Land bleibt auf Kosten von 218.000 Euro sitzen

Gesundheitswesen: 13.500 Befunde nicht abgeholt

Freitag, 06. Oktober 2017 | 09:18 Uhr

Bozen – In Südtirol werden im Jahr Durchschnitt 2.700 Befunde für ärztliche Kontrollen nicht abgeholt. Dies kommt den betroffenen Bürgern teuer zu stehen.

Wird ein Befund innerhalb 90 Tagen nämlich nicht abgeholt, muss der volle Betrag der Leistung bezahlt werden. Dies trifft auch dann zu, wenn eine Ticketbefreiung vorliegt. Allein in den  vergangenen fünf Jahren wurden so Leistungen in der Höhe von 580.000 Euro an die Bürger verrechnet, aber davon wurden nur 365.000 Euro bezahlt. Auf den Rest blieb das Land bislang sitzen. Diese Daten teilte die Landesrätin Martha Stocker in der Beantwortung einer Landtagsanfrage der Abgeordneten der Süd-Tiroler Freiheit, Bernhard Zimmerhofer, Sven Knoll und Myriam Atz Tammerle mit.

Der Abgeordnete Bernhard Zimmerhofer fordert nun mit Nachdruck, dass der Zugang zu den Befunden für die Bürger erheblich erleichtert und verbessert wird. Im Gesundheitsbezirk Brixen und Bruneck bestehe bereits für die Hausärzte die Möglichkeit auf die Befunde online zuzugreifen. Dieser Dienst soll, so die Forderung von Bernhard Zimmerhofer, baldmöglichst auf alle Gesundheitsbezirke ausgedehnt und für alle Betroffenen freigeschalten werden.

Von: mk

Bezirk: Bozen

Kommentare

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3 Kommentare auf "Gesundheitswesen: 13.500 Befunde nicht abgeholt"


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ivo815
ivo815
Universalgelehrter
14 Tage 3 h

Die Patienten haben es wohl aufgrund der langen Wartezeiten vorgezogen zu versterben

witschi
witschi
Universalgelehrter
14 Tage 3 h

vorher bezahlen lassen und das problem ist gelöst

werner66
werner66
Tratscher
14 Tage 2 h

Viele können den Befund gar nicht mehr abholen. Sie sind aufgrund der langen Wartezeiten längst verstorben.

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