Von: luk
Strigno – In Strigno, einer Fraktion von Castel Ivano in der Valsugana, ist der 68-jährige Mauro Sbetta tot in seiner Wohnung aufgefunden worden. Nach ersten Erkenntnissen der Ermittler wurde der Mann nach einer heftigen Auseinandersetzung mit mehreren Schlägen gegen den Kopf getötet. Die Staatsanwaltschaft Trient ermittelt wegen vorsätzlichen Mordes.
Sbetta, der viele Jahre bei Set Distribuzione gearbeitet hatte und allein in einem Haus in der Via Marconi lebte, war seit Samstag nicht mehr gesehen worden. Angehörige und Bekannte konnten ihn telefonisch nicht erreichen. Ein Cousin aus Borgo Valsugana alarmierte schließlich einen Nachbarn mit Wohnungsschlüssel, der in der Nacht auf Dienstag gemeinsam mit den Carabinieri die Wohnung öffnete. Dort fanden die Einsatzkräfte den leblosen Mann im Eingangsbereich, umgeben von großen Blutlachen.
Die Ermittler stießen auf eine stark verwüstete Wohnung mit deutlichen Spuren einer gewaltsamen Auseinandersetzung: zerbrochene Glasscheiben einer Terrassentür, Blutspuren am Boden sowie zahlreiche blutige Handabdrücke an den Wänden, möglicherweise Hinweise auf einen verzweifelten Versuch, sich wieder aufzurichten. Die Verletzungen am Kopf gelten als nicht mit einem Sturz vereinbar. Die mutmaßliche Tatwaffe – ein stumpfer Gegenstand – wurde bislang nicht gefunden.
Die Staatsanwaltschaft hat den Tatort weiträumig abgesperrt und umfangreiche Spurensicherungen veranlasst. Spezialisten der Kriminaltechnik arbeiteten bis in die frühen Morgenstunden, um Beweise zu sichern. Laut Staatsanwaltschaft deuten alle bisherigen Erkenntnisse klar auf ein Tötungsdelikt hin, ein Unfalltod wird ausgeschlossen. Die Ermittlungen laufen derzeit gegen unbekannt.
Die gerichtlich angeordnete Obduktion soll am Freitag durchgeführt werden und nähere Klarheit über Todesursache und -zeitpunkt bringen. Parallel dazu werten die Ermittler Videoaufnahmen aus dem Ort und der Umgebung aus und überprüfen das persönliche Umfeld des Opfers.
Mauro Sbetta galt in Strigno als ruhiger und zurückhaltender Mensch. Angehörige zeigten sich erschüttert über das Geschehen. Die Ermittlungsbehörden hoffen, durch die laufenden Untersuchungen rasch Hinweise auf den oder die Täter zu erhalten.




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