Nur 16 Prozent von 235 Milliarden Euro für Klimaschutz

Fridays For Future bezeichnen Italiens Recovery Plan als „enttäuschend“

Mittwoch, 09. Juni 2021 | 16:08 Uhr

Bozen – Der italienische Recovery Plan gibt keine klaren Impulse für den Übergang zu einer klimaneutralen Wirtschaft. Diese Bedenken hat zumindest Zeno Oberkofler, Aktivist von Fridays For Future Southtyrol.

Vor ein paar Tagen wurde die Analyse des Green Recovery Trackers veröffentlicht – eine Plattform von unabhängigen Experten des Wuppertalinstituts, die alle Maßnahmen der Recovery Pläne der einzelnen Mitgliedsstaaten der EU im Detail analysiert hat.

Die Analyse des italienischen Plans sei sehr enttäuschend. „Nur 16 Prozent der 235 Milliarden Euro des italienischen Konjunkturprogramms tragen zum Klimaschutz und zur ökologischen Transformation bei. Die EU würde ein Minimum von 37 Prozent fordern. Mit dieser ernüchternden Zahl sind wir Schlusslicht in ganz Europa. Die Regierung ‚der Besten‘, die Regierung mit dem Ministerium für den ökologischen Wandel hat den – aus der Umweltperspektive – schlechtesten Plan in Europa gemacht“, bedauert Oberkofler.

Statt massiv in die erneuerbaren Energien, die in Südtirol ein enormes Potenzial hätten, und in die notwendige Infrastruktur für den Transport und die Speicherung von Energie zu investieren, setze der zuständige Umweltminister Roberto Cingolani weiterhin auf fossile Energieträger wie Erdgas und gebe blauen Wasserstoff (aus Gas hergestellten Wasserstoff) als die Technologie der Zukunft aus. „Dem ist aber nicht so. Wir jungen Leute haben die falschen Versprechungen, den Populismus und das Greenwashing ziemlich satt. Wir müssen endlich anfangen, die Klimakrise ernsthaft zu bekämpfen, denn wir haben schon viel zu viel Zeit verloren“, so Oberkofer.

Der Recovery Fund sei eine einmalige Gelegenheit, eine neue Wirtschaft aufzubauen, die auch fair gegenüber zukünftigen Generationen sei. „Ein solch unambitionierter Plan wird von der Europäischen Kommission nicht akzeptiert werden und muss geändert werden. Versäumnisse in Klimafragen müssen nachgeholt werden. Die von den Next Generation EU-Kriterien geforderten 37 Prozent wirklich grüner Investitionen müssen mindestens erreicht werden. Das ist das Minimum, das wir mit dem Geld, das wir uns von den zukünftigen Generationen borgen, machen müssen“, so Oberkofler.

Von: mk

Bezirk: Bozen

Kommentare

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17 Kommentare auf "Fridays For Future bezeichnen Italiens Recovery Plan als „enttäuschend“"


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tom
tom
Universalgelehrter
3 Tage 12 h

Typisch FFF: Fordern, fordern, fordern. Können ja mal Bäumchen kaufen und dann pflanzen gehen. Vaia hat genug Spuren hinterlassen, die es zu beseitigen gilt.

Spiegel
Spiegel
Universalgelehrter
3 Tage 10 h

Das ist für die verwöhnten Gören zu streng

corona
corona
Superredner
3 Tage 2 h

@Spiegel
für die alten Umweltverdrecker und Schuldenmacher auch…

AGrianer
AGrianer
Tratscher
3 Tage 11 h

geat orbeten

Zefix
Zefix
Tratscher
3 Tage 10 h

am bestn in a Kohlewerk oder?

forzafcs
forzafcs
Superredner
3 Tage 16 h

Zum Glück, steigt der Wohlstand in der Bevölkerung so entsteht automatisch Schutz für des Klima, ob man den altern Diesel gegen ein neues Elektro Auto austauscht, ob man zuhause Energetisch Saniert oder sich Solarplatten aufs Dach macht, lasst den Bürger mehr Geld und die Umwelt wird es euch danken.

quilombo
quilombo
Tratscher
3 Tage 15 h

der Wohlstand bringt wohl eher das Gegenteil. Mehr Fleischkonsum, überhaupt mehr Konsum, mehr Zementverbrauch, mehr Verkehr, und und und
Elektroautos würde ich auch nicht gerade als umweltfreundlich bezeichnen.
Man braucht nur zu beobachten, daß arme Länder das Umweltsoll mit Leichtigkeit erfüllen, hingegen je reicher ein Staat ist, desto mehr wird er zur Dreckschleuder.

Soundgeist
Soundgeist
Tratscher
3 Tage 16 h

Die 37% minimum welche die EU für ökologische Maßnahmen vorschlagen sollten umbedingt dafür verwendet werden. Italien ist im Europavergleich nur im Mittelfeld wenn es um erneuerbare Energien geht.

corona
corona
Superredner
3 Tage 2 h

EU hätte das Geld zweckbinden müssen. So wird es halt so kommen, dass alles irgendwie akzeptiert wird, was greenwashed Beton ist…

der echte Aaron
der echte Aaron
Universalgelehrter
3 Tage 11 h

Die Fridays For Future sollen mit gutem Beispiel vorangehen und einfach ihre Computer, Smartphone (Internet) abschalten, am besten gar keine kaufen. Ist auch fürs Klima gut……..aber immer nur fordern, fordern, fordern (fff) und selber nix tun wollen, sie verstehen nicht einmal wieso sie so eine tolle Kindheit haben. Kein Hunger, kein Krieg, immer fließendes Trinkwasser u.s.w……..

Soundgeist
Soundgeist
Tratscher
3 Tage 39 Min

Wieso glauben immer alle, dass Umweltschutz bedeutet, man müsse in Armut leben?

heris
heris
Grünschnabel
3 Tage 15 h

Und wo sollen die Milliarden herkommen ??? für diese überzogenen Forderungen muß erst wieder der kleine Mann aufkommen. In so vielen Ländern auf  dieser Erde ist Umweltschutz ein Fremdwort .

Soundgeist
Soundgeist
Tratscher
3 Tage 22 Min

Lieber steckt man die Milliarden von der EU in weitere Gaspipelines oder schenkt es großen Unternehmen die den Mund eh schon nicht voll kriegen.

maxi
maxi
Tratscher
3 Tage 13 h

Es wird schon einen Grund haben, wiso bei Fridays For Future fast überall Mädchen vorstehen.

Andreas1234567
Andreas1234567
Universalgelehrter
3 Tage 15 h

Hallo nach Südtirol,

nachdem das eingetragene Verein “Münchener Umweltinstitut” hier in Südtirol so erfolgreich Beachtung und Beifall eingesackt hat dürfte es wohl kaum jemanden verwundern nun steht die gemeinnützige GmbH “Wuppertalinstitut” in der Tür und hat Ideen wie man den Milliardensegen den die EU auf Italien niederregnen lässt in Südtirol klug “für die Umwelt” einsetzen könnte.
Zufällig hätten sie (kostenpflichtige) Experten und Beratung zu bieten..

Morgen dann das “Kieler Institut für Tierrechte e.V” oder die “Südtiroler Umwelthilfe e.V” mit Sitz in Berlin..

Einfach mal nach “Büchse der Pandora” googeln

Auf Wiedersehen in Südtirol

genau
genau
Kinig
3 Tage 5 h

Was heißt hier denn “wir junge Leute”??
Für mich spricht diese Horde aus Mitläufern mal sicher nicht!!

Supergscheider
Supergscheider
Superredner
3 Tage 7 h

Dieses enorme.Potenzial an erneuerbarer Energie hier im Land ist bereits angezapft und nur ein Tropfen auf dem heissen Stein.
Um Klimaneutral zu werden müssen wir uns sprichwörtlich den Hintern aufreissen.
Der technische Aufwand dafür ist gigantisch und bedarf noch viel Entwicklung und Forschung.
Liebe F F F ler das der Strom aus der Steckdose kommt ist vielen ganz klar,wie er dort hinkommt ist vielen nicht bewusst.

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