Von: mk
Bozen – Mit der Wohnreform wurde im Vorjahr ein umfangreicher Reformprozess gestartet, der Wohnraum leistbarer und flexibler nutzbar machen möchte. Darüber und welche Maßnahmen davon bereits greifen, informierte Wohnbaulandesrätin Ulli Mair im Familienbeirat des Landes.
“Unsere Gesellschaft ist flexibler geworden, darum braucht es auch im Wohnbau mehr Flexibilität”, hob Landesrätin Mair dabei hervor. Man setze dabei, neben bewährten Schienen zur Förderung von Eigentum, vor allem auf die Stärkung des Mietmarktes. Dabei sei vor allem das Modell des gemeinnützigen Mietwohnbaus vielversprechend. Zudem seien Änderungen an bestehenden Förderungen vorgenommen worden, wie beispielsweise der Reduzierung der nötigen Beitragsjahre für junge Menschen und Paare beim Bausparen oder Entbürokratisierung sowie substantielle Anhebung der Beiträge, Einkommensgrenzen und Freibeträge bei der Wohnbauförderung. Dies solle dazu beitragen, den Bedarf an Wohnraum künftig besser und auch bezahlbarer zu decken. Die Mitglieder des Familienbeirates tragen den eingeschlagenen Weg mit, da er langfristig zu mehr Wohnraum für Südtirols Familien führe.
“Wohnen ist für jede Familien ein zentrales Thema. Jeder Schritt, der zu mehr leistbarem Wohnraum, egal ob als Eigentum oder in Miete, ist daher sinnvoll und nötig”, sagt Familienlandesrätin und Vorsitzende des Familienbeirates, Rosmarie Pamer.
Landesrätin Mair erinnerte in diesem Zusammenhang auch an die Bedeutung der Sprachgruppenzugehörigkeitserklärung: Diese braucht es, damit auf Fördermittel im Wohnbau zurückgreifen zu können. Wenn diese Erklärung unmittelbar bei Erreichen der Volljährigkeit abgegeben wird, hat sie unmittelbare Wirkung – wenn die Abgabe erst später erfolgt, greift die Erklärung erst nach 18 Monaten, wodurch bestimmte Fristen verstreichen können. “Dies sollte auch in den Familien thematisiert werden: Auch wenn die Sprachgruppenzugehörigkeitserklärung vielleicht nicht unmittelbar benötigt wird, ist es doch hilfreich und sinnvoll, diese so bald als möglich zu hinterlegen”, gibt Beiratsvorsitzende Pamer zu bedenken.




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