Begleitausschuss

Europäische Geldmittel werden gut in Südtirol investiert

Donnerstag, 18. Juni 2026 | 18:50 Uhr

Von: mk

Bozen – Der Begleitausschuss des Entwicklungsprogramms Ländlicher Raum (ELER) hat die Aufgabe, die Umsetzung der im Rahmen der gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) vorgesehenen Maßnahmen im Blick zu halten, Fortschritte bei der Durchführung zu beobachten und die Erreichung der jährlichen Leistungsziele zu überprüfen. Beim jüngsten Treffen des Ausschusses mit Vertreterinnen und Vertretern der EU-Kommission und der zuständigen Ministerien ging es um den Abschluss des Programmzeitraumes 2014-2022 und um die Begutachtung des Programmzeitraumes 2023-2027.

Der Landesrat für Landwirtschaft, Forstwirtschaft und Tourismus, Luis Walcher, hob bei der Sitzung die Bedeutung des Treffens hervor, da es am Übergang von der abgelaufenen zur neuen Programmperiode stattfand: “Die Zahlen zeigen klar, dass die europäischen Fördermittel in Südtirol dort ankommen, wo sie gebraucht werden – bei unseren landwirtschaftlichen Betrieben, in der Berglandwirtschaft, in der Forstwirtschaft und in der Entwicklung des ländlichen Raums über das LEADER-Programm. Sie sind ein Motor für Weiterentwicklung, Innovation und Beschäftigung. Auch freut es mich, dass wir bei der Umsetzung im staatlichen Vergleich vorne liegen: Das ist das Ergebnis des großen Engagements und der guten Zusammenarbeit aller Beteiligten und eines verantwortungsvollen Umgangs mit diesen Mitteln.”

Auch Ressortdirektor Ulrich Höllrigl, der derzeit der Landesabteilung Landwirtschaft geschäftsführend vorsteht, unterstrich im Rahmen der Sitzung: “Die Mittel haben in den vergangenen Jahren sichergestellt und tun dies auch in Zukunft, dass die familiengeführten Land- und Forstwirtschaftsbetriebe weitergeführt werden. Neben der Unterstützung der Produktion von hochwertigen Lebensmitteln stand und steht auch die Unterstützung der Pflege der Kulturlandschaft im Mittelpunkt, die allen Südtirolerinnen und Südtirolern sowie den Gästen zugutekommt.”

Aus dem Abschlussbericht der Programmperiode 2014-2022 geht hervor, dass rund 99 Prozent der vorhergesehenen Geldmittel ausgeschüttet wurden. Insgesamt wurden damit 465 Millionen Euro in Südtirol investiert. “Dies ist ein bemerkenswertes Ergebnis, wenn man an die herausfordernden Zeiten, die sich unter anderem durch die Corona-Pandemie ergeben hätten, denkt. Dies war nur dank der guten Zusammenarbeit aller beteiligten Partner möglich”, gibt der Direktor des Amtes für EU-Strukturfonds in der Landwirtschaft, Luca D’Ambrosio, zu bedenken. Auch die anwesenden Vertreterinnen und Vertreter der Generaldirektion Landwirtschaft und ländliche Entwicklung AGRI der Europäischen Kommission, des Ministeriums für Landwirtschafts-, Ernährungs- und Forstpolitik sowie des Ministeriums für Wirtschaft und Finanzen lobten vor allem die effiziente Verwaltung auf lokaler Ebene, durch welche die positiven Auswirkungen des Fonds im gesamten Territorium zeitnah zur Geltung kommen.

Mit Blick auf die aktuelle Programmperiode 2023-2027 wurde festgehalten, dass die Interventionen gut angelaufen seien, einiges an Geldmitteln bereits ausbezahlt worden sei und damit der Südtiroler Landwirtschaft bereits zugutekomme. Insgesamt 39 Prozent der bereitstehenden Fondsmittel seien bereits eingesetzt, dies sei im staatlichen Vergleich der höchste Wert, wurde bei der Sitzung festgehalten. Gefördert wird damit unter anderem die Berglandwirtschaft (unter anderem mit Flächenprämien für die biologische Landwirtschaft, Landschaftspflegeprämien, Alpungsprämien für Schafe und Ziegen oder Prämien für die vom Aussterben bedrohten Rassen), die Verarbeitung landwirtschaftlicher Erzeugnisse oder Methoden zur Wassereinsparung. Fördermittel sind zudem für die Forschung, für die Forstwirtschaft oder für LEADER-Projekte vorgesehen.

Bezirk: Bozen

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