Wintereinbruch in Kalabrien

Rekordschnee im südlichsten Zipfel des italienischen Festlands

Dienstag, 03. Februar 2026 | 07:10 Uhr

Von: idr

Villaggio Palumbo – Das Feriendorf Villaggio Palumbo in Kalabrien ist unter einer 30 Zentimeter dicken Schneedecke aufgewacht. Nach den heftigen Unwettern und Sturmfluten der vergangenen Woche zeigt sich Süditalien nun von seiner winterlichen Seite und überrascht mit spektakulären Bildern eingeschneiter Fahrzeuge und verschneiter Berglandschaften.

Villaggio Palumbo liegt am Südufer des Lago Ampollino auf rund 1400 bis 1700 Metern Höhe. Das kleine Skigebiet mit seinen drei Sesselliften ist im Sommer ein beliebtes Ferienziel. Im Winter hingegen öffnen die Skilifte, doch solche Schneemengen sind selbst für die Sila außergewöhnlich. Im Durchschnitt fallen hier nur an einem Tag pro Jahr vier Zentimeter Neuschnee.

Schnee in der grünen Lunge Kalabriens

Die Sila gilt als „grüne Lunge Kalabriens“ und liegt auf einem über 700 Quadratkilometer großem Hochplateau mit mehreren Stauseen und bewaldeten Anhöhen. Aufgrund der hohen Niederschlagsmengen von rund 1200 Millimetern pro Jahr liegt auf den Höhen im Winter oft Schnee, doch für gewöhnlich fallen hier kaum mehr als zehn Zentimeter pro Jahr.

Während in den Sommermonaten die Hotels und Bars bevölkert sind, ist es zwischen den Saisons ausgesprochenen ruhig. Umso überraschender dürfte der plötzliche Wintereinbruch für die Einwohner gekommen sein. Die Bilder zeigen komplett eingeschneite Autos und eine Winterlandschaft, die eher an die Alpen als an den Süden Italiens erinnert.

Für die lokale Bevölkerung ist der Schnee ein zweischneidiges Schwert: Während Wintersportler sich freuen, kämpfen Autofahrer mit den Schneemassen. Ein spektakuläres Naturschauspiel bleibt es allemal.

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