Begräbnis von Haddad im Gazastreifen

Hamas-Kommandant Haddad im Gazastreifen getötet

Samstag, 16. Mai 2026 | 13:11 Uhr

Von: APA/Reuters/AFP

Israel hat den Militärchef der radikal-islamistischen palästinensischen Terrororganisation Hamas im Gazastreifen, Izz al-Din al-Haddad, getötet. Das bestätigten Israels Militär und der Inlandsgeheimdienst Shin Bet wie auch Vertreter der Hamas am Samstag. Israel hatte Haddad als einen der Architekten des Angriffs vom 7. Oktober 2023 bezeichnet. Er war zum Militärchef im Gazastreifen aufgestiegen, nachdem Mohammad Sinwar im Mai 2025 von Israel getötet worden war.

Israel habe Haddad am Freitag bei einem Angriff auf eine Wohnung und ein Fahrzeug getötet, teilten zwei Hamas-Vertreter der Nachrichtenagentur AFP mit.

Israel: Haddad hat Terroranschläge organisiert

Das israelische Verteidigungsministerium hatte am Freitag mitgeteilt, Haddad sei verantwortlich für die Ermordung und Entführung von zahlreichen israelischen Zivilisten und Soldaten gewesen, erklärte das Ministerium. “Er hat unsere Geiseln in brutaler Gefangenschaft gehalten, hat Terroranschläge auf unsere Streitkräfte organisiert und sich geweigert, die von US-Präsident Donald Trump vorgelegte Vereinbarung für eine Entwaffnung der Hamas und eine Entmilitarisierung des Gazastreifens umzusetzen.”

Die Hamas und ihre Verbündeten hatten mit ihrem Überfall auf Israel am 7. Oktober 2023 den Krieg im Gazastreifen ausgelöst. Bei Massakern an dem Tag töteten die Islamisten mehr als 1.220 Menschen, 251 Personen verschleppten sie als Geiseln in den Gazastreifen. Israel startete als Reaktion darauf massive Angriffe auf den Gazastreifen. In den zwei sich anschließenden Kriegsjahren wurden nach nicht überprüfbaren Hamas-Angaben mehr als 70.000 Palästinenser getötet.

Eine maßgeblich von den USA vermittelte Waffenruhe zwischen Israel und der Hamas ist seit Oktober 2025 in Kraft. Beide Seiten werfen sich immer wieder Verstöße vor. Die derzeitige zweite Phase der Waffenruhe sieht vor, dass die Hamas ihre Waffen abgibt, um erneute Massaker wie das vom 7. Oktober auszuschließen. Bisher ist dies aber nicht geschehen.

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