Von: mk
Canazei/Bellamonte – Am Samstagnachmittag hat sich auf der Marmolata im Bereich Punta Serauta auf der Trientner Seite ein tragisches Lawinenunglück ereignet. Eine Gruppe von vier italienischen Skifahrern war abseits der gesicherten Pisten im freien Gelände unterwegs, als sich gegen 16.00 Uhr ein Schneebrett löste.
Einer der Beteiligten hat gegen 16.30 Uhr die Notrufnummer 112 gewählt und Alarm geschlagen, um die Rettungskette in Ganz zu setzen. Neben den Berg- und Höhlenrettern aus oberen Fassatal standen auch die Südtiroler Flugretter vom Aiut Alpin Dolomites, eine Hundestaffel und die Mannschaft des Rettungshubschraubers Falco aus dem Belluno im Einsatz. Unterstützt wurden sie von Bergrettern aus dem mittleren Fassatal, aus Moena, dem Fleimstal und aus Belluno.
Die Freerider, die laut ersten Informationen vorschriftsmäßig mit Lawinensuchausrüstung ausgestattet waren, waren im Bereich Punta Rocca abseits der Pisten unterwegs gewesen. Der 41-jährige Alex Farronato aus Bassano del Grappa war von der Lawine vollständig begraben worden. Seine Begleiter, die unverletzt blieben, nahmen unmittelbar mit weiteren, unbeteiligten Zeugen die Suche nach dem Verschütteten auf.
Trotz des schnellen Einschreitens der Rettungskräfte kam für den verschütteten Skifahrer jede Hilfe zu spät. Die Bergretter konnten nur noch den Tod des Mannes feststellen. Der Leichnam wurde geborgen und ins Tal gebracht.
Noch am selben Tag ist eine weitere Person nach einem Lawinenunglück im Trentino ums Leben gekommen. Nachdem sich eine Lawine gegen 12.30 Uhr in einer Schlucht in Richtung Paneveggio-See im Gemeindegebiet von Predazzo im Fleimstal gelöst hatte, wurde der 40-jährige Ettore Turra aus der Fraktion Siror bei Primiero San Martino di Castrozza ins Krankenhaus nach Trient gebracht. Dort erlag er – trotz sämtlicher Bemühungen seitens der Ärzte – seinen schweren Verletzungen. Der Mann war ebenfalls in Begleitung von drei Bekannten unterwegs gewesen.




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