Israelische Soldaten fühlten sich bedroht (Archivbild)

Acht Polizisten bei israelischem Angriff in Gaza getötet

Sonntag, 15. März 2026 | 15:34 Uhr

Von: APA/dpa

Bei einem israelischen Angriff auf ein palästinensisches Polizeiauto im Gazastreifen sind nach Angaben von Medizinern acht Polizeibeamte getötet worden. Der tödliche Angriff habe sich in Al-Sawaida im Zentrum des Palästinensergebiets ereignet, erklärte das Al-Aqsa-Krankenhaus in der Stadt Gaza am Sonntag.

Das von der radikalislamischen Hamas geleitete Innenministerium bestätigte die Zahl der Todesopfer. Unter ihnen befand sich demnach der Polizeichef im Zentrum des Gazastreifens.

Trotz einer seit Oktober geltenden Waffenruhe im Gaza-Krieg gibt es immer wieder Angriffe und Gewalt in dem Palästinensergebiet. Auslöser des Krieges war der Großangriff der Hamas und anderer islamistischer Kämpfer auf Israel am 7. Oktober 2023.

Palästinensische Familie im Westjordanland getötet

Israelische Soldaten eröffneten im besetzten Westjordanland das Feuer auf ein Fahrzeug und töteten dabei vier Mitglieder einer palästinensischen Familie. Es handle sich dabei um die Eltern sowie zwei Kinder im Alter von fünf und sieben Jahren, teilte das palästinensische Gesundheitsministerium am Sonntag mit. Zwei weitere Kinder seien bei dem Vorfall in Tammun im Norden des Westjordanlands verletzt worden. Mehrere der Familienmitglieder hätten Schussverletzungen am Kopf erlitten.

In einer Mitteilung der israelischen Polizei hieß es, Polizeikräfte sowie Soldaten seien zu einer Razzia in Tammun unterwegs gewesen. Ziel sei die Festnahme von Personen gewesen, “die im Verdacht stehen, an terroristischen Aktivitäten gegen Sicherheitskräfte beteiligt zu sein”.

Während des Einsatzes habe ein Fahrzeug in Richtung der Einsatzkräfte beschleunigt. Diese hätten sich bedroht gefühlt und das Feuer eröffnet. Vier Palästinenser in dem Fahrzeug seien getötet worden. Die Umstände des Vorfalls würden von den zuständigen Stellen untersucht. Nach palästinensischen Medienberichten hatte der Vater der Familie keine bekannten Verbindungen zu Terrororganisationen.

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