Von: mk
Bozen – Der Südtiroler Landtag hat heute einen Beschlussantrag der Grünen zum Drug Checking abgelehnt. Politisch folgenlos bleibt die Debatte dennoch nicht. Denn Landesrat für Gesundheit Hubert Messner stellte im Plenum klar: Das Drug Checking soll auf Landesebene umgesetzt werden.
Ausgangspunkt des Antrags war die zunehmende Verbreitung synthetischer Drogen sowie die deutlich gestiegene Zahl von Menschen, die in Südtirol von Suchthilfediensten betreut werden. Die Grünen forderten ein strukturiertes und kostenloses Angebot, das es Konsumentinnen und Konsumenten ermöglicht, Substanzen anonym analysieren zu lassen. Ergänzt werden sollte dies durch fachliche Beratung zu Risiken, Dosierung und Inhaltsstoffen, sowie durch ein Frühwarnsystem für besonders gefährliche Stoffe.
In der Debatte im Landtag erkannten mehrere Abgeordnete den präventiven Wert des Drug Checkings an. Es fördere nicht den Drogenkonsum, so der Tenor, könne aber Risiken senken und Leben retten.
„Die Ablehnung des Antrags ändert nichts am politischen Ergebnis dieser Diskussion“, sagt Zeno Oberkofler, Erstunterzeichner des Beschlussantrags. „Der Landesrat hat eine klare Zusage gemacht: Drug Checking wird in Südtirol in absehbarer Zeit umgesetzt. Die Auseinandersetzung war konstruktiv und hat gezeigt, dass das Problembewusstsein da ist und wächst.“
„Drogen und die damit verbunden Problematiken gehören auf die politische Agenda. Das hat auch die Landesregierung anerkannt. Wir werden die zeitnahe Einführung des Drug Checking als zentrales Instrument der öffentlichen Gesundheitsvorsorge verfolgen”, betonen die Grünen-Abgeordneten Zeno Oberkofler, Brigitte Foppa und Madeleine Rohrer abschließend.




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