Generaldebatte am Freitag

Gesetzentwurf zu Museen und Sammlungen: Minderheitenberichte

Donnerstag, 08. Juni 2017 | 19:20 Uhr

Plenarsitzung – Gesetzentwurf zu Museen und Sammlungen

Im Landtag wurde heute von LR Mussner der Gesetzentwurf zu Museen und Sammlungen erläutert sowie die Minderheitenberichte verlesen. Morgen gibt es Generaldebatte die Generaldebatte darüber.

Landesgesetzentwurf Nr. 122/17: Landesgesetz über die Museen und Sammlungen (vorgelegt von der Landesregierung auf Vorschlag des Landesrates Mussner). “Das Landesgesetz Nr. 38/1988 ist die gesetzliche Grundlage der Abteilung 42 Museen und des Betriebes Landesmuseen, der in die Abteilung eingegliedert wurde”, erklärte LR Florian Mussner in seinem Begleitbericht. “Auf dieser gesetzlichen Grundlage beruhen auch die Anwendungskriterien für die museale Förderung und die Satzung des Betriebes Landesmuseen. Die Abteilung 42 Museen ist die jüngste Landesabteilung und derzeit eine der fünf Kulturabteilungen (Deutsche Kultur, Italienische Kultur, Ladinische Kultur, Denkmalpflege und Museen), und mit der Abteilung Denkmalpflege eine der beiden sprachgruppenübergreifenden Kulturabteilungen. Die Abteilung Museen ist in dieser Legislaturperiode dem Ressort des ladinischen Kultur- und Bildungslandesrates zugeordnet. Dass das Land Südtirol ein eigenes Landesgesetz für die Museen hat, ist eine schöne Besonderheit, die der primären Zuständigkeit für Kultur im Rahmen der Autonomiebestimmungen zu verdanken ist. Auf europäischer Ebene ist dies leider meist nicht der Fall – vielerorts existiert keine eigene gesetzliche Grundlage für die Museen, und museale Themen werden häufig im Rahmen der allgemeinen Kulturgesetze „mit“- geregelt. Eine eigene gesetzliche Grundlage für die Museen betont deren kultur- und gesellschaftspolitische Bedeutung. Das neue Museumsgesetz hat den Anspruch, den Kultur- und Bildungsbereich der Museen nach aktuellen Standards der musealen Praxis und museologischen Theorie in verständlicher und zeitgemäßer Terminologie zur regeln. Der Gesetzesentwurf setzt die Museen und Sammlungen in den größeren Kontext der Kultur, Bildung und Forschung (z.B. Lebenslanges Lernen) und berücksichtigt auch den gesellschaftspolitischen Beitrag der Museen im Rahmen der Autonomie.”

Nach der Vorstellung des Entwurfs verlasen Brigitte Foppa und Alessandro Urzì ihre Minderheitenberichte.

Die Sitzung wird morgen wieder aufgenommen

Von: luk

Bezirk: Bozen

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