„So habe ich mich noch nie gefühlt - hoffentlich war es das letzte Mal“

Plötzlich steht der Bär vor ihm – VIDEO

Mittwoch, 24. März 2021 | 11:19 Uhr

Cimego – Bereits im vergangen Jahr hat Meister Petz in der Talgemeinschaft der Judikarien im Trentino mit seinen Streifzügen für Aufregung gesorgt. Erst am Montag ist nun erneut ein Bär aufgetaucht – diesmal bei Giuseppe Leotti aus Condino, wie die Online-Ausgabe des Adige berichtet.

Der Mann befand sich am Montag in Begleitung seines Hundes oberhalb von Cimego, um Aufräumarbeiten bei seiner Scheune zu verrichten. Nachdem er sich um das Futter für die Wildschweine gekümmert hatte, fing gegen 18.30 Uhr sein Hund plötzlich an, in den Wald hinein zu bellen.

Als der Mann näher hinsah, bemerkte er, wie sich die Schemen eines Bären aus der Dunkelheit lösten. Das Raubtier stand nur zehn bis zwölf Meter vor ihm und machte sich gemütlich über das Schweinefutter her.

„Zunächst hatte ich Angst“, gesteht Giuseppe Leotti. Doch als er bemerkte, dass weder die Anwesenheit eines Menschen noch der aufgeregte Hund den Bären sonderlich störten, zückte er sein Handy und verewigte den außergewöhnlichen Augenblick. Der Bär hat den Futtertrog auseinandergenommen und offenbar nach etwas Essbarem gesucht.

„So eine Emotion habe ich noch nie gefühlt. Ich hoffe, das war das letzte Mal“, erklärt Leotti. Denn die Angst treffen einen wie ein Schlag, wenn man nicht darauf vorbereitet sei. Als sich der Bär reckte und in spielerischer Laune schien, habe er sich wieder beruhigt und sei nach Hause gegangen.

All jenen, die einem Bären begegnen, rät Giuseppe Leotti, ruhig zu bleiben und so zu tun, als ob nichts wäre – auch, wenn dies hart sei. „Der Bär hat kein Anzeichen gegeben, dass er auf mich oder auf den Hund losgehen würde“, erklärt er.

Trotz allem ist er froh, dass sein Abenteuer noch einmal glimpflich ausgegangen ist.

 

Von: mk

Kommentare

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9 Kommentare auf "Plötzlich steht der Bär vor ihm – VIDEO"


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brunner
brunner
Universalgelehrter
20 Tage 6 h

Eine Frage der Zeit bis solche Raubtiere auch die ersten Menschen anfallen und tödlich verletzen….einige Wandergebiete werden von der Landkarte verschwinden….andere Kuschel- und Friede Freude Eierkuchen Wanderer können sich ja liebend gerne in den Allerwertesten beissen lassen und dabei Ruhe bewahren…

Fritzfratz
Fritzfratz
Tratscher
20 Tage 4 h

Allzu viele “stolze” Südtiroler haben keine Erfurcht vor Corona, bemerken nicht die steigende Kriminalität und den Klimawandel aber der Bär verbreitet Furcht und Schrecken… Applaus, Applaus

Mikeman
Mikeman
Kinig
20 Tage 4 h

@ brunner
“.einige Wandergebiete werden von der Landkarte verschwinden…”
echt gut so dann wird nicht jede Ecke zertrampelt und das Wild hat etwas mehr Ruhe,Wanderer welche nicht mal im Stande sind abseits von Gehwegen ihre Geschäfte zu hinterlassen wären sowieso in keinster Weise zu erbarmen.

Fritzfratz
Fritzfratz
Tratscher
20 Tage 7 h

Mein Kompliment an Herrn Leotti für sein Verhalten bei der Begegnung mit Meister Petz und für die Erzählung. Manch anderer hätte ein riesen Theater daraus gemacht.

Mikeman
Mikeman
Kinig
20 Tage 6 h

@ Fritzfratz
Sie haben vollkommen recht, dieser Herr hat Schneid und vor allem Verstand.
.Gutmütiger Bär auf jedenfall denn der Hund hätte in ohneweiteres irritieren können.

Zugspitze947
20 Tage 1 h

Also ich würde ihm gerne mal begegnen,wichtig wäre dass der Foto griffbereit ist. Denn auf der Mutspitze war ich eine halbe Stunde zu spät dran ,die Spuren waren noch ganz frisch :-)😜😊

eisern
eisern
Tratscher
19 Tage 21 h

Vielleicht sollten überall wo die Natur in Südtirol durch den Tourismus zerstört wird Warnschilder mit dem Bären aufgestellt werden. Warum sind die Slowenen denn so entspannt mit der Bärenpopulation?

Faktenchecker
19 Tage 20 h

Eine gefährliche Bestie. Man sieht das rote in den Augen.

Hotznplotz
Hotznplotz
Grünschnabel
20 Tage 4 h

Fressen und gefressen werden

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