Phänomen zum Thema machen und über Rechte aufklären

Gewalt an Frauen mit Behinderungen stoppen

Mittwoch, 23. November 2022 | 13:37 Uhr

Bozen – Auch heuer steht der 25.November wieder im Zeichen des internationalen Tages zur Beseitigung von Gewalt an Frauen, der seit 1999 von den Vereinten Nationen als internationaler Gedenktag anerkannt ist, und dazu aufrufen will, die Gewalt an Frauen und Mädchen zu bekämpfen.

Diesem Aufruf folgend finden jährlich am Gedenktag weltweit verschiedene Aktionen und Initiativen statt. Um ein Zeichen gegen Gewalt zu setzen, startet auch der Südtiroler Monitoringausschuss für die Rechte von Menschen mit Behinderungen am 25.November die Sensibilisierungsaktion „Stoppt Gewalt an Frauen mit Behinderungen“. Wie bereits der Name verrät, liegt der Fokus der Aktion auf dem Thema der Gewalt an Frauen und Mädchen mit Behinderungen, einem Phänomen, das noch immer ein großes Tabu darstellt, mit dem vielerorts erst gebrochen werden muss.

„Auch in Südtirol wird das Thema der Gewalt an Mädchen und Frauen mit Behinderung noch allzu oft verharmlost, verschwiegen oder gar verleugnet“, erklärt die Vorsitzende des Südtiroler Monitoringausschusses für die Rechte von Menschen mit Behinderungen Michela Morandini. „Es fehlen Zahlen und Fakten, um das Phänomen in seiner Gesamtheit beleuchten zu können und konkrete Maßnahmen davon ableiten zu können. Umso wichtiger ist es daher dieses Problem zu thematisieren“, so Morandini.

Mit der Aktion „Stoppt Gewalt an Frauen mit Behinderungen“ will der Südtiroler Monitoringausschuss deshalb das Problem zum Thema machen. Gleichzeitig will der Monitoringausschuss mit der Sensbilisierungsaktion über die Rechte von Frauen und Mädchen mit Behinderungen in Gewaltsituation aufklären und dazu aufrufen, die Gewalt zu stoppen. Die Aktion, mit der sich der Monitoringausschuss an der seit 1991 jährlich weltweit stattfindenden Kampagne „16 Tage gegen Gewalt an Frauen und Mädchen“ beteiligt, läuft vom 25. November bis 10. Dezember, dem internationalen Tag der Menschenrechte, auf den sozialen Medien des Monitoringausschusses.

In diesem Zeitraum werden unter dem tag @Südtiroler Monitoringausschuss Osservatorio provinciale Alto Adige und mit den Hashtags #StopptGewaltanFrauenmitBehinderungen, #16days und #orangetheworld verschiedenen Beiträgen zum Thema geteilt. Mittelpunkt der heurigen Aktion ist der Aufruf der Mitglieder des Monitoringausschusses, Gewalt an Frauen mit Behinderungen zu stoppen. Dieser zieht sich in Form eines Banners mit den Fotos der Mitglieder quer durch die gesamte Kampagne durch. Veröffentlicht werden weiter auch Videobeiträge der Selbstvertreter:innen im Monitoringausschuss Silvia Rabanser, Heidi Ulm und Camilla Larcher zu den verschiedenen Formen von Gewalt und zum rechtlichen Schutz vor Gewalt, der Frauen und Mädchen laut UN-Behindertenrechtskonvention zusteht. Zur Gewährleistung der sprachlichen Barrierefreiheit werden neben Beiträgen in deutscher und italienischer Sprache auch Erklärvideos zum Thema in Leichter Sprache und Gebärdensprache geteilt. Im Rahmen der Kampagne soll außerdem in Anlehnung an die italienweite Aktion „Besetzter Platz“ mit einem roten Stuhl, der von den Mitgliedern der internen Arbeitsgruppe „Gewalt“ gestaltet wurde, an den leeren Platz und die Lücke erinnert werden, die jede ermordete Frau mit Behinderung in der Gesellschaft hinterlässt.

„Mit unserer heurigen Aktion möchten wir nicht nur darauf aufmerksam machen, dass Gewalt auch Frauen und Mädchen mit Behinderungen trifft, sondern selbst ein Zeichen gegen Gewalt setzen, indem wir dazu aufrufen: Stoppt Gewalt an Frauen mit Behinderungen,“ so die Vorsitzende des Monitoringausschusses Morandini.

Von: mk

Bezirk: Bozen

Kommentare

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2 Kommentare auf "Gewalt an Frauen mit Behinderungen stoppen"


Sortiert nach:   neuste | älteste | Relevanz
Faktenchecker
11 Tage 23 h

Wie kann das mit welcher Behinderung gestoppt werden?

“Gewalt an Frauen mit Behinderungen stoppen”

Rudolfo
Rudolfo
Universalgelehrter
11 Tage 16 h

Um das Bewusstsein Aller für die Thematik “Gewalt an Frauen” und “Gewalt an behinderten Frauen” zu sensibilisieren, ist so ein Gedenktag keine schlechte Idee. Nur sollte er nicht dazu “missbraucht” werden, das PolitikerInnen Sonntagsreden halten, ihrer “Empörung” Ausdruck verleihen, als “Nebeneffekt” noch kräftig die Wahlkampf🥁 schlagen und tagsdarauf zum “Business as usual” übergehen…

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