Blitzschlag löste kleinen Waldbrand aus

Zahlreiche Feuerwehreinsätze im Pinzgau und Pongau

Donnerstag, 30. Juli 2026 | 13:01 Uhr

Von: importer

Ein Unwetter hat am Mittwochabend im Pinzgau und Pongau für insgesamt 29 Einsätze der Freiwilligen Feuerwehren gesorgt. Schwerpunkt waren laut Landesfeuerwehrverband Großarl, Dorfgastein, Bad Hofgastein und Rauris. Murenabgänge haben für vorübergehende Sperren von Gemeindestraßen gesorgt. In Großarl mussten die Bewohner zweier Häusern evakuiert werden. Ein Blitzschlag hatte zudem einen kleinen Waldbrand in der Nähe einer Alm in Großarl ausgelöst.

Insgesamt 163 Einsatzkräfte der Feuerwehren waren am Mittwochabend vorwiegend mit Auspumparbeiten von Kellern, der Beseitigung von kleineren Überschwemmungen und mit Aufräumarbeiten nach Murenabgängen beschäftigt. In Großarl mussten nach einem Murenabgang auf die Rattersbergstraße die Bewohner von zwei Häusern aus Sicherheitsgründen evakuiert werden. Ein Landesgeologe werde die Lage am Donnerstag beurteilen, dann werde sich entscheiden, ob die Bewohner wieder zurück in ihre Häuser können, sagte der Ortsfeuerwehrkommandant von Großarl auf APA-Anfrage. “Hinter den Häusern ist ein Erdrutsch abgegangen.” In der Früh war die Rattersbergstraße noch gesperrt. Auch in Zell am See war die Feuerwehr am Mittwoch im Unwetter-Einsatz.

Blitzschlag in Großarl

Nach einem Blitzschlag ist in Großarl am Mittwoch gegen 17.30 Uhr ein Baum nahe der Bachalm im unwegsamen Gelände auf rund 1.700 Meter Seehöhe in Brand geraten. Eine Einheimische hatte einen Feuerschein wahrgenommen und die Einsatzkräfte alarmiert, wie der Landesfeuerwehrverband Salzburg, Bezirk Pongau, informierte. Die Feuerwehr Großarl rückte zu Löscharbeiten aus, die das Team des Polizeihubschraubers Libelle aus der Luft unterstützte. Vom Hubschrauber aus wurde Wasser abgeworfen, das von einem nahe gelegenen Speicherteich entnommen worden war.

Nach sechs Löschflügen wurde der Brand unter Kontrolle gebracht. Donnerstagfrüh mussten die Einsatzkräfte erneut ausrücken. Bei einem Erkundungsflug hatte sich herausgestellt, dass das Feuer wieder aufgeflammt war. Erneut angefordert wurden der Polizeihubschrauber Libelle, die Flughelfer Pongau, die Drohne Pongau, das Einsatzleitfahrzeug Pongau und das Kerosinfahrzeug des Landesfeuerwehrverbandes Salzburg.

Bergrettungseinsatz bei Gewitter in Dorfgastein

Am Mittwoch kurz vor 22.00 Uhr rückten zwölf Einsatzkräfte der Bergrettungsortsstelle Dorfgastein trotz Gewitters und anhaltenden Regens zu einer verunfallten Person im Bereich der Heumoosalm aus. Die ältere Dame war unglücklich gestürzt und hatte sich dabei einen Oberschenkelhalsbruch zugezogen, wie die Salzburger Bergrettung am Donnerstag informierte. Die widrigen Bedingungen erschwerten den Einsatz zusätzlich, zudem war der Zufahrtsweg aufgrund einer Vermurung für Einsatzfahrzeuge nicht passierbar. Um dennoch rasch Hilfe leisten zu können, öffneten die Dorfgasteiner Bergbahnen kurzfristig den Lift, sodass ein zweites Bergungsteam von oben zur Einsatzstelle gelangen konnte. Ein Bergrettungsarzt versorgte die Patientin medizinisch vor Ort und führte eine Schmerztherapie durch. Die Verletzte wurde anschließend mittels Trage geborgen und zum Einsatzfahrzeug gebracht. Kurz nach Mitternacht konnte sie zur weiteren medizinischen Versorgung an das Rote Kreuz übergeben werden.

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