Mehr Grün, weniger Asphalt

Bozen entsiegelt Flächen und pflanzt neue Bäume

Freitag, 09. Januar 2026 | 14:55 Uhr

Von: Ivd

Bozen – Der Parkplatz am ehemaligen Sitz des Kraftfahrzeugamtes in der Pfarrhofstraße wurde entsiegelt und begrünt, und am Radweg in den Grieser Auen wurden viele neue Bäume und Sträucher gepflanzt, die für Schatten und eine gute Aufenthaltsqualität sorgen

Bozen macht weiter mit der Entsiegelung und Verschönerung des Stadtraums: Seit einigen Tagen verfügt die Stadt über zwei neu begrünte Bereiche, die dazu beitragen, Bozen klimaresilienter zu machen, und die Umwelt- und Aufenthaltsqualität im öffentlichen Raum nachhaltig verbessern. Die beiden Begrünungsprojekte wurden mit Unterstützung des Ministeriums für Umwelt und Energiesicherheit im Rahmen eines Pilotprojekts zur Anpassung der Städte an den Klimawandel umgesetzt.

Auf dem Parkplatz vor dem ehemaligen Sitz des Kraftfahrzeugsamtes in der Pfarrhofstraße wurden rund 900 m² versiegelte Bodenbeläge entfernt und durch eine wasserdurchlässige Pflasterung ersetzt. Dadurch kann das Regenwasser nun vor Ort versickern, sodass bei Starkregen keine Schäden durch große Wasseransammlungen zu befürchten sind. Außerdem wurden 15 neue Platanen gepflanzt. Diese Bäume eigenen sich besonders gut zur Bekämpfung des sogenannten „Hitzeinsel-Effekts“. Auf den bestehenden Grünflächen wurden hingegen artenreiche Blumenwiesen angelegt. Die Kosten für die Verschönerung und Begrünung dieser Fläche beliefen sich auf rund 171.000 Euro und wurden vollständig vom Umwelt- und Energieministerium übernommen.

Im Rahmen eines weiteren Projekts wurden die Grünflächen am neuen Rad- und Fußweg zwischen dem Weingartenweg und der Carlo-Maria-Giulini-Straße in den Grieser Auen verschönert. Am Radweg entlang entstand ein durchgehender grüner Korridor mit 66 neuen Bäumen sowie mehr als 600 neuen Sträuchern und Rankpflanzen, der die städtischen Grünräume untereinander besser vernetzen soll. Außerdem stärken die neuen Pflanzen die Artenvielfalt. Die Kosten für diesen Eingriff beliefen sich auf rund 338.000 Euro. Auch dieses Begrünungsprojekt wurden mit Geldern aus dem Umwelt- und Energieministerium finanziert.

„Diese Projekte zeigen, dass wir unsere Stadt mit klugen und gezielten Eingriffen widerstandsfähiger gegenüber dem Klimawandel und gleichzeitig lebenswerter machen können,“ betonte Bozens Umweltstadtrat Marco Caruso. „Indem wir den Stadtraum begrünen, versiegelte Flächen aufbrechen und mehr Bäume und Sträucher pflanzen, sorgen wird für ein besseres Mikroklima und mehr Artenvielfalt. Gleichzeitig schaffen wir einladende, angenehme Aufenthaltsorte für die Menschen in unserer Stadt.“

Die Projekte wurden auf Initiative des städtischen Umweltressorts von der Dienststelle für die Grünflächenplanung von Grünflächen umgesetzt.

Bezirk: Bozen

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