Auch ESC-Kandidat Sal Da Vinci unterstützt Bewerbung

Italien will UNESCO-Kulturerbe für neapolitanisches Liedgut

Montag, 18. Mai 2026 | 10:28 Uhr

Von: apa

Italien will das neapolitanische Liedgut als immaterielles UNESCO-Kulturerbe anerkennen lassen. Die Regierung um Ministerpräsidentin Giorgia Meloni arbeite an der Vorbereitung eines entsprechenden Dossiers, das bei der UNESCO eingereicht werden solle, kündigte Italiens Tourismusminister Gianmarco Mazzi. Die offizielle Kandidatur soll demnach 2027 eingereicht werden.

“Ich hoffe, dass das Verfahren bis Dezember 2028 abgeschlossen werden kann – ähnlich wie bei der Anerkennung der italienischen Küche und der Opernkunst”, sagte Mazzi. Den offiziellen Auftakt der Initiative bildet eine Großveranstaltung am 5. Juni in der Arena von Verona, die von Rai 1 europaweit übertragen wird. Erwartet werden nach Angaben des Ministers rund 100 UNESCO-Delegierte.

Auch Sal Da Vinci soll bei Auftaktevent in Verona auftreten

Auf der Bühne stehen sollen unter anderem die Opernsänger Vittorio Grigolo und Plácido Domingo sowie die US-Musikerin Patti Smith. Geplant sind Interpretationen klassischer neapolitanischer Lieder. Auch der aus Neapel stammende Sal Da Vinci, der Italien beim Eurovision Song Contest vertreten hatte und den fünften Platz belegte, soll auftreten.

Mazzi verknüpfte das Projekt mit der Strategie des sogenannten “Wurzeltourismus”. Weltweit gebe es rund 80 Millionen Menschen italienischer Abstammung, viele von ihnen sprächen noch den neapolitanischen Dialekt ihrer Vorfahren. Ziel sei es, mehr Nachfahren italienischer Auswanderer für Reisen in kleinere Orte und ländliche Regionen Italiens zu gewinnen. Derzeit liege deren Anteil bei etwa acht Prozent, sagte der Minister.

Mazzi hatte am Wochenende anlässlich des Finales des Eurovision Song Contest in Wien Sal Da Vinci bei dem Musikwettbewerb unterstützt und die Italo-Gemeinschaft begleitet. Mazzi traf in Wien Kulturdelegationen und Vertreter der Unterhaltungsbranche.

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