Caramaschi: "Fühlen uns allein gelassen"

Bozen räumt illegale Behausungen von Flüchtlingen

Samstag, 03. Juni 2017 | 15:32 Uhr

Bozen – Ausgebreitete Kartone, improvisierte Zelte und Baracken an den Flußufern, Schlafsäcke und aufgehängte Wäsche zwischen den Bäumen hinter dem Bozner Stadtheater – Bozen fühlt sich mit der Unterbringung und Versorgung der immer zahlreicheren Flüchtlinge überfordert und allein gelassen. Bürgermeister Renzo Caramaschi beklagte, die Unterkünfte in der Stadt würden mittlerweile aus allen Nähten platzen, und die neuen Flüchtlinge wüssten einfach nicht, wohin sie gehen sollten. Allein im Ex-Alimarket-Gebäude in Bozen Süd leben zurzeit 270 Flüchtlinge, die Unterkunft ist damit bereits überfüllt. Jede Nacht müssten rund 30 Flüchtlinge auf der Straße und unter Brücken schlafen. “Das ist ein Problem für die Hygiene und die Sicherheit”, beteuert Caramaschi. Die Polizei und die Umweltbetriebe SEB würden diese illegalen Behausungen zwar immer wieder räumen, Jedoch entstehen in selben Tempo andernorts wieder neue – schließlich müssen die Menschen ja irgendwo schlafen. Der Bürgermeister wandte sich daher mit dringendem Appel an die anderen Gemeinden, endlich Flüchtlinge aus der Landeshauptstadt aufzunehmen und diese dadurch zu entlasten.

Flüchtlinge kommen erst Ende Juni nach Leifers

Doch dies scheint bis auf Weiteres noch nicht möglich zu sein. In Leifers etwa können die Flüchtlinge erst in einem Monat ihre Unterkunft in der Industriezone beziehen, da noch einige Bauarbeiten ausstehen. 25 Flüchtlinge würden dann gleich einziehen können und 35 weitere folgen, so der Verein Volontarius, der die Unterkunft führen wird.

Von: mho

Bezirk: Bozen

Kommentare

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9 Kommentare auf "Bozen räumt illegale Behausungen von Flüchtlingen"


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Laempel
Laempel
Grünschnabel
24 Tage 19 h

“… Die neuen Flüchtlinge wüssten einfach nicht, wohin sie gehen sollten. …”
Leider ist die logische Antwort auf diese Frage aus Tabugründen weder erwünscht noch erlaubt. Und so bleiben ungebetene Gäste und überlastete Gastgeber schon seit Monaten in einer selbstverschuldeten Sackgasse stecken.
Mittels Anwendung des Florianiprinzips versucht man nun das Problem an die Nachbargemeinden weiterzureichen, die auch Anrecht auf Bereicherung haben.
Alles Gute kommt von Bozen.

Staenkerer
24 Tage 17 h

des werd a de nächsten johre so bleibn! vom versprechen das jehne de koan asylrecht kriegn obgschobn u. hoam müßen isch nit amoll asche übriggebliebn … blauer rauch … wie vieles des de eu- , de italienischen- u. londespolitiker in bezug auf des “flüchtlings”problem verzapft hobn!

Ralph
Ralph
Tratscher
24 Tage 19 h

Eppan hat eine riesenstruktur von 6ha wo nur 50 pakistani untergebracht sind. Dort hätten noch hunderte leicht platz

Pork
Pork
Grünschnabel
24 Tage 11 h

Nur?!?

oli.
oli.
Universalgelehrter
24 Tage 3 h

@Pork , die werden alle geschichtet , über 500 und Bozen ist Happy.

Staenkerer
24 Tage 17 h

koaner woaß wieviele do sein u. koaner wieviel kemmen! i glab nit das no irgend jemand, schun gor nit de stocker, an überblick hot, weder wer olles do isch, no wo se herkemmen, wos se treibn untertogs!
lei das se olle bleibn kennen de kemmen, ob. legal od. illegal …!
hauptsoch es gib koan caos u. natürlich a koan sicherheitsproblen … a koan hygienisches, dell oll ihr politiker …

traktor
traktor
Superredner
24 Tage 19 h

wer hat die aufgabe nicht gemacht??
abgelegnte müssen umgehebd platz für neue machen!
so will es das gesetz!
da hilft jetzt keun jammern

Marta
Marta
Superredner
23 Tage 22 h

alle nach Vintl !!-dort werden sie mit offenen Armen empfangen !!-in Vintl wird jeder integriert wer vom Ausland kommt !!Es wurden schon Flüchtlinge getauft ,vom Bischof Ivo Mussner persöhnlich !!!

Tabernakel
22 Tage 16 h

Menschenfeindliches Bozen.

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