Anliegen der Bewohner der Stadt

Bürgerkomitee Bozen übergibt zentrale Anliegen an Vizebürgermeister Konder

Dienstag, 13. Januar 2026 | 15:48 Uhr

Von: Ivd

Bozen – Vertreter des Bürgerkomitees Bozen haben dem Vize‑Bürgermeister Stephan Konder ein ausführliches Promemoria überreicht. „Im Mittelpunkt des Gesprächs standen Anliegen, die vielen Menschen in Bozen am Herzen liegen und den Alltag in unserer Stadt direkt betreffen“, so das Bürgerkomitee. Sprecherin Petra Eisenstecken betonte dabei: „Wir möchten mit unseren Vorschlägen eine positive, konstruktive Entwicklung unserer Stadt unterstützen.“

Das Bürgerkomitee Bozen setzt sich dafür ein, dass zuerst leerstehende Gebäude und ungenutzte Areale genutzt werden – bevor neue Grün- oder Landwirtschaftsflächen verbaut werden. Sowohl das ehemalige EX‑INA‑Haus als auch das Lageder‑Areal wurden als gute Chancen genannt, um bestehende Flächen sinnvoll zu aktivieren.

„Viele Bürger wünschen sich eine sichere und nachhaltige Energieversorgung.“ Das Bürgerkomitee Bozen sprach sich daher klar dafür aus, das Fernwärmenetz weiter auszubauen – auch in der Peripherie. Zudem wurde vorgeschlagen, zentrale Holzdepotlager anzulegen, um regionale Holzressourcen sinnvoll und effizient zu nutzen.

Auch die Mülltrennung bereitet vielen Menschen in Bozen laut des Bürgerkomitees Schwierigkeiten. Daher schlägt das Bürgerkomitee Bozen ein transparentes, verbrauchsabhängiges Abrechnungssystem mittels Chip-Erfassung vor. „Wer weniger Müll produziert, soll auch weniger zahlen müssen“.

Nicht bündige Kanaldeckel verursachen vor allem für Zweiradfahrer unnötige Gefahren. Das Bürgerkomitee Bozen bittet die Stadt, diese Mängel konsequent zu beheben und künftig bei Bauarbeiten stärker darauf zu achten. Auch das Thema Beleuchtung wurde angesprochen: Mehr Licht bedeutet mehr Sicherheit, besonders in den Abendstunden.

Die aktuell eingesetzten Anti‑Terror‑Betonblöcke sollen laut des Bürgerkomitees durch moderne, elektronisch steuerbare Systeme ersetzt werden. „Diese erhöhen nicht nur die Sicherheit, sondern verbessern auch das Stadtbild.“

Bezüglich des Guntschna‑ und Hörtenbergtunnels wünscht sich das Bürgerkomitee Bozen eine frühzeitige und transparente Einbindung der Bürger. Nur durch offene Kommunikation könne Vertrauen entstehen und eine Lösung gefunden werden, die von der Bevölkerung mitgetragen wird.

Das Bürgerkomitee Bozen spricht sich eindeutig für einen Vollanschluss in beide Fahrtrichtungen aus. „Die Erfahrungen aus Brixen zeigen, dass ein Halbanschluss langfristig zu Problemen führt und den Verkehr nicht entlastet.“

Der Waltherplatz ist das Herz der Stadt. Daher regt das Bürgerkomitee Bozen an, zu überlegen, welche Veranstaltungen wirklich auf diesem zentralen Platz stattfinden sollen. Der „Bozner Bücher Bazar“ etwa könnte – so der Vorschlag – an einem alternativen Ort oder in einem geeigneten Innenraum stattfinden, um das Stadtbild zu schonen.

Bezirk: Bozen

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