„Die Olympiade in Rio hat es gezeigt“

FH: “Freistaat Südtirol wäre olympiatauglich”

Montag, 22. August 2016 | 13:00 Uhr

Bozen – Nun sind sie also vorbei, die olympischen Spiele von Rio und Südtirol kann zufrieden zurückblicken. Das findet zumindest der freiheitliche Landtagsabgeordnete Sigmar Stocker.

Sieben Personen haben aus Südtirol an der Sommerolympiade teilgenommen. Neben der Wasserspringerin Tania Cagnotto waren dies Simone Giannelli (Volleyball), Petra Zublasing (Schießen), Eva Lechner (Radsport/Mountain-Bike), Andreas Seppi (Tennis), Maicol Verzotto (Wasserspringen) und die Tennisspielerin Karin Knapp.

„Wäre Alex Schwazer nicht gesperrt geblieben, hätten wir acht Teilnehmer gehabt. Für ein kleines Land wie Südtirol eine schöne Anzahl“, so Stocker in einer Aussendung.

„Von diesen sieben Teilnehmern wurden mit Tania Cagnotto zwei Medaillen (Silber und Bronze) und mit Simone Giannelli eine Medaille nach Südtirol geholt. Sicher, bei Giannelli muss gesagt werden, dass es keine Südtiroler sondern die italienische Volleyballmannschaft war. Zu bedenken ist dies auch beim Synchronspringen von Cagnotto mit der Trientnerin Dallape’. Aber wir können feststellen, dass unser Land sehr wohl Olympioniken entsendet. Sehr gut auch war der vierte Platz für Petra Zublasing aus Eppan. Und ich bin mir sicher, hätte Alex Schwazer die Möglichkeit gehabt, teilzunehmen, wäre ein Favorit aus unserem Land ins Rennen gegangen. Ich jedenfalls hätte seine Teilnahme als richtig empfunden, aber man versteht ja immer mehr, was hier geschehen ist bzw. geschieht“, so Stocker weiter.

„Diese Sommerolympiade hat gezeigt, dass sich ein kleines Land wie Südtirol von seiner Größe her und seiner Teilnehmerzahl an Sportlern nicht verstecken muss. Im Gegenteil: Die Olympiade in Rio hat gezeigt, ein Freistaat Südtirol wäre olympiatauglich! An dieser Stelle allen Südtirol Sportlern und deren Betreuern herzliche Gratulation und sie haben Südtirol auf würdige Weise vertreten!“, erklärt Stocker abschließend.

Von: mk

Bezirk: Bozen

Kommentare

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7 Kommentare auf "FH: “Freistaat Südtirol wäre olympiatauglich”"


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meinungs.freiheit
Grünschnabel
1 Monat 7 Tage

Freistaat Südtirol würde für die Sportler sämtliche Vorteile bringen, vorausgesetzt es wird optimal organisiert. Auch nicht mehr unter einem fremden Staat antreten zu müssen würden viele begrüßen. Schottland, Nordirland und Wales treten bei Sportereignissen mit eigener Flagge und Hymne an und nicht mit derer von Großbrittanien.

Dolomiticus
Grünschnabel
1 Monat 6 Tage

Giannelli würde dann nicht für Italien spielen und Südtirol hätte eine Medaille weniger zum Angeben. Dafür würde aber der Campriani vielleicht für Südtirol antreten, sollte er denn fix zum Eppaner werden. Ob sich die “Zuständigen” für diese Pressemitteilungen allerdings über Medaillen von Athleten mit Namen Campriani, Cagnotto, Giannelli wirklich freuen würden…?

Gredner
Grünschnabel
1 Monat 6 Tage

@Dolomiticus. Das wir eine Medaille weniger hätten, mag ja stimmen. Andererseits hätte dann aber Alex teilnehmen können, was die Medaillenzahl wieder ausgleicht.
Mit Dibiasi hatten wir Südtiroler auch kein Problem, warum also mit anderen italienisch-klingenden Schreibnamen? In Südtirol (vor allemim Unterland) gab es seit jeder italienische Namen. Diese gehören ebenso wie die Ladiner zu Südtirol.
Deutschland ist auch stolz auf Podolski, Khedira, Boateng, Mustafi, Özil oder Gomez…

bon jour
Grünschnabel
1 Monat 6 Tage

lächerliche Pressemitteilung

anonymous
Grünschnabel
1 Monat 6 Tage

Das finde ich auch, Freistadt Südtirol, u verstecken müsten sich andere Nationen, sicher nicht Südtirol

Kurios
Grünschnabel
1 Monat 6 Tage

Ja und wenn diese Südtiroler Athleten dann Olympiagold für das heilige Land gewinnen kann Stocker ihnen dann die 200.000 € Gewinnprämie pro Kopf geben

Dolomiticus
Grünschnabel
1 Monat 6 Tage
Darf ich was zu Olympia sagen? Vorausgesetzt, dass alle sportlichen Leistungen, sofern sie sauber sind, zu respektieren und anzuerkennen sind. Die Medaillen, die Italien aber heimgebracht hat, sind fast alle von Sportarten gekommen, die außer bei Olympia, keiner jemals sieht. Sie als unwichtig zu bezeichnen liegt mir fern, aber Fechten, Wasserspringen, Schießen, Judo und Wasserball sieht man doch nur bei Olympia, sonst nie. Nur Radsport, Schwimmen und Volleyball retten sich. In den Disziplinen “che contano” ist Italien etwas ins Hintertreffen geraten, vor allem in der Leichtathletik, wo früher die Azzurri zumindest bei den 10.000 und 5.000 m immer vorne mitgemischt… Weiterlesen »
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