"Sich auf die gemeinsamen europäischen Werte konzentrieren!"

Forum Alpbach: Juncker eröffnet neues Congress Centrum

Sonntag, 21. August 2016 | 16:29 Uhr

Alpbach – “In der Europaregion lebt Europa – auch in herausfordernden Zeiten”, so die Landeshauptleute der Euregio bei der Eröffnung des neuen Congress Centrums Alpbach.

Zu Europa und zur Europaregion bekannten sich bei der heutigen feierlichen Eröffnung des neuen Congress Zentrums in Alpbach in Anwesenheit von EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker und Forum-Alpbach-Präsident Franz Fischler die drei Landeshauptleute Arno Kompatscher, Günther Platter und Ugo Rossi, der derzeitige Präsident des EVTZ Europaregion.

“Individualismen und Alleingänge bringen uns nicht weiter”, erklärte Landeshauptmann Arno Kompatscher, es gelte, sich auf die gemeinsamen europäischen Werte zu konzentrieren und dabei Subsidiarität und Solidarität groß zu schreiben.

Ähnlich warnte Tirols Landeshauptmann Günther Platter vor einer gefährlichen Entwicklung in Europa: “Der Brexit ist der vorläufige Höhepunkt des Irrglaubens, dass man nur mit mehr nationaler Eigenständigkeit die Probleme der Zeit lösen kann. Wir brauchen hingegen eine Europäische Union, die sich auf die großen, entscheidenden Themen konzentriert und den Menschen Sicherheit und Stabilität garantiert. Die Regionen hingegen sollen selbst regeln, was das alltägliche Leben erfordert. Weniger Regeln sind besser als mehr, denn wir benötigen ausreichend Spielraum für die individuellen Entscheidungen der Menschen und eigenständige Entwicklung der Regionen.”

Die drei Euregio-Landeshauptleute verwiesen darauf, dass gerade die Europaregion Tirol-Südtirol-Trentino ihre Chancen nutze, den eigenen Lebensraum aktiv zu gestalten: “Im Nahverkehr, in der Bildung und Forschung sind grenzüberschreitende Verbindungen entstanden, die den Menschen einen konkreten Nutzen bringen. Und wir haben auch in der Flüchtlingsfrage bewiesen, dass wir trotz unterschiedlicher Standpunkte willens und in der Lage sind, an gemeinsamen Lösungen zu arbeiten.” Dabei betonten die drei Landeshauptleute, dass sie sich auch für das große Europa ein Vorankommen in dieser Frage wünschten.

Als neues Zuhause für die Europaregion bezeichneten sie das neue, erweiterte Congress Centrum. Es sei ein geistiges Zentrum und ein Ort der Begegnung und des Denkens, wo die  Europaregion weitergedacht werden könne. “Es ist mir eine sehr große Freude, dass in Alpbach immer mehr das Italienische als die zweite Landessprache des historischen Tirol vernommen wird”, erklärte dazu Tirols Landeshauptmann Platter.

Finanziert wurde der elf Millionen teure und zeitgerecht zur heurigen Eröffnung fertiggestellte Umbau des Congress Centrum Alpbach von Land Tirol, Europaregion, Gemeinde Alpbach sowie Tourismusverband. An der heutigen Eröffnung des neuen Congress Centrum nahm auch EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker teil. Von ihm stammt der Satz “Europa muss sich um die großen Dinge kümmern. Nicht um die Duschköpfe. Dann wird auch die Distanz der Menschen zu Brüssel kleiner.” Wenn die Prioritäten in diesem Sinne gesetzt werden, wenn nicht ein bürokratischer Zentralismus vorherrsche, sondern Brüssel sich auf den Gründungsgedanken der Europäischen Gemeinschaften besinne und auf die entscheidenden Themen konzentriere, dann werde Europa auch weiterhin das gemeinsame Dach verschiedener Nationen sein.

Das Zusammentreffen mit dem Päsidenten der Europäischen Kommission nutzten die Landeshauptleute der Europaregion zur Übergabe einer Resolution zur Flüchtlingspolitik. Darin werden die Unterstützung Italiens bei der Bewältigung der Flüchtlingsbewegungen, eine zielgerichtete Politik der EU und der Mitgliedsstaaten in den Herkunftsregionen gefordert, um die Flüchtlings- und Migrationsbewegungen schon in den Ausgangsländern zu reduzieren, sowie ein effektiver Schutz aller EU-Außengrenzen und eine gerechte Verteilung der Flüchtlinge auf die EU-Mitgliedstaaten.

Von: mk

Bezirk: Bozen

Kommentare

Hinterlasse einen Kommentar

17 Kommentare auf "Forum Alpbach: Juncker eröffnet neues Congress Centrum"


Sortiert nach:   neuste | älteste | Relevanz
Septimus
Grünschnabel
1 Monat 6 Tage

Bla,bla,bla….”Dann wird auch die Distanz der Menschen zu Brüssel kleiner.”???????  Die Eurokraten in Brüssel haben sich vom Volk distanziert,sie vertreten nur ihre eigenen Interessen. Da verdreht Junker wohl die Tatsachen.Nichts als schöne Worte…

MickyMouse
Tratscher
1 Monat 6 Tage

Bravo= den Nagel auf dem Kopf  getroffen!

tippex
Grünschnabel
1 Monat 6 Tage

“Europäische Werte” und “Europaregion”, Europa-hier und Europa-da, ich das Europaallesundnichtszudldiwudl nicht mehr hören, alles nur hohle Floskeln. Am Ende will eh wieder jeder sein eigenes feines nationales bzw. ethnisches Süppchen kochen…

raunzer
Grünschnabel
1 Monat 6 Tage

Schnarchveranstaltung 3.0!!

MickyMouse
Tratscher
1 Monat 6 Tage

Ausser SPESEN  nix gewesen!!!!

ando
Tratscher
1 Monat 6 Tage

…südtirolexit😉

Sued-tiroler
Neuling
1 Monat 6 Tage

Die Europäische Union und der Euro hat so viel Unheil über die Bevölkerung gebracht. Politische Entscheidungen wurden Großteils  gegen das eigene Volk gemacht.
Eine Politik die nur den Reichen Vorteile bringt und der kleine trägt die Kosten.

ex-Moechteg.Lhptm.
Grünschnabel
1 Monat 6 Tage

juncker go home,
du wurdest von deinen eigenen luxemburgischen landsleuten abgewählt und stehst trotzdem in europa ganz oben, ohne eine einzige stimme aus dem volk.

juncker go home

MickyMouse
Tratscher
1 Monat 6 Tage

Junker du hast in Luxemburg die Schwarzgelder bunkern lassen und die Steuerhinterziehungen europaweit GEFÖRDERT,und so einer ist Chef der EU ????????????????????

WM
Tratscher
1 Monat 6 Tage

Juncker bezeichnet die Tiroler Landeshauptleute als Obermuftis semm hot er recht …und fordert, dass die Beitrittsverhandlungen mit der Türkei fortgeführt werden. Sein sei in Brüssel blind auf beide Augen????

Volk
Grünschnabel
1 Monat 6 Tage

Die schlipsträger wieder labernd unter sich und stets krankhaft bemüht dem establishment zu entsprechen. Sie merken gar nicht mehr das sie meinungsdiktatur betreiben, ob europa untergeht hauptsache niemand sagt was gegen die überfremdung!

brunner
Grünschnabel
1 Monat 6 Tage

Blablablabla…..europäische Werte….lachhaft….bald wird es unser Europa wie wir es kennen nicht mehr geben….weil es genau solche Politiker versäumen das eigene Volk wegen unterschiedlichster Interessen zu schuetzen…..

enkedu
Grünschnabel
1 Monat 6 Tage

Herbert, es wird Zeit dass ihr im EP eine Alternative zu Juncker findet und euch um unsere wirklichen Probleme kümmert. Sonst brauchen wir euch auch nicht mehr.

Volk
Grünschnabel
1 Monat 6 Tage

Unerträglich, all diese politiker wurden demokratisch gewählt, wer gibt ihnen aber jetzt das recht den volkeswillen derart zu ignorieren. Wahltag ist zahltag….hoffen wir mal das wir südtiroler diesem sprichwort endlich die ehre erweisen.

So ist das
Grünschnabel
1 Monat 6 Tage

Diese Herren leben in einer anderen Realität, wäre gut, wenn sie in das wahre Leben zurückkehren würden. Wird aber wohl kaum geschehen.

speckbrot
Grünschnabel
1 Monat 5 Tage

Wenn ein nicht gewählter “Politiker” und seine ganzen EU- Vasallen sagen, Grenzen sind etwas schlechtes, und damit meint er die Außengrenzen der EUdSSR, gehört er vor ein Strafgericht (früher wäre es ihm weitaus schlimmer ergangen).

Obelix
Grünschnabel
1 Monat 5 Tage

Ach was Junkers und EU. Das Parlament in Brüssel ist nichts als ein Lobbystenhaufen, total abgehoben und haben lange schon jeden Bezug zum Volk verloren. Dem arbeitenden Volk das Leben schwer machen und ihnen das Fell über die Ohren ziehen (Siehe Bankenrettung).

wpDiscuz