"Landesgesetz zur Förderung heimischer Produkte umsetzen"

Freiheitliche: SVP haut regionale Produkte bereits seit einem Jahrzehnt vom Tisch

Dienstag, 19. Mai 2020 | 21:10 Uhr

Bozen – „Dass in Südtirols Krankenhäusern Milch aus Padua auf den Tisch kommt, dürfte eigentlich weder den Sennereiobmann und ehemaligen SVP-Kandidaten Reinalter, noch den Südtiroler Bauernbund überraschen. Es gibt zwar schon längst ein Landesgesetz zur Förderung heimischer Produkte, welches in der gesamten öffentlichen Gemeinschaftsverpflegung Südtirols die Verwendung regionaler Erzeugnisse garantieren soll, doch die SVP hat sich in den zehn Jahren seit der Verabschiedung noch nie um die Umsetzung des Gesetzes gekümmert“, schreibt der freiheitliche Parteiobmann Andreas Leiter Reber in einer Aussendung.

„Da selbstverständlich nicht alle Lebensmittel in Südtirol produziert werden können stünde es der Landesregierung frei die Prozentsätze regionaler Lebensmittel je nach Produkt oder Produktkategorien selbst zu definieren. Damit bei den öffentlichen Ausschreibungen in Krankenhäusern, Schulen und Mensen auch die entsprechende Rechtssicherheit gegeben ist, hätte die Landesregierung die vom Gesetz vorgesehenen Kriterien und ein Programm ausarbeiten müssen. Nach einer Prüfung der Kriterien und des ausgearbeiteten Programms durch die EU-Kommission wäre das Gesetz dann rechtswirksam geworden. Stattdessen haben wir eine Landesregierung, die seit Jahren die Verwendung Südtiroler Lebensmittel predigt und gleichzeitig Milch aus der Poebene trinkt“, so Leiter Reber.

Auch die freiheitliche Jugend kritisiert die Doppelmoral der Landesregierung: “Wer sich noch an die letzte Haushaltsrede des Landeshauptmannes erinnert, weiß dass diese vor allem vom Begriff „Nachhaltigkeit“ geprägt war. Arno Kompatscher kündigte an, Südtirol zum Nachhaltigkeitsland Nummer eins machen zu wollen. Auch jetzt in der Corona-Krise forderte die Landesregierung und die mit dem Bauernbund eng verbandelte Volkspartei immer wieder uns Südtiroler dazu auf, heimische Produkte zu kaufen und unsere lokalen Unternehmen zu stärken und zu unterstützen. Dass genau diese Landesregierung es nach wie vor zulässt, dass in unseren Spitälern Milch aus Padua und Obst aus Rimini nach Südtirol anliefern lässt, obwohl Südtirols Bauern selbst ausgezeichnete Lebensmittel herstellen ist beschämend“, so FJ-Obmann Oscar Fellin.

Von: ka

Bezirk: Bozen

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3 Kommentare auf "Freiheitliche: SVP haut regionale Produkte bereits seit einem Jahrzehnt vom Tisch"


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Anubis
Anubis
Grünschnabel
11 Tage 20 h

🤣🤣Genau und in di schual und mensa a lei einheimisches! Wia soll sehl funcktzioniern? Wene net amol bin metzgor umen egg lei einheimisches fleisch kregsch? Ols.wert importiert um wianig geld und nor als einheimisch verkaft

schwarzes Schaf
schwarzes Schaf
Tratscher
11 Tage 10 h
Das problem ist das unsere Genossenschaften nie genug bekommen es ist ja gut und recht das man einheimische Produkte nimmt aber das 40 cent unterschied sind auf Berchtesgadber Milch und unserer sind ist auch happig besonders für Betriebe ein grosser sparfaktor und so wird es auch beibder Milch aus Padova sein wenn man 500 liter milch braucht am tag sind das 200 euro mal 365 tage dann macht das 73.000 euro und die sanität muss sparen wo sie kann. Aber der slogen ist ja in südtirol qualität hat seinen Preis das sieht man besonders nun in der Gastronomie 4 Sterne… Weiterlesen »
Lana77
Lana77
Superredner
11 Tage 6 h

Die gonze Politik lebt fe Doppelmoral. Men braucht lai schaugn wos vor die Wahlen gepredigt und versprochn werd und wos dornoch umgsetzt werd 🤣

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