Landesverwaltung braucht dringend Juristen

1.700 Euro? Kein Bock auf Job beim Land

Donnerstag, 16. Februar 2017 | 12:10 Uhr

Bozen – Das Land schreibt allein heuer sechs Stellenwettbewerbe für die gefragtesten Berufskategorien aus. 20 Juristen, 20 Wirtschaftswissenschaftler und 20 Politikwissenschaftler werden gesucht. Doch der Haken an der Sache: Das Einstiegsgehalt liegt bei 1700 Euro netto. „Wir sind nicht immer konkurrenzfähig“, gibt Personallandesrätin Waltraud Deeg unumwunden laut einem Bericht des Tagblatts Dolomiten zu.

Allein im Jahr 2017 werden rund 50 Landesbeamte der sechsten Funktionsebene – mit Matura – in Pension gehen. „Leute mit enormem Wissen und Erfahrung. Und diese Leute müssen wir großteils mit Akademikern nachbesetzen“, erklärt Hanspeter Staffler, Generaldirektor der Landesverwaltung.

Die Auflagen und Bestimmungen werden immer komplizierter, weshalb die Neuankömmlinge entsprechend fit sollten. „Im vergangenen Jahr haben wir zwei Wettbewerbe für Juristen abgewickelt und insofern haben wir als Landesverwaltung den Markt bereits ausgedünnt“, sagt Staffler.

Doch 1.700 Euro netto als Einstiegsgehalt – 13 Mal – scheinen nicht wirklich berauschend für einen ambitionierten Akademiker zu sein.

„Das Geld ist nur ein Element. Ein sicherer Job und die Benefits wie Elternzeiten, Bildungsurlaube usw. sind auch viel wert. Aber selbstverständlich macht sich jeder seine Rechnung“, erklärt Staffler gegenüber den „Dolomiten“. Außerdem gibt er zu bedenken, dass Südtirols Nachwuchsakademiker heutzutage viel mobiler seien und sich schauen sich umschauen würden, was Nachbarländer wie Österreich, Deutschland oder die Schweiz zu bieten haben. Das sei ähnlich wie bei den Jungärzten.

Zudem werde das Metier Verwaltung immer komplizierter – sowohl im öffentlichen Bereich als auch in der Wirtschaft und bei den Unternehmen. Daher seien Juristen Staffler in der Privatwirtschaft genauso gefragt wie beim Land.

Damit es der öffentlichen Verwaltung nicht so „wie dem Sanitätsbetrieb mit den Ärzten“ geht, will das Land ein Projekt starten. Kommende Woche findet die Kick-Off-Veranstaltung zum Thema Landesverwaltung 2025 statt.

„Wir müssen den Versuch wagen, vorauszudenken, zumal die Knappheit an gutem Personal zunehmen wird und junge Leute sich den Arbeitgeber aussuchen, und nicht umgekehrt. Das heißt für uns als Landesverwaltung: Wie werden wir attraktiver? Wie holen und binden wir junge Nachwuchskräfte ans Land?“, stellt Staffler die Grundsatzfragen in den Raum.

Er rät dazu, schon jetzt die Weichen zu stellen, zumal die Reaktionszeiten des Landes – angefangen bei einer etwaigen neuen gesetzlichen Grundlage bis zu neuen, veränderten Kollektivverträgen – lange dauern.

Von: mk

Bezirk: Bozen

Kommentare

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47 Kommentare auf "1.700 Euro? Kein Bock auf Job beim Land"


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Alpenrepuplik
Superredner
1 Monat 11 Tage

1300 Euro Brutto…und wieviel bleib netto????? Zuviel zum Sterben und zuwenig zum überleben….wie soll ein junger Mensch davon Miete, essen, Auto, usw bezahlen…?????????

matthias_k
Universalgelehrter
1 Monat 11 Tage

Alpenrepublik
ich habe mir den Artikel 3mal durchgelesen und wo bitte liest du 1300 BRUTTO??

Geri
Grünschnabel
1 Monat 11 Tage

Wieso 1300 Euro Brutto, wo steht das?

Bipa
Grünschnabel
1 Monat 11 Tage

und ausserdem, beim land verploedet man oder man stirbt an krebs! Nicht nur weil alles viel zu politisch ist,weil auch Nix-Tun ist eine Kunst oder leider in dem fall auch ueberlebenstraining  ist   tz

giftzwerg
Tratscher
1 Monat 11 Tage

1700 netto und net 1300

maria zwei
Superredner
1 Monat 11 Tage

@Geri …netto steht auch nicht 🤗

nixischfix
Grünschnabel
1 Monat 11 Tage

@Geri
der redet von sich selbst…
vermute ich mal…

elvira
Tratscher
1 Monat 11 Tage

@maria zwei
wol steat ..

maria zwei
Superredner
1 Monat 10 Tage

@elvira hobs noamol glesn…..jo steat!!!!
Also so schlimm isch des als Onfongsgeholt a wieder nit wenn i denk dass viele Leit mit weniger über die Rundn kemmen miassn.
Wieviele Studierte gibs de ols Kellner oder sowos ähnliches orbeitn miassn, weil sie sonscht koan Job kriagn!

mika
Grünschnabel
1 Monat 10 Tage

Leute, hier scheinen ja einige den Unterschied zwischen Bretto und Nutto nicht zu kennen..

krakatau
Tratscher
1 Monat 9 Tage

@mika  Der Unterschied zwischen brutto und netto ist: Brutto ist 100 %, netto ist 30 %, wer also brutto 1.000 € verdient, dem bleiben nach Steuern und Abgaben noch 300 € netto.

denkbar
Superredner
1 Monat 9 Tage

In dem Artikel wird von 1.700 Euro Netto Anfangsgehalt gesprochen!!! Der Jurist der beim Anwalt anfängt zu arbeiten kann von dem Gehalt nur träumen. Das sei auch einmal gesagt!

a sou
Grünschnabel
1 Monat 11 Tage
Dieser Artikel ließt sich wie ein einziger langer, trauriger Witz! 1. Die Alten Maturanten und die Neuen sollen Akademiker sein?!  2. Alten Maturanten bekommen wahrscheinlich mehr Rente als die neuen Akademiker Gehalt und sehr “Fit” sollten sie auch schon sein. 3. Ein junger Jurist soll mit 1700€ zufrieden sein, während sich die “Führungskräfte, Direktoren & Konsorten”, die die Arbeit nur auf die 1700€ Jobber abwälzen, das 10fache und mehr im Monat zukommen lassen. 4.Junge Leute suchen sich den Arbeitgeber aus und nicht umgekehrt? Aha, was ist dann mit euren ganzen importierten Fachkräften? 😉  Ihr seit nicht Konkurrenzfähig wegen eurer Überheblichkeit,… Weiterlesen »
Terminator
Grünschnabel
1 Monat 11 Tage

Sie sprechen mir aus der Seele

genau
Superredner
1 Monat 10 Tage

DAS KANN ICH NUR UNTERSCHREIBEN!!
BESONDERS DEN LETZTEN ABSATZ!!!

Chicco
Neuling
1 Monat 11 Tage

Und dann behauptet unser Landeshauptmann wir jammern auf hohem Niveau !! Nicht jeder hat ein Politiker Gehalt !! Leider !

genau
Superredner
1 Monat 11 Tage

tut ihr auch!!!!! xd

enkedu
Universalgelehrter
1 Monat 11 Tage

die verdienen sich auch nicht mehr. das kommt erst mit der zeit. mit blossem studium kannst du faktisch noch gar nichts.
ist leider so

Bernd
Grünschnabel
1 Monat 11 Tage

Fürs nix tian sind 1700 € netto auf jeden Fall zu viel! Wie man heute in der Alto Adige liest fehlen diese Herren und Damen im Durchschnitt jeden 4 Tag ! Umgerechnet bedeutet das , dass bei 220 Arbeitstage im Jahr jeder 55 !! Tage im Jahr nicht beim Dienst erscheint ! Das geht natürlich nur bei den öffentlichen die mit Steuergeldern bezahlt werden – ein Privat Unternehmen wäre längst schon pleite!

Lex
Tratscher
1 Monat 11 Tage

Italienische Gehälter und Südtiroler Preise. Das wird uns noch teuer zu stehen kommen.

krakatau
Tratscher
1 Monat 9 Tage

Lex – Eine Arbeitsstunde in der Schweiz kostet 58,13 €, in Deutschland 38,99 €, in Italien 27,92 €  und in der Ukraine 1,78 €.  Also müsste man (etwas übertrieben) Südtirol vergleichen mit der Schweiz und der Ukraine. Bei uns möchte man Löhne zahlen wie in der Ukraine aber alles andere liegt auf dem Niveau der Schweiz

Ralph
Tratscher
1 Monat 11 Tage

im übrigen ist ein einstiegsgehalt von 1700 netto extrem hoch. hochschulabsolventen sind im grunde nichts anderes als lehrlinge.

mika
Grünschnabel
1 Monat 10 Tage

@Ralph “extrem hoch”? Blödsinn. Und dass Hochschulabsolventen “nicht anderes als lehrlinge” seien, erscheint wohl höchstens dem so, der eine Hochschule selbst wohl noch nichtmal von außen gesehen hat. Zugegeben, es kommt auf das Fach an. Aber hier wird ja über Juristen gesprochen und nicht über irgendwelche typischen Frauenstudiengänge.

Ninni
Superredner
1 Monat 11 Tage

man studiert, studiert um mal was zu verdienen…
weil mit Marura alleine..sagt man..erreichst nix..

dann..dann..dann..

besser auswärts mitn Titel ..ab von da..
alter Hut …

Ralph
Tratscher
1 Monat 11 Tage

alle die so denken können gerne gehen. jedes gehalt das bezahlt wird, muss zuerst erwirtschaftet werden, noch nie daran gedacht??

Mistermah
Superredner
1 Monat 11 Tage
Milchbubenrechnung! Was muss erwirtschaftet werden im öffentlichen Dienst? Dort zählt der Dienst am Bürger punkt. Willst du wirtschaftliche Verhältnisse dann bezahle den vollen Preis für alle Leistungen, die du beanspruchst. Sanität, pension, Bildung, Verwaltung, Sicherheit, Straßen, Müll, Infrastruktur für Strom, wasser, gas, Kanalisation alles was öffentliche verwaltet wird usw usw. Dann brauchst du auch keine Steuern zahlen. Und weiters gehen 80% des Gehalts durch steuern und indirekten Steuern beim Konsum und Wertschöpfung (gut für die Wirtschaft) an den Staat ergo Arbeitgeber zurück. Das heißt unterm Strich kostet ein öffentlicher bediensteter relativ wenig. Diese 20% Leistung musst sogar du ihnen zugestehen… Weiterlesen »
Bernd
Grünschnabel
1 Monat 10 Tage

Von wegen Milchmädchen Rechnung! So denken und Rechnen kann nur ein Beamter! Welchen Mehrwert produziert die öffentliche Verwaltung ? Null Komma Josef ! Sind wird von den Steuern der produzierenden Wirtschaft mit deren Arbeitnehmern finanziert ! Oder regnet es vielleicht das Geld vom Himmel? Das wäre das gleiche ,wenn ich als Baufirma 20 Sekretärinnen und 2 Maurer beschäftigen würde ,na dann gute Nachr!

Dagobert
Grünschnabel
1 Monat 11 Tage

Ma 1700 € für wenig Arbeitsleistung, Freitag Mittag Feierabend glaube ich müsste schon passen!

Savonarola
Tratscher
1 Monat 11 Tage

im Land ist Freitag Nachmittag nicht frei.

Fantozzi
Grünschnabel
1 Monat 11 Tage

fuer denn dass de olle studiert hoben isch 1700 a witz – sel kreg bol jeder magazineur – ober olle leben bei ins so wenn se 4000 verdianen – fette auto – urlaub – ausgian – wohnung und und und – ausser es kimp a x a boersencrash wieder nor hengen de olle auf die bam – Boh 🙂

Nico
Grünschnabel
1 Monat 11 Tage

wos redschn du fir an schmorrn u wo lebsch du? a Magazineur krig vllt. noch 10 Johr 1.700 € und do Durchnittslohn in Südtirol unter der normal arbeitender Bevölkerung isch netto 1560 € !! wenn de Akademiker mit 1.700 netto unfong und noch kurzer Zeit eh af 2.500 +….. oben sein u wenn sel isch ihnen zi wianig noa solln se holt schaugn obs ihnen irgendwo onderst besser geat – et la finanziell !

Zivi
Grünschnabel
1 Monat 11 Tage

Das Schlimme an den Anfangsgehältern ist, dass sie jahrelang wirklich “Anfangsgehälter” bleiben, weil sie kaum steigen und die Inflationsrate auch nicht wettmachen können.

Ralph
Tratscher
1 Monat 11 Tage

den nichtstunjob beim land muss niemand machen, jeder ist frei sich seinen traumjob zu suchen. die landesangestellten verdienen sowieso zu viel für das was sie leisten

Savonarola
Tratscher
1 Monat 11 Tage

@Ralph
dann erzähle mal; wir wollen Fakten hören.

Savonarola
Tratscher
1 Monat 11 Tage

man müsste die lavativi entlassen und das Geld auf die fähigen und fleissigen Bediensteten aufteilen…pochi ma buoni, Klasse statt Masse.

Ralph
Tratscher
1 Monat 11 Tage

für was 20 anwälte, 20 politikgenies und 20 wirtschaftler?
um sich die zeit zu vertreiben??
ich schlage vor, je 5 sind mehr als genug wenn diese auch arbeiten.
wenn ein engpass entsteht kann man einige aufträge auch externen freiberuflern übertragen.
der steuerzahler spart geld und den freiberuflern ist geholfen

Laempel
Grünschnabel
1 Monat 11 Tage

Das hausgemachte, endlos verschachtelte, nimmersatt datenhungrige, bürgerferne Bürokratiemonster wird nun sogar für seine neunmalklugen Schöpfer und pingelig päpstlichen Betreuer völlig unüberschaubar und macht aus der Landesverwaltung zusehends eine sündteure kontraproduktive Landesvergewaltigung alla Turm zu Babel, von der jeder versucht fern zu bleiben und wo es für Ehrliche kein Entrinnen mehr gibt.

Leitwolf
Grünschnabel
1 Monat 11 Tage

1700 € für einen Akademiker erscheinen mir wenig, wenn man bedenkt, dass ein Lehrer (meine Nichte nur Matura kein Studium, O Erfahrung) mit 1700 € in einer Grundschule angefangen hat.

sarnarle
Grünschnabel
1 Monat 10 Tage

Wieso vergleichen wir uns bei den Löhnen nicht mit unseren nördlichen Nachbaren? Deutschland, Österreich, Schweiz?

Geri
Grünschnabel
1 Monat 10 Tage

@ sarnarle

Du hast vollkommen Recht. Wenn man die Gehälter unserer Nachbarländer und unsere hier vergleicht, dann kann man sich nur noch wundern. Da schreit keiner (aus dem südlichen Tirol) mehr, dass er lieber bei Italien wäre. Wetten?

Bernd
Grünschnabel
1 Monat 10 Tage

Doch, doch die Politiker verdienen da die Hälfte von unseren Genies! Und übrigens vergleicht bitte den Bruttolohn , dann werdet Ihr sehen das Italien die höchsten Lohnkosten bei niedrigster Produktivität bezahlt. Dass netto nicht viel übrigbleib ist die Schuld des Staates nicht des Arbeitgebers!

knoflheiner
Tratscher
1 Monat 10 Tage

i,  wenn i noamoll auf die Welt kimm, nocher wär i a Politiker.
Do brauch in nitt viel tin und honn an gscheiden Geholt.

Surfer
Grünschnabel
1 Monat 10 Tage

sel geat net weil die wählt sicher niemand konsch jo probieren! Politiker konnsch olm no werden nor tua…

Terminator
Grünschnabel
1 Monat 11 Tage

Beim Staat verdient man mehrer und arbeiten 36 h die Woche. Viel flexiblere Arbeitszeiten und besssere Karrierechancen.

Pietz
Grünschnabel
1 Monat 10 Tage

Selbst verdienen sie 4500 Euro und nicht gelernt Politiker zu sein , aber einen der den Beruf gelernt hat, die hälfte bezahlen … die Besten verschinden von diesem Land und das ist auch gut so..hoffentlich kommen sie nicht wieder zurück.

silas1100101
Tratscher
1 Monat 8 Tage

Ich will einen Job beim Land!! Aber ich werde nicht in die Rangliste eingetragen! Immer abgelehnt! Obwohl ich mich nur um einen minderen Job beworben habe! Putzen oder Hausmeister oder so was! Und dann jammert das Land dass sie niemand findet!

krakatau
Tratscher
1 Monat 9 Tage

Davon gibt es schon viel zu viele. Was es braucht sind Menschen mit Verstand und Arbeitswillen

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