Elena Curtoni feierte ihren vierten Sieg im Weltcup

Italien-Hattrick in Val di Fassa – Curtoni gewinnt Super-G

Sonntag, 08. März 2026 | 13:05 Uhr

Von: apa

Elena Curtoni hat im dritten Ski-Weltcup-Rennen in Val di Fassa den dritten italienischen Sieg eingebucht. Die 35-Jährige gewann am Sonntag den Super-G vor der Norwegerin Kajsa Vickhoff Lie (+0,26 Sek.) und ihrer Landsfrau Asja Zenere (+0,27). Weil die Neuseeländerin Alice Robinson auf den vierten Platz kam und Sofia Goggia nur Neunte wurde, bleibt das Rennen um Super-G-Kristall bis zum Finale in Kvitfjell offen. Als ÖSV-Beste landete Cornelia Hütter auf Rang sieben.

Der Steirerin fehlten nur 44 Hundertstelsekunden auf die Siegerin. Nadine Fest (+0,83) fuhr als zweitbeste Österreicherin auf den 14. Platz, verpasste mit dem besten Saisonergebnis aber trotzdem hauchdünn das Ticket für das Finale in zwei Wochen. Mirjam Puchner, Nina Ortlieb und Ariane Rädler waren von den Spitzenplätzen letztlich weit weg. Das ÖSV-Trio klassierte sich auf den Plätzen 18, 19 und 22.

Fest verpasst Finale um sieben Punkte

“So schlecht war es nicht”, meinte Hütter im ORF-Interview. “Aber wenn du es einmal verlierst, kommst du nicht mehr zurück, das verlierst du nachher auch in der Zeit.” Von dem Italien-Trip nehme sie mit, dass sich ihr Eindruck einer seit den Olympischen Spielen ansteigenden Form beständig gezeigt habe. Fest sprach nach dem Rennen von einem “Befreiungsschlag”. Es habe sich “nicht so gut angefühlt, es hat mich brutal gedrückt an gewissen Stellen”, erklärte die Kärntnerin. “Beim Abschwingen einmal einen 12er zu sehen und nicht 19, wie in den letzten paar Rennen, tut schon sehr, sehr gut.”

Nur sieben Punkte hatte Fest am Ende zu wenig gesammelt, um unter den Top 25 der Disziplinwertung zu sein. Hütter, Rädler, Ortlieb und Puchner werden in Kvitfjell somit ein österreichisches Quartett stellen.

Lange Wartezeit für Curtoni vorüber

Der Weltfrauentag wurde vor allem für Curtoni, die ihren vierten Weltcup-Sieg feierte, zum Jubeltag. Die beiden Abfahrten in Val di Fassa hatte am Freitag und Samstag ihre Teamkollegin Laura Pirovano gewonnen, die am Sonntag Achte gewesen war. “Es ist wirklich unglaublich, am Podium zu stehen, und noch dazu zu gewinnen”, sagte Curtoni. “Es war einfach volle Attacke. Ich habe nur probiert, so zu fahren, wie ich es kann. Das hat funktioniert.”

Zuletzt hatte die Italienerin im Dezember 2022 in St. Moritz eine Abfahrt gewonnen. “Ich werde nicht jünger, also wird es nicht einfacher. Aber ich habe weiter gekämpft, bin immer drangeblieben. Ich habe gewusst, dass ich es noch immer in mir habe”, betonte Curtoni.

Goggia rückte Kristallkugel näher

Ein kleiner Wermutstropfen für die italienischen Frauen war, dass Goggia im letzten Abschnitt eine bessere Platzierung und damit womöglich den vorzeitigen Gewinn von Super-G-Kristall verspielte. 63 Punkte liegt Goggia nun vor Robinson, in zwei Wochen kann sie in Norwegen alles klar machen. Die Deutsche Emma Aicher hat durch ihren Ausfall auf einem drehenden Kurs unterdessen keine Chance mehr, die kleine Kugel zu gewinnen.

Mikaela Shiffrin profitierte hinsichtlich des Gesamtweltcups nur geringfügig vom Ausfall Aichers. Mit einem 23. Platz baute die US-Amerikanerin ihren Vorsprung um acht Punkte auf 125 aus.

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