Geständiger Mörder offenbart schockierendes Mordmotiv – VIDEO

Ohne Worte: „Ich habe ihn ausgesucht, weil er glücklich ausgesehen hat“

Dienstag, 02. April 2019 | 07:00 Uhr

Turin – Fünf Wochen nach der Tat konnte der Mord an Stefano Leo aufgeklärt werden. Der 33-jährige Verkäufer war am 23. Februar auf dem Weg zur Arbeit in Turin auf der Uferpromenade des Po von Said Mechaout, einem 27-jährigen Marokkaner, mit einem Messerstich getötet worden. Said Mechaout, der das Opfer nicht kannte, stellte sich am Sonntag der Polizei. Sein angebliches Motiv – „Ich habe ihn ausgesucht, weil er glücklich ausgesehen hat“ – machte die anwesenden Polizeibeamten sprachlos.

„Ich bin der Mörder von Stefano Leo. Ich bin hierhergekommen, um mich zu stellen. Ich fühlte mich von den Carabinieri verfolgt. Ich wollte nicht weiteres Unheil anstellen. Zwischen allen Passanten, die vorbeigingen, habe ich diesen jungen Mann ausgewählt, weil er mir glücklich erschien. Und ich habe entschieden, sein Glücklichsein umzubringen“, so Said Mechaout am Sonntag kurz nach 15.00 Uhr zum diensthabenden Polizeibeamten am Eingang der Quästur von Turin. Die Polizisten, die ihren Ohren kaum trauten, glaubten zuerst, dass es sich bei dem 27-jährigen Marokkaner um einen Mythomanen handelt. Aber das änderte sich schnell.

ANSA/ ALESSANDRO DI MARCO

Im Verhör, das im Beisein der verständigten Carabinieri, welche die Ermittlungen im Mordfall Stefano Leo innehaben, bis in die Abendstunden dauerte, kamen aber immer mehr Details zum Vorschein, die nur der Mörder des 33-jährigen, ursprünglich aus Biella stammenden Verkäufers kennen konnte. Später führte der geständige Mörder die Carabinieri zu jener Stelle, wo er die Tatwaffe – ein langes Messer – versteckt hatte. Vor etwa fünf Wochen – am Samstag, den 23. Februar gegen 11.00 Uhr – hatte der 27-jährige Marokkaner Stefano Leo, der auf dem Weg zu seinem Arbeitsplatz gewesen war, mit einem einzigen, aber tödlichen Stich in den Hals ermordet. „Ich habe ihn gesehen, er hat mich angesehen und ich habe gedacht, dass er so leiden soll, wie ich gerade leide“, so Said Mechaout zu den ungläubigen und sprachlosen Ermittlern.

ANSA/ ALESSANDRO DI MARCO

Sowohl Stefano Leo, der mehrere Jahre in Australien bei einer Hare Krishna-Gemeinde verbracht hatte, als auch der in Marokko geborene Said Mechaout befanden sich erst seit wenigen Monaten in Turin. Said Mechaout, der einige kleinere Vorstrafen aufweist, war nach dem Ende seiner Ehe auf die schiefe Bahn geraten. „Mein Leben ist schlecht. Ich kannte Stefano nicht“, so der 27-Jährige zu den Carabinieri, die sich in ihrem Anfangsverdacht bestätigt sahen. Nach dem Mord kamen die Ermittler aufgrund einiger Zeugenaussagen, die einen sich aggressiv verhaltenden, flüchtenden Mann gesehen hatten, bald zur Erkenntnis, dass der 33-Jährige Opfer eines Zufallsmords geworden war. Am Sonntagabend wurde Said Mechaout festgenommen und in eine Haftanstalt überstellt.

Selbst hartgesottene und altgediente Ermittler ließ der Mord an den allseits beliebten 33-Jährigen sprachlos zurück. Nachdem die Angehörigen vom Geständnis und der Festnahme erfahren hatten, mischte sich bei ihnen unter die Trauer bitterer Zorn.

„Wenn er es ist, so will ich jetzt wissen, warum er es getan hat. Nicht zu verstehen, bringt mich um. Das, was mich aufreibt, ist, über Stefano keine klaren Antworten zu haben“, so der Vater von Stefano, Maurizio Leo.

Von: ka

Kommentare

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31 Kommentare auf "Ohne Worte: „Ich habe ihn ausgesucht, weil er glücklich ausgesehen hat“"


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Waltraud
Waltraud
Universalgelehrter
16 Tage 23 h

Das ist genauso krank wie Bücher verbrennen.

Goggi
Goggi
Grünschnabel
16 Tage 23 h

welche Bücher wurden denn letzhin verbrennt??? Bitte um Aufklärung, da ich mich nicht wirklich momentan an etwas erinnere!

Lana77
Lana77
Superredner
16 Tage 21 h

@Goggi
https://www.suedtirolnews.it/unterhaltung/wer-haette-das-gedacht/polnische-priester-verbrennen-harry-potter-buecher

Ober Bücher verbrennen isch a harmloser Witz im Vergleich zu an feign, sinnlosen Mord.

Goggi
Goggi
Grünschnabel
16 Tage 20 h

OOooookeiiiii und wo genau ist da ein Zusammenhang??? erschliesst sich mir nicht wirklich… Harry Potter!??!?

Staenkerer
16 Tage 19 h

ach jo? willsch du ernsthoft des verbrennen von harry potter bücher, de man jederzeit nochkafn, nochdruckn konn, mit an mord eines jungen, glücklichen monnes vergleichn????
eines jungen monnes dem seine glückliche mimik nit vergönnt wurde????
denk amoll noch!
in meine augen sein olle mörder verrückt, i hoff ober ollm das ihnen des nie guatgschriebn werd und olle für ihre tat aufs strengste bestroft wern, grod solch elemente wie der!

DerTom
DerTom
Grünschnabel
16 Tage 8 h

wer die geschichte von Berlin kennt weiß was es bedeutet “Bücher verbrennen” – es sind heute noch zeichen zu sehen….

typisch
typisch
Kinig
16 Tage 1 h

Ist genau so krank wie das mit bücher verbrennen gleichzustellen

Tabernakel
14 Tage 20 h

@Lana77

Es ist Mord an den Gesdanken und der Kultur. Schon Hitler hat das 1933 benutzt.

typisch
typisch
Kinig
17 Tage 40 Min

Glückliche menschen werden hier wohl nicht geduldet

Sag mal
Sag mal
Kinig
16 Tage 19 h

wenn Er selbst unglücklich ist war Ihm Das glücklichsein unerträglich.

PuggaNagga
PuggaNagga
Universalgelehrter
16 Tage 19 h

Es muss dringend ein Glücklichseinverbot eingeführt werden. Wo kommen wir alle hin wenn wir glücklich wären?

typisch
typisch
Kinig
16 Tage 18 h

@PuggaNagga
Die leute müssen noch mehr sensibilisiert werden dass sie ihr glück öffentlich nicht zeigen

Sag mal
Sag mal
Kinig
15 Tage 12 h

@typisch und Die so tun als ob Sind meist nicht wirklich glücklich.

Tabernakel
14 Tage 20 h

@PuggaNagga

Salvini macht das schon.

Tabernakel
14 Tage 20 h

@Sag mal

typischerweise!

aristoteles
aristoteles
Universalgelehrter
17 Tage 46 Min

da fehlen einem die worte. keine strafe wäre für den streng genug

FC.Bayern
FC.Bayern
Superredner
16 Tage 22 h

Todes Strafe wieder einführen !!
Für gewisse Delikte , muss es einfach gerechtigkeit geben !!!

falschauer
falschauer
Universalgelehrter
17 Tage 38 Min

glücklich sein, locker drauf sein, gesellig sein verboten, wie krank muss man sein um so zu empfinden, was geht in den köpfen so mancher menschen vor, der mann hätte dringendst eine therapie benötigt, wie kann man einen menschen den man gar nicht kennt die gurgel durchschneiden nur weil sein erscheinungsbild gelassen und entspannt beim mörder ankommt, ich kann und will das nicht verstehen!!!

Dagobert
Dagobert
Universalgelehrter
16 Tage 20 h

Seine Angehörigen sollten dieser Bestie eine Therapie verabreichen dürfen.

ich84
ich84
Neuling
17 Tage 42 Min

Einfach krankhaft

Evi
Evi
Superredner
16 Tage 23 h

Was lernen wir daraus? Glück ist ein Mordmotiv. Weit ist es gekommen… Ich könnte ko….

PuggaNagga
PuggaNagga
Universalgelehrter
16 Tage 23 h

Das klingt ja interessant…😱
Wüsste gerne ob weitere solch seltsame Wesen sich herumtreiben!

Puntica
Puntica
Grünschnabel
16 Tage 19 h

Was glaubst Du?

kleinerMann
kleinerMann
Superredner
17 Tage 13 Min

Kronk !!

DerTom
DerTom
Grünschnabel
16 Tage 7 h

genau – und solange ein Staat meint, daß Menschen die kriminell handeln (überfälle-einbrüche-drogendelikte-morden usw.) krank währen, wird ein Staat immer verlieren und nie glaubhaft sein…

Scarface
Scarface
Grünschnabel
16 Tage 18 h

Und schon wird begonnen, den Täter zum Opfer zu machen. Er war ja ach so unglücklich. Es gibt nur einen Weg, den dieser „Herr“ gegen sollte: lebenslang hinter Gitter mit anschließender Sicherungsverwahrung.

Spitzpassauf
Spitzpassauf
Superredner
16 Tage 21 h

Ich wünsche der Familie viel Kraft.
Der Familie des Opfers wohlbemerkt.

Hermann
Hermann
Neuling
16 Tage 17 h
Dieses Mordmotiv erscheint unglaublich. Doch leider deckt es sich mit persönlichen Erfahrungen. Immer wieder starren mich Menschen bestimmter Abstammungsgruppen grimmig bis hasserfüllt an, wenn ich mit einem Lächeln auf den Lippen durch die Gegend gehe. Ob sie anderen das Glücklichsein nicht gönnen? Oder liegt es daran, dass sie mich auf Grund meines muskulös-südlichen Typs für einen Landsmann halten und mich einfach daran erinnern wollen, nicht so nett dreinzuschauen? Gefragt habe ich aus verständlichen Gründen noch keinen. Leider ertappe ich mich inzwischen dabei, selbst schon mal vorsorglich wie ein Axtmörder auf heimlicher Beuteschau zu stieren wenn ein potentieller Hassblicker in die… Weiterlesen »
Nickname97
Nickname97
Neuling
16 Tage 21 h

Uanfoch lai traurig😢

wellen
wellen
Superredner
16 Tage 17 h

Bild: Wolf im Schafspelz. Homo homini lupus. Gefährlicher als die Wölfe ist der Mensch

der Vinschger
der Vinschger
Superredner
16 Tage 9 h

Ohne Worte

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