Von: mk
Bozen – Nun steht es fest: Der Taser kommt. Zehn Ortspolizisten starten demnächst ein Training im Umgang mit dem Elektroschocker – eine Entscheidung, die durchaus polarisiert: Während die Lega in Bozen die Einführung als Sieg feiert, gibt es auch skeptische Stimmen.
„Bereits als wir unter der Mittelinks-Regierung in Bozen haben wir entsprechende Beschlussanträge eingereicht, die stets abgelehnt worden sind“, erinnert der Gruppensprecher der Lega im Bozner Gemeinderat, Roberto Selle. Nun habe sich das Blatt gewendet. Mittlerweile ist die Lega Teil der Mehrheit.
Trotz der Kritik, die aufgekommen ist, steht die Lega nach wie vor zum Vorhaben. „Sicherheit ist kein Slogan. Die Ortspolizei mit geeigneten Instrumenten auszustatten, bringt mehr Effizienz bei Einsätzen und reduziert das Risiko in kritischen Situationen“, ist Stelle überzeugt.
Die Ausbildung der Ortspolizisten endet in den kommenden Monaten. Geschulte Beamten werden den Taser dann bei Einsätzen auch mit sich führen.
Die Grünen im Bozner Gemeinderat haben die Ausstattung der Ortspolizei mit Tasern im Vorfeld kritisiert. Auch die Linke warnt: Ein „Null-Risiko“ gebe es nicht – insbesondere bei Einsätzen gegen vulnerable Personen oder Menschen in psychischen Ausnahmesituationen. Der Taser sei ein Zwangsmittel, das heftige Schmerzen, bleibende Schäden und im Extremfall sogar tödliche Folgen verursachen könne, erklärt die Linke.




Aktuell sind 2 Kommentare vorhanden
Kommentare anzeigen