BürgerUnion: „System und Information mangelhaft“

Basisarztwahl in Bruneck: Anstehen ab 4.00 Uhr in der Früh

Montag, 10. September 2018 | 19:59 Uhr

Bozen/Bruneck – “Auch in Bruneck wie bereits in manch anderen Gemeinden bildeten sich heute aufgrund der Basisarztwahl lange Menschenschlangen. Dieses Arztwahlsystem und die Informationspolitik des Sanitätsbetriebes ist rundweg überholt und irreführend”, so der Landtagsabgeordnete der BürgerUnion, Andreas Pöder.

“Bei mir hat sich eine Reihe von Bürgern gemeldet – mit Fotos von den Menschenschlangen. Die Bürger haben auch ihrer Verärgerung Luft gemacht. Eine hochschwangere Frau zum Beispiel hat sich gemeldet mit der nachvollziehbaren Aussage, dass sie es nicht schaffen würde, stundenlang anzustehen. Es könne doch nicht sein, dass dieses Arztwahlsystem darauf ausgelegt ist, dass man sich um 4.00 Uhr in der Früh vor die Türen des Sanitätssprengels stellen müsse, um noch einen Hausarzt wählen zu können”, zitiert Pöder aus erhaltenen Beschwerdemitteilungen von Bürgern.

“Bürger haben das Gefühl, sie müssten sich bei der erforderlichen Basisarztwahl bereits in aller Hergottsfrüh anstellen, um nicht ohne Basisarzt zu bleiben. In Bruneck standen bereits ab 4.00 Uhr Menschen vor der entsprechenden Sprengelstelle an, um einen neuen Hausarzt zu wählen. Die nachträgliche Auskunft der zuständigen Stellen, dass niemand Angst haben müsste, ohne Hausarzt zu bleiben, sind im Nachhinein wenig hilfreich. Die Menschenschlangen verdeutlichen ein tiefes Misstrauen gegenüber dem Sanitätsbetrieb”, so Pöder.

Die Art der Hausarztwahl, der von der Bevölkerung befürchtete Hausärztemangel und auch die Informationen für die Bürger würden für Verwirrung und Verunsicherung sorgen. Dieses System der Ärztewahl sei zu überdenken, erklärt die BürgerUnion. Auch die die Fünf-Sterne-Bewegung, die Freiheitlichen und die Süd-Tiroler Freiheit kritisierten die Zustände bei der Hausarztwahl.

Von: mk

Bezirk: Bozen, Pustertal

Kommentare

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22 Kommentare auf "Basisarztwahl in Bruneck: Anstehen ab 4.00 Uhr in der Früh"


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gogo
gogo
Neuling
9 Tage 7 h

Hoffe nur das in der Menschenschlange hauptsächlich SVP
Wähler stehen …..

michaelp
michaelp
Grünschnabel
9 Tage 5 h

Das Hausarztsystem in Südtirol ist schon lange nicht mehr zeitgemäß und gehört überarbeitet. Ganz ehrlich, mehr als Zettelschreiber sind die Hausärzte hierzulande eh nicht, kaum einer bildet sich fort – warum auch, das Geld kommt ja von alleine, es ist überhaupt kein Anreiz da, sich zu bemühen und v. a. qualitativ hochwertig zu arbeiten. 

DerDaDrueben
DerDaDrueben
Neuling
9 Tage 3 h

Also bitte. Vermutlich glauben Sie die Hausärzte sitzen während der Öffnungszeiten die Zeit ab, verschreiben was die Pharmaindustrie Ihnen sagt und gehen dann mit 200000€/Jahr nach Hause… Ganz toll. Vor lauter Langeweile scheint den Job auch niemand mehr machen zu wollen … *ironie aus*

sanibel
sanibel
Grünschnabel
9 Tage 3 h

is problem isch wenn man mehr tuat kriag mans net gezohlt – siegt dor maßnahmenkatalog net vor dass man z.b. an ultraschall mocht; selber bluatproben nimmt, ekg mocht, longzeitbluatdruck, spiro usw..
leider

krakatau
krakatau
Universalgelehrter
8 Tage 14 h

Von den 200.000 € bleiben am Ende nach Abzug der Kosten für die Praxis und eine Sekretärin und besonders nach Steuern nicht mehr viel übrig – das sage ich, bin aber kein Arzt

michaelp
michaelp
Grünschnabel
7 Tage 5 h
@DerDaDrueben  Nein, das glaube ich nicht und hab ich auch nicht geschrieben. Aber ich hatte bisher 3 Hausärzte und außer Rezepte für Medikamente und Überweisungen an Facharzt haben sie nichts weiter tun müssen – so ist es auch bei den meisten anderen Patienten. Die Kompentenz mancher Hausärzte lässt auch zu wünschen übrig, da sie vielfach an Erste Hilfe überweisen mit häufig falscher Erstdiagnose. Weil’s eh wurscht ist. In Österreich z. B. kann man direkt zu jedem Facharzt (seines Vertrauens) gehen, der mit einer Krankenkasse zusammenarbeitet – und das tun die meisten.. Da bekommt man schneller und qualitativ hochwertigere Hilfe als… Weiterlesen »
wellen
wellen
Superredner
9 Tage 4 h

Bedankt euch bei der SVP

Calimero
Calimero
Superredner
9 Tage 5 h

Eine Schande!

Hons1980
Hons1980
Grünschnabel
9 Tage 6 h

Sauhaufn

Mikeman
Mikeman
Universalgelehrter
9 Tage 6 h

in solchen Sachen sieht man den Fortschritt einer Gesellschaft, wer diese Schikkanen dann mit macht sind dann immer die einfachen Bürger . Aber die Schuld dran hat natürlich niemand ,iss ja logisch –

Nico
Nico
Tratscher
9 Tage 3 h

unerhört solche Zustände!! es wurde im vornherein von besagten Sanitätssprengel gesagt, man muss sich am 10. September um 8:00 uhr anstellen ansonsten gebe es keine möglichkeit!?! erst im Nachhinein wurde dann (nach 5 stunden anstehen!! 😬) mitgeteilt dass man sich keine Sorgen machen müsse keinen Hausarzt mehr zu bekommen!
solche Zustände gehören ins Mittelalter und nicht ins Jahr 2018! Das wird noch Konsequenzen haben “lieber” Sanitätsbetrieb Bruneck

tommile
tommile
Tratscher
9 Tage 3 h

es hot niemand die leit ungstellt, do um 4 in do friah unzistiahn …. i hatt a gemiasst wähl, obo mir follat im Tram net in do in oller Friah auzistiahn und do unzistiahn

Bluemchen
Bluemchen
Tratscher
8 Tage 17 h

@tommile
Aber dann aufregen, wenn du nicht mehr den Arzt bekommst, den du gerne haben möchtest ?!?!?!

Brixbrix
Brixbrix
Tratscher
9 Tage 3 h

Rückfall in die Steinzeit.

Südtiroler Vorzeige Gesundheitssystem lässt grüssen !!!!!

Wahnsinn solche Zustände!!!

rapunzel86
rapunzel86
Neuling
9 Tage 4 h

Do wortn die Lait woll eha so friah weilse hoffn no an Plotz ba an gewissn Orzt zi kriagn. Wennman späta dron isch mussman nem wos ibrig bleib

Terminator
Terminator
Tratscher
9 Tage 2 h

Svp debakel

Kurios
Kurios
Superredner
9 Tage 1 h

Die SVP hat in 70 Jahren Allmacht auch für dieses Schlamassel gesorgt. Aber der treue, demente Südtiroler behauptet nach wie vor dass es uns sooooo guuut geht unter dieser Herrschaft

krakatau
krakatau
Universalgelehrter
8 Tage 14 h
Diese Posse ist an Lächerlichkeit nicht zu überbieten. Da müssen Hunderte Menschen anstehen wegen einer lächerlichen Arztwahl. Wie weiland in den kommunistischen Staaten um ein Stück Brot. Was denken sich eigentlich die Verantwortlichen Manager/ innen ?. Als Betroffener und nach einigen Versuchen und jedesmal gegensätzlichen Auskünften blieb nichts anderes wie anstehen. Es waren auch alte Leute und Kranke und von denen verlangt man dass sie sich stundenlang anstellen ? Wie dumm muss man eigentllch sein um eine leitende Stelle in einem öffentlichen (vom Steuerzahler finanzierten ) Arbeitsplatz zu ergattern ? Frei nach: Was ist der Unterschied zwischen Bürokraten und der… Weiterlesen »
Blaba
Blaba
Grünschnabel
8 Tage 17 h

Des isch jo kaum zu glabn… und des ba ins do!!!

maikaefer8
maikaefer8
Grünschnabel
8 Tage 15 h

Das Problem ist wohl eher, dass es Hausärzte gibt zu denen offensichtlich niemand will. Würde sich leicht mit ausreichend Wettbewerb lösen lassen. Die zu denen niemand will verdienen einfach entsprechend wenig.

So ist das
So ist das
Superredner
8 Tage 17 h

Südtirol steht eben gut da dank der derzeitigen politischen Verhältnisse 🤔

Marco schwarz
Marco schwarz
Tratscher
1 Tag 13 h

Eines verstehe ich in der ganzen Diskussion nicht? Wieso informieren sich die Leute nicht vorher: wenns jemand nicht weiß, die betroffenen hätten auch nach Sand in Taufers oder Innichen gehen können um den Hausarzt an entsprechender Stelle zu wählen… Sand in Taufers war leer, Innichen waren grad mal 30 Personen. Aber immer erst gegen SVP wettern, gel? Weil Eigeniniziative und Informieren gehört sich nicht

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