner
15 Tage 8 h

Du hast keine Ahnung vom Thema, lass doch diese unsinnigen Spekulationen.

ivo815
ivo815
Universalgelehrter
15 Tage 8 h

Ich bin mir nicht sicher, woher deine gewagten Thesen stammen, ist die Suizidrate in Deutschland etwa seit den 80er-Jahren doch um 65% zurückgegangen. Bauchi-Stat?

Sag mal
Sag mal
Superredner
14 Tage 17 h

@ivo815 in Deutschland!!!!Wir reden hier vom heiligen Land SÜDTIROL.

ivo815
ivo815
Universalgelehrter
14 Tage 14 h

@Sag mal google dir die dazugehörige Statistik selber, wenn du glaubst, Südtirol befindet sich auf einem anderen Kontinent 😉

Gagarella
Gagarella
Superredner
15 Tage 14 h

Süd-Tirol, wie immer an der Spitze ganz oben. Es ist nicht immer das Beste, der Beste sein zu wollen.

Eppendorf
Eppendorf
Superredner
15 Tage 13 h

Ist dir gar nichts zu blöd?

erika.o
erika.o
Tratscher
15 Tage 4 h

@Gagarella
find ich auch!
aber bring das mal unserem lächelnden “Landesbesten” bei.

Tabernakel
11 Tage 3 h

@erika.o
Bist Du zu feige ihm zu schreiben oder anzurufen?

enkedu
enkedu
Universalgelehrter
15 Tage 16 h

wenn wir für unsere Gesellschaft geordnete und sichere Rahmenbedingungen schaffen würden, das wär schon mal ein Anfang.

was spricht dagegen, dass wir zuerst auf unsere Kinder schauen? Sicherheit, Arbeit, funktionierendes Sozialsystem.

Poppi
Poppi
Superredner
15 Tage 11 h

@enkedu
Internet trägt heutzutage AUCH dazu bei. LEIDER!

ste
ste
Grünschnabel
15 Tage 12 h

Südtiroler kronkenheiser nimmt des a net ernst. statt mol hern wos der Grund sein kannst, gebn sie dir glei mol a poor pilln… wos nor meist mehr schodn bringt. oft waren poor Worte und Gespräche guat. obr es kostet Zeit und jamend muass jo guat verdienen… 😢

Sag mal
Sag mal
Superredner
15 Tage 4 h

die Generation ,Die in den 60iger,70iger Jahren Kinder waren hatten viel zu lange k e i n e Hilfe.Geglaubt wird auch den Falschen.Bürokratie und Schikane tun Ihr Übriges..und dann wollen Heute ein paar herkommen und gescheit reden.Ach hörts mir auf..ich weiss zu viel.

MartinG.
MartinG.
Superredner
15 Tage 11 h
Finde die Hilfeleistung von Young+Direct und anderer Org. lobenswert und wichtig. Südtirol hält in I den traurigen Rekord an Suiziden und Gebrauch von Psychopharmaka. Besonders traurig die Fälle jugendlicher Suizide. Auffällig, dass viele junge Männer darunter sind. MA sind die Ursache, dass bei uns zuwenig darüber geredet wird; Jugendliche bleiben mit ihren Gedanken oft allein; die Freunde entpuppen sich dabei oft als reine Schönwetter- und FB-Freunde, mit denen man über Probleme nicht reden kann. Die Studien- und Arbeitswelt hilft auch nicht, denn dort wird nur Leistung gefordert und Materielles geboten. Die Familie wiederum fordert ebenfalls Leistung, bietet oft wenig Hilfe, Liebe… Weiterlesen »
amme
amme
Grünschnabel
15 Tage 6 h

danke.geistreicher Kommentar

MartinG.
MartinG.
Superredner
15 Tage 6 h

@amme Vielen Dank für das Lob; mir ist es auch ein persönliches Anliegen, weil ich in der näheren Verwandtschaft mit einem Suizidversuch konfrontiert wurde. Hoffen wir, daß es in Zukunft besser wird.

Eppendorf
Eppendorf
Superredner
15 Tage 6 h

Nördliche Länder sind am meisten von Suizid betroffen, die wirtschaftliche Situation spielt so gut wie keine Rolle.
Warum der Norden ist nicht ganz klar, man nimmt an, dass es auch mit weniger Tageslicht zu tun hat.

Tottele
Tottele
Grünschnabel
14 Tage 2 h

@MartinG
13:08
Sie haben einen guten Kommentar geschrieben , aber Sie müssen auch zugeben , dass Betroffene meisten von auswärts mehr Hilfe bekommen vielleicht auch weil sie sich da eher lockerer fühlen und offener auf ein Gespräch sich einlassen .

Tabernakel
15 Tage 6 h

Warum liest man in den Medien nie etwas darüber?

Eppendorf
Eppendorf
Superredner
15 Tage 4 h

Weil es in den 90gern einen Suizid von 3 Jugendlichen im Vinschgau mit Autoabgasen gab und dies eine Welle von Nachahmern in ganz Italien mit sich zog. Seit dem hat die Presse unter sich ausgemacht nicht mehr über Suizide zu berichten.

Tabernakel
14 Tage 13 h

@Eppendorf
Das ist nachweislich falsch. Wenn man nicht darüber redet vermeidet man keinen Suizid.

Tottele
Tottele
Grünschnabel
14 Tage 2 h

@Tabernakel
Eppendorf hat geschrieben dass die Presse nicht veröffentlichen soll ! Er hat nicht geschrieben dass man mit Betroffene nicht darüber reden sollte , ganz das Gegenteil ist der Fall . Wenn eine Person auffällig wird sollte man mit ihr ganz ein normales Gespräch führen und dann kann man oft sehr behilflich sein !

Mutti
Mutti
Grünschnabel
15 Tage 14 h

A für Angehörige von Depression kranken menschen ischs net leicht

Hausverstand
Hausverstand
Grünschnabel
15 Tage 8 h

Soll der Tabernackl mal drüber nachdenken!!

Etschi
Etschi
Tratscher
15 Tage 2 h

Ich verstehe nicht ganz, wie er auf die Suizidraten Einfluss haben soll…

Tabernakel
14 Tage 13 h

@Etschi
https://kurier.at/wirtschaft/billa-tauscht-den-hausverstand-aus/222.332.897

“Der Hausverstand ist der Verstand, den man “von Haus aus” besitzt, das heißt also, der Verstand der jemandem angeboren ist.”

Tottele
Tottele
Grünschnabel
14 Tage 2 h

@Tabernakel
Etwas an Hausverstand hat man und viel muss man mit Mühe selbst erlernen durch Erfahruungen . Einen Grossteil bekommt man von der Familie , sofern man einen offenen Umgang miteinander hat .
Kommunikation in der Familie sehe ich als sehr positiv .

thomas
thomas
Superredner
15 Tage 9 h

und was tian mir mit den olten Männern, die sich das Leben nehmen?

Tabernakel
15 Tage 9 h

Zu Grabe tragen?

Poppi
Poppi
Superredner
15 Tage 11 h

Jugendliche werden heute leider allzu oft mit ihren Ängsten & Sorgen alleine gelassen.

Eppendorf
Eppendorf
Superredner
14 Tage 17 h

Ja dann rede du mit ihnen….

Es hab noch nie so viele Möglichkeiten sich an jenanden zu wenden.
Was soll dieses andauernde Geplärre wie schlecht die Welt ist?

Lingustar
Lingustar
Superredner
13 Tage 13 h

Weil ja fast alle Jugendlichen mit 13 oder 14 meinen, sie wären ja schon “groß”, und von der breiten Öffentlichkeit darin ja auch noch unterstützt werden.  Und wenn dann später das Kind im Brunnen liegt, ist das Gejammere groß. Und wenn die dann in ihrer Pubertät etwas labil sind und nicht mehr den “richtigen Draht” zur Familie haben, können diese Suizid Gedanken sehr schnell auftreten.

Schaut euch mal Donnerstags Abends im ZDF die Serie “Das PuberTIER” an… Das ist mehr als aufschlussreich!

ivo815
ivo815
Universalgelehrter
13 Tage 7 h

@Languste ZDF, sind das nicht die von der Lügenpresse?

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