Lebensgefährte der Großmutter „geständig“ – VIDEO

Verstörende Tragödie: Sechsjähriger fast zu Tode geprügelt

Freitag, 30. Dezember 2022 | 08:07 Uhr

Ventimiglia – Die ligurische Kleinstadt Ventimiglia in der Nähe der Grenze zu Frankreich war Schauplatz eines fast unfassbaren Verbrechens.

Ein sechsjähriger Bub, der von den Eltern seiner Großmutter und deren Lebensgefährten anvertraut worden war, wurde vom 70-jährigen Lebensgefährten der Großmutter fast zu Tode geprügelt. Der kleine Bub wurde mit dem Hubschrauber in das Krankenhaus Gaslini von Genua gebracht, wo er sofort einer schwierigen Operation unterzogen werden musste. Ersten Informationen zufolge erlitt das Kind neben einer Armfraktur und dem Bruch von acht Wirbeln auch schwere Milz- und Lungenverletzungen. Der 70-Jährige, der zunächst angegeben hatte, dass das Kind von einem Auto angefahren worden sei, gestand im Verhör, den Buben verprügelt zu haben.

Facebook/Polizia di Stato

Die Tat geschah am vergangenen 19. Dezember. Der 70-Jährige und die Großmutter gaben an, dass ihnen der kleine Bub, der ihnen von seinen Eltern anvertraut worden war, in einem unbeobachteten Moment entwischt und auf die Straße hinuntergelaufen sei. Dort sei er dann von einem Auto angefahren und schwer verletzt worden, wobei der Lenker des Unfallfahrzeugs Fahrerflucht begangen habe. Der 70-jährige Lebensgefährte der Großmutter brachte den Buben, den er seinen Angaben zufolge schwerverletzt auf der Straße gefunden habe, zunächst zu seinem Vater, der an seinem Arbeitsplatz war.

Der Vater wählte sofort den Notruf. Der kleine Bub wurde nach einer Erstversorgung durch den Notarzt und den Rettungskräften mit dem Hubschrauber sofort in das Krankenhaus Gaslini von Genua geflogen, wo er sofort einer schwierigen Operation unterzogen werden musste. Ersten Informationen zufolge erlitt das Kind neben einer Armfraktur und dem Bruch von acht Wirbeln auch schwere Milz- und Lungenverletzungen. Die behandelnden Mediziner enthalten sich immer noch der Prognose.

Die mit den Ermittlungen zum Fall betrauten Polizeibeamten begannen bald, an den Angaben des 70-Jährigen zu zweifeln. Aus der Auswertung der Überwachungskameras der Umgebung ging hervor, dass in der betreffenden Straße zur wahrscheinlichen Tatzeit kein Auto unterwegs gewesen war. Zudem passten die erlittenen Verletzungen nicht zu einem Verkehrsunfall. In der Folge rückte der Lebensgefährte der Großmutter in das Zentrum der Ermittlungen.

Am Mittwoch kam es zur überraschenden Wende. In Begleitung seines Anwalts suchte der 70-Jährige das Polizeikommissariat auf und gab eine völlig andere Version des Sachverhalts ab. Der Mann soll den Ermittlern erzählt haben, er habe das Kind zu Hause geschlagen, weil er sich über sein Verhalten geärgert habe. Anschließend sei der Bub vom Mann verfolgt in den Hof hinter dem Haus geflüchtet, wo er gestürzt sei und sich dabei schwer verletzt habe.

Polizia di Stato

Auf diese Aussagen hin wurde der 70-Jährige wegen des Verdachts der schweren Körperverletzung ins Ermittlungsregister eingetragen. Weil laut der Staatsanwaltschaft von Imperia derzeit keine Flucht- oder Wiederholungsgefahr besteht, bleibt der Mann jedoch weiterhin auf freiem Fuß. Da der begründete Verdacht besteht, dass auch die Großmutter an der Tat beteiligt gewesen sein könnte, wurden auch gegen sie Ermittlungen aufgenommen.

Gegenüber den Ermittlern erklärte die Großmutter, dass sie nichts bemerkt habe, aber die Polizei und die Staatsanwaltschaft hegen den Verdacht, dass die Frau ihren Lebensgefährten schützen wolle. Laut einer Rekonstruktion des möglichen Tathergangs sei der Bub vom 70-Jährigen im Hof erneut verprügelt worden, wobei die Großmutter nichts getan habe, diese Tat zu verhindern oder um Hilfe zu rufen. Derzeit sind die Ermittler dabei, durch Zeugenaussagen und weitere Untersuchungen mehr Licht in den genauen Tathergang zu bringen.

Der Vater des Buben findet seit der Tat und seit dem Bekanntwerden der Aussagen des Mannes keine Ruhe. „Wenn es wahr ist, dass er das getan hat, muss er im Gefängnis verrotten. Ich kann es nicht ertragen, dass meinem Kind so etwas angetan wurde. Er hatte sogar die Frechheit, zu mir ins Krankenhaus zu kommen und mir Mut zuzusprechen. Woher hast du den Mut genommen, eine solche Tat zu begehen! Mein Sohn, ich kämpfe von ganzem Herzen für dich, für dein Recht und deine Würde“, so der Vater des Sechsjährigen auf Facebook.

Von: ka

Kommentare

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13 Kommentare auf "Verstörende Tragödie: Sechsjähriger fast zu Tode geprügelt"


Sortiert nach:   neuste | älteste | Relevanz
lago
lago
Grünschnabel
1 Monat 4 Tage

ich hoffe diese Bestie bekommt eine exemplarische Strafe. Armer Bub, was der wohl bei denen mitgemacht haben muss. Den Eltern wünsche ich viel Kraft.

Staenkerer
1 Monat 4 Tage

ach ormes büabl, i hoff und bet das du es schoffsch und das du nit mit bleibende schäden an körper und seele lebn muasch!
für den 70 jährige 👹 find i koane worte, er keart oanfoch weggsperrt

Holz Michl
Holz Michl
Tratscher
1 Monat 4 Tage

Wer bei den Kommentar 👎 druckt soll sich sofort Profesionelle Psychische hilfe suchn

Hudy17
Hudy17
Tratscher
1 Monat 4 Tage

sou eppes mocht mi prutal zornig, wie konn man lei i hoff selle monster werd zur rechschoft gzogen. Kluens Biebl i bet fir di das wieder gsund wersch.

N. G.
N. G.
Kinig
1 Monat 4 Tage

Hast du jemals versucht einen psychologisch durchdachten Elterfüherschein zu fordern? Sowas wird durch die Bank abgelehnt. Warum eigentlich? Nur ein Auto zu lenken, braucht es Tests ohne Ende, Kinder darf jeder der sich Vater, Mutter, Oma und Opa schimpft beaufsichtigten und erzieht! ?

Staenkerer
1 Monat 4 Tage

@N. G. meine kinder worn und sein charakterlich zu verschiedn um mit OAN patent weit zu kemmen, do hat i schun für jedes a onders mochn gmiet …..

Paladin
Paladin
Superredner
1 Monat 1 Tag

@N.G. man kann befürchten dass dann sehr viele keine Kinder haben dürften. Grundsätzlich sicherlich nicht ganz falsch der Gedanke, nur die Umsetzung ist dann wohl eher in den Bereich “Diktatur” oder Schlimmeres anzusiedeln. Wenn man so denkt, bräuchte es für vieles mehr auch einen “Test”, das würde dann allerdings ausufern.

Leonor
Leonor
Universalgelehrter
1 Monat 4 Tage

Er hatte sogar die Frechheit, zu mir ins Krankenhaus zu kommen und mir Mut zuzusprechen. Woher hast du den Mut genommen, eine solche Tat zu begehen!

Dann hat dieser Herr auch was in der Vergangenheit was zuschulden kommen lassen. Wenn er so ruhig verhalten kann.

Hustinettenbaer
1 Monat 4 Tage

@Leonor
Ein beunruhigender, logischer Gedanke.

Evi
Evi
Universalgelehrter
1 Monat 4 Tage

Biabl i wünsch dir, dass du wieder gonz gsund wersch 🙏🍀
Und den furchtborn Mensch die gerechte Strof.

Rosenrot
Rosenrot
Superredner
1 Monat 4 Tage

Ungeheuerlich, ein Kind so zu behandeln. Ich hoffe, er bekommt seine Strafe.

Trina1
Trina1
Kinig
1 Monat 4 Tage

Leider nach den neuesten Meldungen war die Grossmutter beteiligt! Ich glaube bei so einem Verbrechen gibt es gar keine gerechte Strafe! Dem Kind wünsche ich, dass er wieder gesund wird und Professionelle Hilfe bekommt das zu verarbeiten und den Eltern viel Kraft! Schrecklich 😔

Nathanbosemann
Nathanbosemann
Grünschnabel
1 Monat 3 Tage

Was für soziale Abstürze, es graust mich!

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