Ex-Frau, Bruder und Imam festgenommen – VIDEO

Verstörend: Bei Exorzismus nach islamischem Ritus getötet

Montag, 25. März 2024 | 07:53 Uhr

Cuorgnè/Salassa – Dass nicht nur das Christentum, sondern auch der Islam nicht vor irregeleiteten und grausamen Exorzismusritualen gefeit sind, zeigt der Tod von Khalid Lakhrouti. Da seine Peiniger glaubten, dass er von Dämonen besessen sei, wurde der 43-jährige Marokkaner einem blutigen „Reinigungsritual“ unterzogen.

Unter Anleitung des Onkels des Opfers – des 52-jährigen Abdelrhani Lakhrouti, der gleichzeitig auch der Imam der lokalen islamischen Gemeinde ist – und im Beisein seiner 36-jährigen Ex-Frau Sara Kharmiz und seines 45 Jahre alten Bruders Nourddine Lakhrouti wurde Khalid Lakhrouti mehrere Male an einen Stuhl gefesselt und gefoltert. Die letzte „Sitzung“ des Exorzismus nach islamischem Ritus, dessen Ziel es war, dem Opfer das Böse auszutreiben, endete am vergangenen 10. Februar mit dem Tod des 43-Jährigen. Eineinhalb Monate nach der Tat sitzen die mutmaßlichen Täter hinter Gittern.

ANSA/ UFFICIO STAMPA CARABINIERI

Wie spätere Ermittlungen ergaben, war Khalid Lakhrouti, von dem die drei mutmaßlichen Täter glaubten, dass er vom Teufel besessen sei, von ihnen bereits mehrere Male in den Stall hinter seinem Haus in Cuorgnè nördlich von Turin geführt, dort an einen Stuhl gefesselt und lange gefoltert worden, aber beim letzten „Reinigungsritual“, das am 10. Februar entgegen den bisherigen Gepflogenheiten in der Wohnung des Opfers im benachbarten Salassa stattfand, erlitt der 43-jährige Marokkaner einen Herzstillstand. Die von den Anwesenden verständigten Rettungskräfte gingen zunächst davon aus, dass der Tod des Marokkaners von einer Überdosis Drogen verursacht worden sei.

Anstatt den Notarzt und die Carabinieri darüber aufzuklären, was wirklich geschehen war, taten Abdelrhani Lakhrouti, Sara Kharmiz und Nourddine Lakhrouti jedoch alles, um sie in die Irre zu führen. Wortreich versuchte vor allem der Imam Abdelrhani Lakhrouti, der als der Haupttäter gilt, das Opfer als Drogenabhängigen darzustellen, aber da mehrere Indizien nicht zu einem Drogentod passten, gerieten die drei bald selbst in Verdacht, etwas mit dem Tod des 43-jährigen Marokkaners zu tun zu haben. Verdächtig war insbesondere, dass die Rettungskräfte wegen angeblich vorhandener „Atemprobleme“ verständigt worden waren, Khalid Lakhrouti beim Eintreffen des Notarztes aber bereits seit mindestens eineinhalb Stunden tot war.

Facebook/Abdelrhani Lakhrouti

Die von der Staatsanwältin von Ivrea, Gabriella Viglione, geleiteten Ermittlungen der Carabinieri brachten bald die grausige Wahrheit ans Licht. Aus dem Ergebnis der von Gabriella Viglione angeordneten Autopsie der Leiche des Opfers ging hervor, dass Khalid Lakhrouti Opfer eines künstlich herbeigeführten Atemstillstands geworden war. Der Atemstillstand war durch ein Kissen hervorgerufen worden, was dem Opfer während des letzten exorzistischen Rituals auf das Gesicht gelegt worden war. In der Tat stellte der Gerichtsmediziner in der Luftröhre des Opfers einen Knopf mit vier Löchern sicher, den der 43-Jährige in seiner Verzweiflung durch den Mund „eingeatmet“ hatte.

Einer Rekonstruktion der Carabinieri zufolge ist der 43-Jährige im Rahmen mehrerer Teufelsaustreibungen zunächst mittels Kabelbinden mit Händen und Füßen an einen Stuhl gefesselt worden, woraufhin ihn seine Peiniger gefoltert haben. Im Anschluss eines dieser „Reinigungsrituale“ war Khalid Lakhrouti bereits einmal ins Krankenhaus von Ivrea eingeliefert und dort stationär behandelt worden.

Facebook/Abdelrhani Lakhrouti

Mit der Anschuldigung, Khalid Lakhrouti während eines exorzistischen Rituals getötet zu haben, nahmen die Carabinieri Abdelrhani Lakhrouti, Sara Kharmiz und Nourddine Lakhrouti wegen gemeinsam verübter vorsätzlicher Tötung fest. Während Abdelrhani und Nourddine Lakhrouti ins Gefängnis gebracht wurden, wurde Sara Kharmiz nach einem ersten Verhör in den Hausarrest überstellt.

Auf die Frage der Ermittler, warum er den Exorzismus nach islamischem Ritus vorgenommen hätte, antwortete Abdelrhani Lakhrouti, dass sein Neffe vom Teufel besessen gewesen sei. „Er erzählte mir, dass der Teufel von ihm verlangt habe, ihm seine Frau zu geben. Ich habe meine Hand auf seine Stirn gelegt und den Koran rezitiert“, so die Aussage des Imams von Cuorgnè. Offensichtlich blieb es jedoch nicht nur dabei.

Von: ka

Kommentare

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2 Kommentare auf "Verstörend: Bei Exorzismus nach islamischem Ritus getötet"


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geh mir net
geh mir net
Tratscher
1 Monat 24 Tage

jo,jo, die religion des friedens

latteguschtl
Grünschnabel
1 Monat 22 Tage

und hier das gleiche, Gefängnis aber nein doch, 1,5 Jahre Gefängnis abzüglich guter Führungsrabatt also nur noch 5 Monate

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