Von: luk
Ligurien – Für Badeurlauber wird die Ligurische Küste auch im Sommer 2026 spürbar teurer. Laut einer Untersuchung der Verbraucherorganisation Altroconsumo sind die Preise für Sonnenschirme und Liegen im Vergleich zum Vorjahr erneut um durchschnittlich sechs Prozent gestiegen. Gegenüber 2020 beträgt der Anstieg sogar rund 24 Prozent.
Besonders tief in die Tasche greifen müssen Urlauber in den exklusiven Badeorten, die ohnehin schon nicht günstig waren. Als teuerster Ort gilt erneut Alassio. In der ersten Augustwoche kostet die Miete für einen Sonnenschirm und zwei Liegen dort teilweise bis zu 368 Euro pro Woche. Auch die kleine Bucht von Paraggi nahe Portofino zählt weiterhin zu den teuersten Stranddestinationen Italiens.
Die steigenden Kosten verändern laut lokalen Tourismusvertretern zunehmend das Urlaubsverhalten. Der klassische vierwöchige Sommerurlaub am Meer werde immer seltener. Stattdessen entscheiden sich viele Gäste für kurze Wochenendtrips oder einzelne Badetage.
Auch an der Riviera di Ponente sind die Preise gestiegen. Für einen Tag am Strand in Orten wie Varigotti oder Finale Ligure werden mittlerweile zwischen 38 und 45 Euro fällig. Ähnliche Tarife gelten in Sanremo und entlang der Riviera dei Fiori rund um San Remo und Bordighera.
Es gibt jedoch auch günstigere Alternativen. In Chiavari können Liegen dank eines kommunalen Modells bereits für fünf Euro pro Tag gemietet werden. Auch Spotorno setzt verstärkt auf frei zugängliche und preisgünstige Strandabschnitte, um dem Trend zu immer höheren Strandkosten entgegenzuwirken.
Unterm Strich dürfte der Sommerurlaub an Liguriens Küste für viele Familien aber erneut teurer werden – und spontane Tages- oder Wochenendausflüge könnten gegenüber längeren Aufenthalten weiter an Bedeutung gewinnen.




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