Südtirol italienweit am teuersten

Freiheitliche: Fünf Punkte, um Spritpreise runterzubringen

Freitag, 10. April 2026 | 11:03 Uhr

Von: luk

Bozen – Südtirol ist wieder einmal Spitze – diesmal leider bei den Treibstoffpreisen, die trotz des brüchigen Waffenstillstandes weiter steigen. Das stellen die Freiheitlichen in Südtirol fest.

“Im gesamten italienischen Staatsgebiet, zu welchem wir leider immer noch gehören, ist Diesel nur in Kalabrien teurer als bei uns, beim Benzin sind wir sogar die teuersten überhaupt. Eine zweifelhafte Spitzenleistung, die den Südtirolern wenig Freude bereiten dürfte. Doch anstatt auch in negativen Statistiken den Platz an der Sonne zu verteidigen, müssen wir schnellstmöglich handeln“, fordert der Generalsekretär der Freiheitlichen, Dietmar Zwerger.

Kurzfristig stöhnen Betriebe, Pendler und Familien unter den gestiegenen Treibstoffpreisen. Mittelfristig sinkt die Kaufkraft. Langfristig geraten Betriebe und Haushalte in finanzielle Engpässe, weil der Kaufkraftverlust auch Investitionen ausbremst. Es ist ein Rad, das wie eine Walze unaufhaltsam auf uns zurollt – und das Land Südtirol ist gefordert, ihm so gut es kann entgegenzuwirken.” Zwerger, selbst Inhaber eines Handwerksbetriebes und als solcher aktuell von den Treibstoffpreisen direkt betroffen, formuliert dazu fünf klare Forderungen:

1.    Treibstoffvergünstigung auf ganz Südtirol ausweiten: Die bestehende Treibstoffpreisreduktion für Grenzgemeinden ist sofort auf das gesamte Landesgebiet auszudehnen. Das wäre eine unmittelbar wirksame Entlastung für alle Bürgerinnen und Bürger.
2.    Freie Fahrt für alle Inhaber des Südtirolpasses: Alle öffentlichen Verkehrsmittel sollen für Südtirolpass-Inhaber kostenfrei nutzbar sein – zur gezielten Entlastung von Pendlern und Familien.
3.    Pendlergeld um 25 Prozent erhöhen: Entsprechend dem tatsächlichen Anstieg der Treibstoffpreise seit Beginn des Irankrieges ist das Pendlergeld umgehend anzupassen.
4.    20-prozentige Akzisenvergütung für fahrzeugintensive Betriebe: Unternehmer und Betriebe, für die das Fahrzeug ein zentrales Arbeitsmittel ist – etwa Vertreter, Montageteams, Lieferdienste und Spediteure – sollen 20 Prozent der gezahlten Mineralölsteuer zurückerstattet bekommen.
5.    Höhere Förderung für E-Bikes: Die Beiträge für den Kauf von E-Bikes sind zu erhöhen, um Arbeitnehmern und Familien den Umstieg weg vom fossilen Fahrzeug zu erleichtern.

“Alle fünf Maßnahmen sollen für zunächst drei Monate gelten, damit sie ihre volle Wirkung entfalten können. Wir hoffen, dass der Waffenstillstand im Iran anhält und und sich die Lage an der Straße von Hormus normalisiert – und auch dann würden die Treibstoffpreise nicht unmittelbar sinken. Daher müssen wir umgehend resgieren, und unsere Betriebe, Arbeitnehmer und Familien zu entlasten, indem wir den freiheitlichen  Fünf-Punkte-Plan sofort umzusetzen”, fordert Zwerger abschließend.

Bezirk: Bozen

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