Aufenthaltsübersicht, Beratung, Beihilfen

Großraubtiere in Südtirol: Wie gehen wir damit um?

Mittwoch, 31. Mai 2017 | 11:13 Uhr

Bozen – Als Aufgabe aller bezeichnet Landesrat Schuler den Umgang mit Großraubtieren. Die Abteilung Forstwirtschaft beobachtet die Tierbewegungen und bietet Beratung.

“Der Umgang mit den Großraubtieren in unserem Land”, unterstreicht Landesrat Schuler, “bleibt eine Herausforderung, und das Management ist Aufgabe aller.” Das Thema Bären und Wölfe ist spannend und spannungsgeladen: “Die Präsenz des Wolfes in Südtirol wird zunehmen”, weist Landesrat Arnold Schuler hin, “deshalb gilt es, die Möglichkeiten des Herdenschutzes zu bewerten und ein Konzept für das ganze Land zu erstellen”. Deshalb wurde nun eine Herdenschutzberatung im Amt für Bergwirtschaft in der Abteilung Forstwirtschaft im Landhaus 6 in der Brennerstraße 6 in Bozen eingerichtet, wo der stellvertretende Amtsdirektor Emilio Dallagiacoma und Konrad Pfattner für Auskünfte und Hilfestellungen, etwa im Hinblick auf Herdenschutzhunde oder Koppeln, zur Verfügung stehen.

Braunbär

Ende Februar bis Mitte März konnten im Gebiet von Fennberg regelmäßig Nachweise eines Bären bestätigt werden, berichtet das Amt für Jagd und Fischerei in der Abteilung Forstwirtschaft: Die Größe der Abdrücke ließ darauf schließen, dass es sich um einen größeren Bären handeln musste. Anhand des gesammelten genetischen Materials konnte die Identität des Bären festgestellt werden: Es ist das sechsährige Männchen M22. Dieser Bär ist für Südtirol kein Unbekannter, da er bereits seit dem Jahr 2013 jährlich im Frühjahr und Herbst im Gebiet von Fennberg nachgewiesen werden konnte.

Weiters wurden Mitte März im Gemeindegebiet von Proveis Spuren eines Braunbären vom dort zuständigen Jagdaufseher bestätigt.

Der erste Übergriff eines Bären auf einen Bienenstand erfolgte Mitte April im Gebiet von Laas; dabei wurde ein Bienenhaus aufgebrochen und ein Bienenvolk zerstört.

Ein weitere Übergriff wurde in der Fraktion Altenburg in der Gemeinde Kaltern Mitte Mai festgestellt; auch hier wurde ein Bienenvolk zerstört. In beiden Fälle konnten einige Bärenhaare gesammelt werden.

Bezüglich Beihilfen bei Wildschäden oder deren Vorsorge mussten die bestehenden Beitragsrichtlinien an die Vorgaben der EU-Rahmenregelung angepasst werden. Die EU räumt Vorbeugemaßnahmen nicht nur den Vorrang ein, sondern gibt auch vor, dass die öffentliche Verwaltung keine Entschädigungen zahlen darf, wenn keine nachweisbaren Vorbeugemaßnahmen ergriffen worden sind.

Der Schaden muss von Mitarbeitern des Amtes für Jagd und Fischerei bestätigt werden, dann wird er zu 100 Prozent vergütet. Der Beitragssatz für eine bärensichere Umzäunung von Bienenständen wird von 50 auf 70 Prozent erhöht. Kein Anrecht auf Entschädigung haben Imker im Gebiet südlich von Meran und westlich der Etsch (Ulten, Deutschnonsberg, Mendelkamm sind Gebiete mit jährlicher Bärenpräsenz), die ihren Bienenstand nicht oder mangelhaft vor Bärenübergriffen geschützt haben.

Nicht vergütet werden Schäden an Bienenständen, wenn ein Beitrag für Verhütungsmaßnahmen gewährt wurde, diese aber nicht fachgerecht errichtet bzw. instand gehalten wurden; dies gilt nur bei groben Mängeln.

Wolf

Im Gadertal wurde Anfang Februar die Präsenz von zwei Wölfen nach einem Rehriss und durch das Foto einer Fotofalle nachgewiesen.

In Toblach wurden Mitte Februar Spuren gesichtet.

Am Deutschnonsberg hielt die Fotofalle von Jänner bis Mitte März Spuren von zwei Tieren, einem Paar, fest. Die Risse von vier Schafen und einem Lamm wurden Anfang April festgestellt; Anfang Mai erfolgte ein Riss eines Rotwildes.

In Ulten wurden Mitte Februar und Anfang März Spuren nachgewiesen.

lpa

Von: mk

Bezirk: Bozen

Kommentare

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27 Kommentare auf "Großraubtiere in Südtirol: Wie gehen wir damit um?"


Sortiert nach:   neuste | älteste | Relevanz
Pat
Pat
Neuling
28 Tage 1 h

Für diese Tiere ist in Südtirol kein Platz. Die Möchtegerntierschützer welche das Gegenteil behaupten haben wohl nie darüber nachgedacht wieviele Schafe, Ziegen, Rehe Bienen sinnlos getötet wurden und weiterhin getötet werden.
Von den Schaden den der Bauer davonträgt gar nicht zu reden.
Auch die Gefahr bei Begegnungen wird immer wieder verharmlost, obwohl es in den letzten Jahren so einige Bärenattacken auf Fahrradfahrer und Wanderer im Trentino und Südtirol gegeben hat, die nur mit viel Glück “nicht schlimm” endeten.

mari92
mari92
Grünschnabel
27 Tage 23 h

ein wolf oder bär tötet nicht sinnlos tieren töten nicht andere tiere grundlos…. sinnlos töten menschen andere menschen!

Pat
Pat
Neuling
27 Tage 20 h

@mari92 Bären töten sehr wohl sinnlos. Wie oft wurde eine ganze Herde Schafe von einem einzigen Bären gerissen ohne, dass er überhaupt gefressen hat??? 15 Daumen hoch auch noch haha Wahnsinn… Ihr lest aus den Nachrichten wohl nur was euch gefällt.. die Tatsachen werden ignoriert oder wie?

barbastella
barbastella
Grünschnabel
27 Tage 14 h

@Pat
stimmt nicht. auch dieses verhalten hat seinen sinn, bin zwar kein wildtierbiologe und kann dir das nicht genau erklären, man kann sich aber die notwendigen infos holen warum das geschieht. ob jetzt ein bär schafe reißt oder später irgendwann beim metzger landen…wo liegt da der unterschied?

Mamme
Mamme
Grünschnabel
24 Tage 22 h

@mari92 Wenn Wölfe in einer Nacht über 30 Schafe töten und nicht fressen,ist das dann nicht sinnlos??? Wenn ein Bär bis zu 10 Schafe in einer Nacht reisst,ist das nicht grundlos???

Mamme
Mamme
Grünschnabel
24 Tage 22 h

@barbastella Woher weist denn Du,dass alle Schafe beim Metzger landen??? Wenn das so wäre würden wohl schon lange keine Schafe mehr existieren.zuerst denken und wenn nötig informieren dann schreiben!!!

AGrianer
AGrianer
Grünschnabel
23 Tage 23 h

@mari92 Menschen töten für Öl

Dublin
Dublin
Universalgelehrter
27 Tage 23 h

…rettet die Wölfe… 🐾

Ninni
Ninni
Universalgelehrter
27 Tage 23 h

@ Dublin

…rettet die Foxes 😍

Landschaftspfleger
Landschaftspfleger
Grünschnabel
27 Tage 22 h

Dublin sollten wir nicht gscheidr unser Land bewahren vor: schwerverletzen und zerfetzten Menschen, verängstigten Urlaubern, also Arbeitslosigkeit und deren Folgen, Kulturschwund, Verstrauchung, ein Übermaß an Kriechtieren, erhöhter Buschbrandgefahr, erhöhter Lawinengefahr usw…….. also vor einem unatraktiv werdendem Landl ???

Staenkerer
27 Tage 20 h

@Landschaftspfleger des kling jo wie di apokalypse … do isch die rede von a poor wölfe, nit an haufn dinosaurire

ando
ando
Superredner
27 Tage 19 h

@dublin: du wirst es nicht glauben! eine solche aktion gab es mal beim hcp😉
@ninni: keine sorge, den hcb wirst du dieses jahr wieder spielen sehen🙋

meine lieben verfasser hier einiger …kommentare!
wir sind gäste im ihren revier! wir sind in in ihrem wohnzimmer! daher haben wir uns nach regeln der wölfe und bären…was sage ich: aller tiere zu halten! punkt!

ando
ando
Superredner
27 Tage 19 h

@Landschaftspfleger

mann o mann, was für hirngespinnst…(sorry aber muss sein).
es gibt beweisse und studien dass der wolf das gleichgewicht der tiere und natur wesentlich verbessert. er ist der wahre jäger des waldes, der für “ordnung” sorgt! …nicht der zweibeiner, in der grünen robe der nach wehrlos erlegten wild im gasthaus noch prahlt! reude und co verschwinden, kranke und alte tiere werden erlegt…ohne einen geweihjunkie!

nochwas, wer glaubt das wölfe gefährlich sind, guckst du:

https://www.atn-ag.de/magazin/redaktionelles/wolfsangriffe-fakt-oder-fiktion

barbastella
barbastella
Grünschnabel
27 Tage 17 h

@ando
👏👏👏👏😚

Ninni
Ninni
Universalgelehrter
27 Tage 16 h

@ando

😍

barbastella
barbastella
Grünschnabel
27 Tage 14 h

@ando
sehr guter und klare infos. vor allem punkt 5!

Dublin
Dublin
Universalgelehrter
27 Tage 6 h

@ando …sie verstehen uns einfach nicht…😨…obwohl ich bei den Füchsen bin, drücke ich den Wölfen die Daumen…✊

Mamme
Mamme
Grünschnabel
24 Tage 22 h

@Landschaftspfleger Meinst Du damit von Bären und Wölfen zerfetzten Menschen,dann stimme ich Dir 100% zu

Mamme
Mamme
Grünschnabel
24 Tage 22 h

@ando Das grösste Hirngespinst verbreitest Du.Was hat der Grösste gesagt,macht euch die Tier und Pflanzenwelt…………….

traktor
traktor
Superredner
28 Tage 1 h

wie blöd sind gewisse leute und politiker bei uns??
unsere ahnen haben sich was dabei gedacht als sie die wälder sicher machten!
trottelige grüne rund ums bärenprojekt sind sicher bereit schadenersatz zu zahlen sobald der erste mensch getötet wird! aber ersetzt das ein menschenleben??
ich bin für ein referendum über eine umsiedlung dieser tiere in grosse gebiete wo sie sich wohlfühlen können und keine menschen sehen!

Pic
Pic
Grünschnabel
28 Tage 37 Min

Der Umgang mit den Politikern in unserem Land bleibt eine Herausforderung. Raubtiere haben ein Verhalten das einschätzbar ist, das Verhalten von Politikern gleicht einer Fahne im wechselnden Wind.

Staenkerer
27 Tage 22 h

de gfährlichsten u. gefräßigsten oller raubtiere sitzn im londhaus:
unberechenbar u. kaum einzuschätzn,
bewegn sich zwor oft gegen süden, wieder zrugg,
wo se regelmäsig ihre leckerli obholn,
kehrn ober leider olm wieder zrugg u. treiben neu gstärkt do weiter ihr unwesn!
futterneidig denn sie vergönnen den kleineren artgenossn neben sich koanen jogerfolg,
kaum zu derfüttern,
plündern regelmäßig es steuerhonigtöpfchen,
des u. ondre schadne de se mochn wern nit vergütet …
obwohl se wahllos spurn hinterlossn,
sie geniesen 5 johr absolute schonzeit u.
es wern schun a verlängerung der schonzeit für weitere 5 jahre ungstreb ….
a gsetz dazua werd grod in rom begeorbeitet …

knedlfanni
knedlfanni
Grünschnabel
27 Tage 21 h

<3 olm lai deiner Meinung!!! weiter so- di Menschheit isch no net verloren!!

erika.o
erika.o
Tratscher
27 Tage 20 h

@Staenkerer

👍👍👍Top und
Perfekt!!!!
in Nogl mittn afn Köpf gitröffn!!!!

erika.o
erika.o
Tratscher
28 Tage 4 Min

…i tat für die Großraubtiere a Büro einrichtn wo sė megn um a Aufenthaltsgenehmigung onsuichn …😊

knedlfanni
knedlfanni
Grünschnabel
27 Tage 21 h

alles nehmen wir auf, aber die Viecher, di schon vorher da waren müssen wir unbedingt erschiesen!! ob bruane oder schwarze…bären🙈🙊

barbastella
barbastella
Grünschnabel
27 Tage 16 h
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