Erneute Warnung vor betrügerischen Anrufen

Wiener Bankmitarbeiter bewahrte 90-Jährige vor Trickbetrüger

Samstag, 20. Juni 2026 | 13:25 Uhr

Von: apa

Einem Mitarbeiter einer Bankfiliale in Wien-Währing ist es zu verdanken, dass einer jener Trickbetrüger, die es speziell auf ältere Menschen abgesehen haben, rechtzeitig aus dem Verkehr gezogen worden ist. Das vermeintliche Opfer des Verdächtigen war eine 90-jährige Frau, die Freitagvormittag bei besagter Filiale 9.750 Euro beheben wollte. Wofür das Geld gedacht war, konnte die Kundin jedoch nicht schlüssig beantworten und der Angestellte schöpfte daraufhin Verdacht.

Wie die Landespolizeidirektion Wien am Samstag berichtete, alarmierte der Bankmitarbeiter umgehend die Exekutive und schnell stellte sich im Zuge der Ermittlungen heraus, dass die 90-Jährige von einem Anrufer dazu gebracht worden war, verschiedene Bankfilialen aufzusuchen und dort jeweils 9.750 Euro zu beheben. Ein Kuvert mit dem Betrag wäre dann an einen vor der Bank wartenden Mann zu übergeben.

Verdächtiger nahe der Bank gestellt

Der Besuch einer Bankfiliale in Wien-Döbling wurde bereits nach den Vorstellungen der Betrüger absolviert. Beamte der Polizeiinspektion Krottenbachstraße sorgten dann dafür, dass statt einer erfolgreichen Fortsetzung eine Festnahme folgen sollte. Die Polizisten registrierten einen Verdächtigen nahe der Wiedner Bank, der es dann plötzlich eilig hatte, von dort wieder zu verschwinden. Er wurde jedoch von den Polizisten daran gehindert.

Der Tatverdächtige, ein 37-jähriger serbischer Staatsangehöriger, wusste dann auch nicht zu sagen, was ihn zur Bank geführt haben könnte, schlüssige Angaben dazu gab es laut Polizei jedenfalls keine. Es erfolgte eine Festnahme auf Anordnung der Wirtschafts- und Korruptionsstaatsanwaltschaft, wodurch auch das bereits erschwindelte Bargeld bei ihm sichergestellt und der 90-Jährigen zurückgegeben werden konnte. Der Verdächtige verweigerte die Aussage und befindet sich in Haft.

Erneute Warnung vor betrügerischen Anrufen

Die Polizei warnte in Zusammenhang mit diesem aktuellen Fall erneut davor, dass besonders ältere Menschen durch Trickbetrug um ihr Geld gebracht werden. Dabei werde Opfern am Telefon beispielsweise von vermeintlichen Polizisten vorgespielt, dass sie von Einbrechern bedroht seien. Dazu gilt: “Die Polizei oder eine sonstige Institution verlangt keine Wertgegenstände zur Verwahrung”. Im Falle von verdächtigen Telefonaten wurde geraten, diese zu beenden und stattdessen 133 zu wählen.

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