Räumungsarbeiten dauerten seit Mitte April

Timmelsjoch öffnet trotz erneuter Lawine

Freitag, 14. Juni 2024 | 10:49 Uhr

Von: Ivd

St. Leonhard in Passeier – Nach acht Wochen intensiver Schneeräumung ist die Timmelsjoch Hochalpenstraße seit Freitagfrüh wieder für den Verkehr freigegeben. Die Nord- und Südtiroler Straßenteams haben die rund 34 Kilometer lange Passstraße seit Mitte April von den gewaltigen Schneemassen befreit. Immer wieder hatten Lawinen und die Gefahr von Abgängen die Wiedereröffnung verzögert. Einen Lawinenabgang gab es zuletzt am Dienstag, wie die Betreiber bei Instagram teilten.

Bereits seit dem 23. April waren die Schneeräumungsarbeiten im Gange, doch wiederkehrende Schneefälle und Lawinengefahr hatten die Freigabe der Straße immer wieder verzögert. Sie sind auch der Grund für die bis zu zwölf Meter hohe Schneedecke an manchen Stellen, wie Manfred Tschopfer, Vorstand der Timmelsjoch Hochalpenstraße AG, berichtet. „Die ersten Besucher werden beeindruckende Schneewände von bis zu fünf Metern Höhe entlang der Straße sehen“, sagte Tschopfer dem ORF.

Die Lawinengefahr blieb bis zuletzt ein großes Hindernis. Noch Mitte Mai verschüttete eine Lawine die bereits geräumte Straße erneut. Die Räumarbeiter teilten anschließend ein Video von den überwältigenden Schneemassen, die den Tunnel versperrten (Südtirol News berichtete). Die Betreiber betonten mehrfach, dass die Sicherheit oberste Priorität habe. „Oberhalb von 2400 Metern liegen noch erhebliche Schneemengen, die entweder schmelzen oder als Lawinen abgehen müssen“, erklärten die Verantwortlichen auf ihrer Website. Erst einige sonnige Tage konnten die Bedingungen bis zur heutigen Öffnung stabilisieren. Über die Räumungsarbeiten am Timmelsjoch wurde in den vergangenen Wochen zahlreich berichtet.

Geduld der Urlauber wird auf die Probe gestellt

Die verzögerte Öffnung der Alpenpässe sorgte unter Touristen für zunehmende Ungeduld. In sozialen Netzwerken äußerten Urlauber ihre Bedenken. Ein Nutzer schrieb auf Facebook: „Ich habe Südtirol vom 18.6. bis 23.6. gebucht, hoffentlich ist bis dahin alles befahrbar!“, wie die Frankfurter Rundschau berichtet. Eine andere Nutzerin appellierte hingegen an die Vernunft: „Bitte lasst euch nicht hetzen. Lawinen sind unberechenbar. Eure Sicherheit ist wichtiger als Urlaubstage“.

Auch an anderen Orten ist der Schnee zurück: So teilt eine Webcam vom Kronplatz die Bilder vom erneuten Wintereinbruch. Die Temperaturen liegen dort bis zu einem Grad Celsius unter dem Juni-Durchschnitt der vergangenen Jahre und der Niederschlag ist circa 50 Prozent höher als sonst zu dieser Jahreszeit. Auch auf dem Stilfser Joch erschweren erneute Schneefälle die Fahrbedingungen.

Der Timmelsjochpass verbindet das österreichische Ötztal mit dem italienischen Passeiertal und ist mit einer Höhe von 2.474 Metern der höchste Grenzübergang beider Länder. Besonders bei Motorradfahrern ist er beliebt für die kurvige Straßenführung und den malerischen Blick in die Ferne. Die Mautstraße bleibt voraussichtlich bis Ende Oktober täglich von 7.00 Uhr bis 20.00 Uhr geöffnet. Die Betreiber versicherten bereits, dass die Straße mit Sommerreifen sicher befahrbar ist.

 

Quellen: Frankfurter Rundschau, ORF
Kommentare

Hinterlasse einen Kommentar

15 Kommentare auf "Timmelsjoch öffnet trotz erneuter Lawine"


Sortiert nach:   neuste | älteste | Relevanz
Aurelius
Aurelius
Kinig
1 Monat 11 Tage

mit aller Gewalt öffnen und dann sich wundern wenn es wieder jemanden erwischt mit der Schneelawine . der Mensch sollte mehr Respekt vor der Natur zeigen…aber der Rubel ist wichtiger

N. G.
N. G.
Kinig
1 Monat 11 Tage

Wie wärs mit Eigenverantwortung? Niemand zwingt dich da hoch zu fahren.

Staenkerer
1 Monat 11 Tage

@N. G. zuerst plärrt man über massenverkehr über de pässe,
nor denkn man laut über maut -sprich abzocke- der gäste de de posstroßn de se befohrn
nor haut massen an gelder ausi a posstroß mehr befohrbor zu mochn!
wie wars mit zualossn bis se von alloan ausobert, im winter kimmt ohne der jo a jeder dorthin wo er will denn wos i woaß isch des a panoramastroß, de es nit umbeding braucht!

Aurelius
Aurelius
Kinig
1 Monat 11 Tage

@N. G. beides

OrtlerNord
OrtlerNord
Universalgelehrter
1 Monat 10 Tage

Aur….
Die Lawine die da gezeigt wird ist sehr weit von der Straße weg in einem Seitental.
Insofern ist die Überschrift irreführend!

raunzer
raunzer
Superredner
1 Monat 11 Tage

Was rechtfertigt eigentlich diesen Gewaltakt jedes Jahr aufs neue.
Das Geld wäre besser angelegt, die Straßen auf Vordermann zu bringen, auf denen die Einheimischen täglich zur Arbeit müssen.

Skye
Skye
Tratscher
1 Monat 11 Tage

Ich würde den Urlaubern überhaupt keine Garantie geben, wann ein Pass, der über 2000m liegt befahren werden kann. Arrangiarti würde ich mal sagen. Außerdem bezweifle ich die Nachhaltigkeit und Sinnhaftigkeit der erzwungenen Räumung einer solch ausgesetzten Straße. Wer trägt denn die Kosten für diesen Gewaltakt? Wo ist Foppa?

algunder
algunder
Universalgelehrter
1 Monat 11 Tage

hoffentlich weit genua weck !!

Spacefish
Spacefish
Grünschnabel
1 Monat 11 Tage

Die Österreicher kassieren mir der Maut gut ab…wieso geht das nicht in Südtirol?!
Das Geld könnte das Land für Naturschutz einsetzen.

Staenkerer
1 Monat 11 Tage

frei jammern das zuviele fohrzeuge über de pässe unterwegs sein, und dafür schmeißt man mehr für frühzeitige räumung ausi
und nor soll a maut her damit wieniger fohrn? so a nonsens!

Staenkerer
1 Monat 11 Tage

koane possstroß mehr raumen bring der umwelt mehr wie a maut mit deren geld man natur sicher nit kafn konn….

OrtlerNord
OrtlerNord
Universalgelehrter
1 Monat 10 Tage

spac….
Die Räumung auf italienischer Seite wir laut dem Video auch von Österreich finanziert!

andr
andr
Universalgelehrter
1 Monat 11 Tage

Alfreider sollte sich doch um wichtigere Sachen kümmern, und zwar sogar um das Gegenteil, die Sperrung solcher Pässe
der höllenlärm der aufgedonnerten Motorräder ist ja nicht mehr auszuhalten. Alle sind manipuliert ohne schalldämpfer unterwegs
Das sind Probleme der Einheimischen, nicht ein schneebedeckter Pass. Der Schnee geht still und leise im richtigen Moment da braucht man keine großen Bagger auffahren um die Natur zu “vergewaltigen”

DerMensch
DerMensch
Neuling
1 Monat 11 Tage

kranker homosapiens

fingerzeig
fingerzeig
Superredner
1 Monat 11 Tage

alles dem klima zuliebe… ironie…off

wpDiscuz