„Sudtirolo“ statt „Alto Adige“ - Umfrage

Heimatbund: Mehrheit der Italiener gegen faschistische Ortsnamendekrete

Samstag, 07. August 2021 | 08:24 Uhr

Bozen – 98 Jahre Verbot des Namens Tirol – der Südtiroler Heimatbund nimmt dieses Jubiläum zum Anlass, um das Ergebnis einer aktuellen Umfrage zur Südtiroler Toponomastik zu präsentieren.

Am 8. August 1923 wurden mit einem faschistischen Dekret die Bezeichnungen „Südtirol“, „Deutschsüdtirol“, „Tirol“, „Tiroler“ und sämtliche übrige Ableitungen verboten. Dies geschah in Durchführung der vom Großrat des Faschismus am 12. März 1923 beschlossenen „Maßnahmen für das Hochetsch zum Zwecke einer geordneten, schnellen und wirksamen Aktion zur Assimilierung und Italianisierung“. Einzig und allein für zulässig erklärt wurden die Bezeichnungen „Alto Adige“ und „Atesino“ sowie die entsprechenden deutschen Rückübersetzungen „Oberetsch“ und „Etschländer“.

Das italienische Meinungsforschungsinstitut „Demetra“ stellte im Zeitraum vom 21. bis 29. Juni 2021 zwei Fragen an insgesamt 1010 in Italien, doch außerhalb der Region Trentino-Südtirol lebende Personen.

Die Antworten ergaben ein klares Bild. Erstens wären 65 Prozent der Befragten mit der Abschaffung der faschistischen Ortsnamendekrete und der folglich amtlichen Wiederherstellung der historisch fundierten Ortsnamen einverstanden. Ebenso einverstanden wären, zweitens, 60 Prozent mit dem amtlichen Gebrauch von „Sudtirolo“ anstelle von „Alto Adige“.

Heimatbundobmann Roland Lang sieht in dem Ergebnis seine Vermutung bestätigt, dass die Italiener, besonders jene außerhalb Südtirols, einer Lösung der Ortsnamenfrage im historischen und wissenschaftlichen Sinne durchaus offen gegenüberstehen. Die Meinung, dass die Italiener mehrheitlich an den faschistischen Dekreten und an den ebensolchen Ortsnamen festhalten wollen, sei mit dieser Umfrage klar widerlegt, freut sich Lang. Nun gehe es darum, dass auch die Landesregierung und insbesondere die Verantwortlichen im Tourismus Mut und Weitsicht zeigen, indem sie vermehrt auf die authentischen Ortsnamen inklusive „Sudtirolo“ setzen und auf die faschismuslastigen und nur scheinbar italienischen Ortsnamen, angefangen bei „Alto Adige“, verzichten.

Zu diesem Zweck hat der Heimatbund eine Broschüre herausgebracht, in der die exakte Fragestellung der Umfrage nachzulesen ist und deren Antworten nach Gebiet, Geschlecht, Alter und Bildungsgrad der Befragten aufgeschlüsselt sind. Besonders interessant sei in diesem Zusammenhang die Tatsache, dass die Zustimmung zur Abschaffung der faschistischen Ortsnamendekrete und zur Wiederherstellung der authentischen Ortsnamen inklusive des Gebrauchs von „Sudtirolo“ mit steigendem Bildungsgrad der Befragten ebenso ansteigt. Auch enthält die Broschüre die wesentlichsten Hintergrundinformationen zur Thematik. Sie wurden vom Südtiroler Ortsnamenexperten und Mitglied der Süd-Tiroler Freiheit, Cristian Kollmann, ausgearbeitet.

Der Südtiroler Heimatbund wird die Broschüre den politischen Verantwortlichen und den Tourismusverbänden zukommen lassen. „Die Broschüre möge den Entscheidungsträgern als Argumentationshilfe dienen und sie zur Überzeugung gelangen lassen, dass es auch im Bereich der Ortsnamengebung auf Authentizität und nicht auf Aufgesetztheit ankommt, und dass dies von den Italienern mehrheitlich begrüßt würde“, sagt Roland Lang.

Kollmann: „Tiroler Landesteil auf italienischem Staatsgebiet in Abrede gestellt“

Warum stellt die Ortsnamengebung in Südtirol überhaupt ein Problem dar, und wie könnte dieses Problem gelöst werden? Der Südtiroler Ortsnamenexperte Dr. Cristian Kollmann versucht, auf diese Fragen Antworten zu finden.

Für Deutschland gibt es je auch die italienische Übersetzung „Germania“. Ist das bei „Alto Adige“ für Südtirol nicht ähnlich?

Südtirol ist offiziell ein dreisprachiges Land. Daher ist es nur folgerichtig, wenn sich die Dreisprachigkeit auch in der Ortsnamengebung widerspiegelt. Dies ist landläufig die Meinung vieler Bürger – innerhalb und außerhalb Südtirols. Auf den ersten Blick und ohne Kenntnis der historischen Hintergründe ist man sicher geneigt zuzustimmen. Südtirol heißt auf Italienisch „Alto Adige“, so wie z.B. Deutschland auf Italienisch „Germania“ heißt. Doch so einfach ist die Sachlage dann doch nicht. „Germania“ ist seit alters der im Italienischen verwendete Name für Deutschland und geht direkt auf das Lateinische zurück. „Alto Adige“ dagegen klingt zwar italienisch, hat aber einen ideologischen Hintergrund. Mit diesem Begriff sollte unter dem Faschismus und soll de facto bis heute aus italienischer Sicht die Existenz eines Tiroler Landesteiles auf italienischem Staatsgebiet in Abrede gestellt werden. „Alto Adige“, das ins Deutsche rückübersetzt „Hochetsch“ oder „Oberetsch“ bedeutet, steht für das Konzept der irredentistischen Naturgrenztheorie: Die Etsch fließt vom Alpenhauptkamm gen Süden und mündet in die Adria. Das Gebiet der „hohen“ oder „oberen“ Etsch gehört somit naturgemäß zu Italien. Im italienischen Staatsgebiet darf es kein „Tirolo“ geben. Der Name „Südtirol“ hingegen entstand ursprünglich als Teilbezeichnung des Landes Tirol. Entsprechend wurde der südliche Tiroler Landesteil im Italienischen selbstverständlich als „Tirolo meridionale“ (ab der ersten Hälfte des 18. Jhs.), „Tirolo del Sud“ (ab der ersten Hälfte des 19. Jhs.) oder „Sudtirolo“ (ab der zweiten Hälfte des 19. Jhs.) bezeichnet.

Tirol war allerdings nie einsprachig.

Ja, Südtirol ist offiziell ein dreisprachiges Land. Überhaupt war Tirol in seiner gesamten Geschichte, auch schon in vorrömischer Zeit, nie einsprachig. Aber ebenso ist es wahr, dass speziell das Gebiet des heutigen Südtirols, nie flächendeckend deutsch-italienisch besiedelt war. Dies ist es de facto bis heute nicht.

Was sind die faschistischen Ortsnamendekrete?

Um eben den Eindruck zu erwecken, dass das Gebiet des heutigen Südtirols kontinuierlich seit der Römerzeit flächendeckend romanisch bzw. italienisch besiedelt sei, wurden während der Zeit des italienischen Faschismus Dekrete erlassen, mit denen für die neu eroberte Provinz „Alto Adige“ italienische Ortsnamen festgelegt wurden. So wurden beispielsweise am 8. August 1923 die Bezeichnungen Süd-Tirol, Deutschsüdtirol, Tirol, Tiroler und sämtliche übrige Ableitungen verboten. Dies geschah in Durchführung der vom Großrat des Faschismus am 12. März 1923 beschlossenen „Maßnahmen für das Hochetsch zum Zwecke einer geordneten, schnellen und wirksamen Aktion zur Assimilierung und Italianisierung“. Einzig und allein für zulässig erklärt wurden die Bezeichnungen Alto Adige und Atesino sowie die entsprechenden deutschen Rückübersetzungen Oberetsch und Etschländer. Mit drei weiteren Dekreten (1923, 1940, 1942) wurden insgesamt über 10.000 Orts- und Flurnamen in italienischer Sprache festgelegt, wobei diese Namen größtenteils Konstruktionen oder, auf der Grundlage alter, meist mittelhochdeutscher Belege, Rekonstruktionen darstellten. Die seit Jahrhunderten kontinuierlich überlieferten und historisch entwickelten deutschen und ladinischen Orts- und Flurnamen blieben außer Acht und wurden folglich amtlich nicht zugelassen.

Deutsche und ladinische Namen sind in Südtirol immer noch nicht amtlich.

An der Situation der Südtiroler Ortsnamengebung hat sich – trotz Pariser Vertrags und Südtiroler Autonomiestatuts – bis heute de iure nichts geändert. De facto dürfen die deutschen und ladinischen Ortsnamen auf Landesebene zwar verwendet werden, doch wurde deren Amtlichkeit nie mit einem Landesgesetz bestätigt. Umgekehrt wird die Existenz der deutschen und ladinischen Ortsnamen vom Staat Italien mittlerweile zwar nicht mehr bestritten, gleichzeitig wird jedoch signalisiert, dass die faschistischen Ortsnamendekrete und damit die größtenteils nur zum Schein italienischen Ortsnamen nicht in Frage gestellt werden dürfen.

Sie verweisen auf das Beispiel Aostatal. Wie sind dort die Ortsnamen geregelt? 

Dabei gibt es in Italien eine Region, die gezeigt hat, dass es auch anders geht: Die autonome Region Aostatal, die offiziell zweisprachig französisch-italienisch ist. Die aostanische Ortsnamengebung ist jedoch, bis auf den Namen der Hauptstadt Aoste / Aosta, ausschließlich französisch und somit, im Gegensatz zur Ortsnamengebung in Südtirol, durchwegs authentisch. Zwar wurden im Aostatal, ähnlich wie in Südtirol, im Jahr 1939 mit einem faschistischen Dekret die autochthonen Ortsnamen verboten und durch neue italienische ersetzt, doch unmittelbar nach dem 2. Weltkrieg wurden die konstruierten italienischen Ortsnamen in mehreren Etappen abgeschafft und die historisch fundierten Namen wieder hergestellt. Seit 1987 ist dieser Prozess abgeschlossen. Dennoch bleibt das Aostatal offiziell eine zweisprachige Region, aber die offizielle Ortsnamengebung gibt es historisch bedingt nur auf Französisch und nur in wenigen Ausnahmen zusätzlich auf Italienisch. Man sieht hier sehr deutlich: Mehrsprachigkeit der Bevölkerung oder eines Gebiets bedeutet nicht automatisch Mehrsprachigkeit in der Ortsnamengebung. Dasselbe gilt für das Gebiet des heutigen Südtirols. Doch die Ortsnamengebung harrt hier bis heute einer Lösung. Das Aostatal hat gezeigt, wie es geht. Für eine äquivalente Lösung in Südtirol bedarf es „nur“ historischen Wissens, kulturellen Bewusstseins, politischen Willens und Mutes. Das Ergebnis der Umfrage zeigt sehr deutlich: Die Italiener würden einer Lösung der Ortsnamenfrage klar mehrheitlich aufgeschlossen gegenüberstehen.

Von: mk

Bezirk: Bozen

Kommentare

Hinterlasse einen Kommentar

83 Kommentare auf "Heimatbund: Mehrheit der Italiener gegen faschistische Ortsnamendekrete"


Sortiert nach:   neuste | älteste | Relevanz
primetime
primetime
Kinig
1 Monat 13 Tage

Was mich in der ganzen Geschichte eher  aufregt, besser gesagt nachdenklich macht, sind gewisse hintrig gebliebene Italiener die heute noch schreiben “siamo in Italia, parla italiano, usw).
Wenn es aber ums Aostatal geht (identisch nur halt in französischer Sprache) kommt es mir nicht so vor dass es so eine Abneigung oder medialen Rummel (heißen wir es mal so) gibt.

BIERMANN
BIERMANN
Grünschnabel
1 Monat 13 Tage

Die Leute im Aostatal sprechen aber auch besser italienisch als hier.. In Südtirol sind viele die italienisch nicht sprechen..

sophie
sophie
Universalgelehrter
1 Monat 13 Tage

@primetime

Ja das hört man oft zu hören. Siamo in Italia, parla italiano!! Leider sind das ewig gestrige die nur Streit suchen und dann von Europa reden

BIERMANN
BIERMANN
Grünschnabel
1 Monat 13 Tage

Die Aostaner sind auch nicht so Italien feindlich wie die Südtiroler..

Savonarola
1 Monat 13 Tage

@BIERMANN

und warum wohl? Die Aostaner sind auch viel assimilierter als die Südtiroler.

Savonarola
1 Monat 13 Tage

@BIERMANN

und was trägt das zum Thema bei?

Missx
Missx
Kinig
1 Monat 13 Tage

@Biermann
Wasn das für ein Deutsch???

In Südtirol sind viele die italienisch nicht sprechen..

anonymous
anonymous
Universalgelehrter
1 Monat 13 Tage

Genau so ist

anonymous
anonymous
Universalgelehrter
1 Monat 13 Tage

U Italiener die kein Deutsch sprechen

anonymous
anonymous
Universalgelehrter
1 Monat 13 Tage

Die sind ja selber Schuld,von Anfang an alles italianiesiren U das hat sich bis heut nicht geändert.

josef.t
josef.t
Superredner
1 Monat 13 Tage

primetime Die heutige “Jugend” hat schon längst verstanden,
wie mehr Sprachen man spricht um so besser !

primetime
primetime
Kinig
1 Monat 13 Tage

@BIERMANN Was für ein Vergleich…..Dann müsste man im südlichen Italien auch Personen “diskriminieren” welche durch ihren dialekt ein sehr unverständliches italienisch sprechen

patriot
patriot
Tratscher
1 Monat 13 Tage

@BIERMANN wiso auch weil sie fast zur gänze assimiliert sind

Zugspitze947
1 Monat 13 Tage

Bermann:brauchen sie auch NICHT ! Deutsch ist Muttersprache und von der UNO geschützt 🙂

anonymous
anonymous
Universalgelehrter
1 Monat 13 Tage

Missx
er ist wohl kein echter
Südtiroler,oder er ist Blau

Offline
Offline
Kinig
1 Monat 13 Tage

Wasn 🙈 das für ein Deutsch ?

BIERMANN
BIERMANN
Grünschnabel
1 Monat 13 Tage

Savonarola und Patriot das müsst ihr nicht mir sagen sondern zu Primetime.. Er hat sich beklagt das Südtirol und das Aostatal nicht gleich behandelt werden.

BIERMANN
BIERMANN
Grünschnabel
1 Monat 13 Tage

Missx.. Wenigstens erzähl ich keine Märchen so wie du..

sophie
sophie
Universalgelehrter
1 Monat 13 Tage

@josef.t

Intelligent dein Kommentar, früher wurde auch nur in Oberschulen english usw. unterrichtet, aber kein Problem, ich habe zwei dazu gelernt, weil ich eben gerne andere Sprachen sprechen will, wenn ichs brauch

BIERMANN
BIERMANN
Grünschnabel
1 Monat 13 Tage

anonymous..Sagt genau der richtige..Kultur und Rechtschreibung sind für dich Fremdwörter..

primetime
primetime
Kinig
1 Monat 13 Tage

@BIERMANN ich bin beim besten Willen kein Patriot. Es war nur ein Vergleich – anscheinend verstehst du das aber nicht

BIERMANN
BIERMANN
Grünschnabel
1 Monat 13 Tage

Primetime ich meinte nicht dich mit Patriot.. Ich hab dich gut verstanden, du hast nur keine Ahnung vom Aostatal..

bon jour
bon jour
Universalgelehrter
1 Monat 13 Tage

warum hör ich das nie?
das ist ein altes Märchen.

Kingu
Kingu
Tratscher
1 Monat 12 Tage
@BIERMANN liegt wohl eher an der schlechten Schule, da selbst Personen, die eine TFO hinter sich haben, oft höchstens A2 Niveau sind und oft nicht einmal das und ich meine flächendeckend ganze Klassen und Schulen nicht Einzelne. Auch hat die ASTAT vor einigen Jahren eine Studie darüber gemacht, dass die Sprachkenntnisse seit 30 Jahren abnehmen, obwohl die Abneigung gegenüber dem “Italienischen” sicher früher höher war! Lebe selbst als Ausländer in der Ostschweiz und kenne genug Portugiesen und Italiener, welche hier in einem fast monolithischen deutschsprachigen Kanton nach über 10 Jahren Ansässigkeit kein Wort Deutsch können. Sorry, wenn ich in Südtirol… Weiterlesen »
anonymous
anonymous
Universalgelehrter
1 Monat 12 Tage

Ich schätze die Kultur in Südtirol im Gegensatz zu dir

DontbealooserbeaSchmuser
1 Monat 12 Tage

@Kingu das liegt daran, dass heute alle lieber Englisch lernen und sprechen, sowie an den Übersetzprogrammen für Computer und Handy.
Wenn man ein Dokunent (von denen noch genug in reinitalienischer Sprache ankommen) übersetzen will, muss man icht mehr mit dem Wörterbuch arbeiten und dabei etwas lernen, drei Klicks genügen.

Dagobert
Dagobert
Kinig
1 Monat 13 Tage

Wenn man obr genau diese Frage den Italienern, de wos dou in Alto Adige lebm, stellt, kimmt gonz sichr gonz a onders Resultat außer!
Sel hottman beim Referendum zum Sieges-Friedensplatz in Bolzano am bestn gsechn. ☝

Staenkerer
1 Monat 13 Tage

viele italiener, a solche de schun long do sein, wissn und interesiern sich zu wenig über de geschichte des landes! und wenn isch es des kapitel der “teroristi” der 60 als horrogschicht gegen italien, und des werd sich a nit ändern, denn de geschichte südtirols interesiert jo insre deutssprochigen jungen leit kaum mehr, warum soll es nor an römer ober napolitaner interessieren?

primetime
primetime
Kinig
1 Monat 13 Tage

Ich hab für Siegesplataz gestimmt. Warum? Weil es ein Stück Geschichte ist welche so geschrieben wurde. Warum will man etwas das faktisch geschehen ist ändern? Sei es noch so schlimm. Jeden, auch in der Zukunft, soll das an diese dunkle Zeiten erinnern damit das nicht mehr passiert.
Oder werden Konzentrationslager auch umbenannt? Dai….

Gredner
Gredner
Universalgelehrter
1 Monat 13 Tage

@Dagobert das kommt darauf an, wen du fragst. Fragt man die alteingesessenen Italiener im Unterland die bereits vor dem 2. Weltkrieg hier wohnten, so bezeichnen diese sich auch heute noch mit Stolz als “sudtirolesi”. Jene, die hingegen erst “dank Faschismus” hierher gewandert sind um enie Arbeit zu finden und denen eingetrichtert wurde, man befände sich im “Alto Adige”, ist es schwer beizubrigen, dass sie getäuscht wurden. Es sind diese letzteren, die am Namen Alto Adige festhalten und dringend einer Aufklärung nötig haben.

falschauer
1 Monat 13 Tage

@primetime 👏👏👏

Alter Hase
Alter Hase
Grünschnabel
1 Monat 12 Tage

@Gredner
Die “Italiener” vom Unterland stammen aus dem Trentino. Solche Familien gab es auch in anderen Teilen Südtirols und in Nordtirol, oft Arbeiter die in der k.u.k. Zeit die Eisenbahn gebaut haben.
Es ist kein Wunder, dass solche Leute auch als Südtiroler bekennen!
Viel zu oft aber werden in Südtirol die Trentiner mit den Italienern verwechselt, die in den 1920er und 1930er Jahren eingewandert sind.

DontbealooserbeaSchmuser
1 Monat 12 Tage

Das ist ein Fakt? 🙈 Italien hat keinen Krieg gewonnen, weder erstn noch zweiten Weltkrieg.
Im ersten haben sie lwdiglich früh genug die Seiten gewechselt, um von Österreich-Ungarn Gebiete zu annektieren, nachdem dieses von England, Frankreich, USA und Russland besiegt wurde.

Gagarella
Gagarella
Universalgelehrter
1 Monat 13 Tage

Mela Val Venosta, Caffee Venusta, Curon statt Graun, und vieles mehr, kommt von den Siedtirouler Tolomeis! Zum schämen solche Stiefellecker.

Staenkerer
1 Monat 13 Tage

seit mi a deutscher gost gfrog hot wie er frogn muas um no “tobatschio” zu kemmen, wundert ni nix mehr….
i honn a weil gebrauch draufzukemmen wo er hin will!

Missx
Missx
Kinig
1 Monat 13 Tage

@staenkerer
Und was würdest auf die Frage antworten ob wir denn jetzt nach seggiovia oder funivia fahren würden?

Staenkerer
1 Monat 13 Tage

@Missx 🤣😂😅😄

Staenkerer
1 Monat 13 Tage

@Missx wie des gschichtl wo a deutscher ba an pummer durch bozn gonz ehrfürchtig zu sein kummpel sog ” also sag mal Karl das muss doch ein reicher Bäcker sein denn überall steht Bäckerei “paneficio” und in Meran hat der auch Filialen wenn da stand das gleiche”!

Gagarella
Gagarella
Universalgelehrter
1 Monat 13 Tage

@Missx keine Ahnung wo Seccovia, oder Funovia ist! Bestimmt irgendwo in Süditalien. Aber nicht mein Problem wenn er nicht weis wohin.

Gredner
Gredner
Universalgelehrter
1 Monat 13 Tage

tobatschio = dobbiaco?

Staenkerer
1 Monat 13 Tage

@Gredner genau!

primetime
primetime
Kinig
1 Monat 13 Tage

@Gagarella das ist nicht irgendwo sondern irgendwas. Meine Güte! Das sins Wörter die sollte man kennen. Kein Wunder dass es unter gewissen Personen so viel hass gibt

Offline
Offline
Kinig
1 Monat 13 Tage

@Gagarella..ein “rat- bzw. auskunftsuchender” deutscher Gast wäre gut bedient, er träfe 1. auf eine/n zweisprachige/n Südtiroler *in, um zu erfahren, wo die Seilbahn abfährt, die er sucht. Und 2. auf Jemand ohne eine “Deutschphobie”.

Offline
Offline
Kinig
1 Monat 13 Tage

@Staenkerer..was für eine “lustige” Begebenheit. So ähnlich ging es wahrscheinlich auch den ersten Südtirolern auf Deutschlandbesuch, als sie immer wieder “Metzgerei” gelesen haben 😉. Oder war es Verwandtschaft des ehemaligen deutschen Kanzlers H. Kohl, der für seine “überragenden” 🙈 Englischkenntnisse bekannt war. Nach seiner Rückkehr aus Afrika sagte er auf die Frage, was für wilde Tiere er gesehen habe, nur Dangerous. “All these animals are dangerous” stand an der Einfahrt zum Nationalpark.

pfaelzerwald
pfaelzerwald
Universalgelehrter
1 Monat 12 Tage

@offline
immerhin konnte Kohl pfälzisch. Das ist schon für sich wertvoll.
Kann ich selbst leider nicht so richtig. Verstehe ich aber (meistens).

pfaelzerwald
pfaelzerwald
Universalgelehrter
1 Monat 12 Tage

@offline
“Deutschphobie” findet man im Elsass auch oft. Von English in F ganz zu schweigen.

marher
marher
Universalgelehrter
1 Monat 13 Tage

Sag seits ihr nicht stuff von den alten Namensgeschichten. Seien wir froh dass wir in Sūdtirol auch wegen den Sprachen so gut zusammenleben können Und genau das zählt, alles andere ist Geschichte und nur mit Fanatismus verbunden.

Gagarella
Gagarella
Universalgelehrter
1 Monat 13 Tage

@mahrer Wenn man Faschismus tolleriert kann man so Denken wie DU. Ich sage, Faschismus istnicht zu Tollerieren!!

primetime
primetime
Kinig
1 Monat 13 Tage

@marher Man sieht an den Daumen dass hier sehr viele durch ihre Eltern gedrillt wurden diesen Italienerhass weiterzuführen. Echt traurig sowas.
Kein Wunder dass sich einige noch so hassen bei so einer Uraltmentalität. Anstatt vergangenes abhacken und weitergehen bleibt man an Ort und Stelle. Einfach unbegreiflich

Alter Hase
Alter Hase
Grünschnabel
1 Monat 12 Tage

@Gagarella
Ganz richtig. Faschismus – und ebenso Nazismus (nicht vergessen!!) soll man auf keinen Fall tolerieren. Das ist allerdings 100 Jahre her.
Schauen wir, das diese dunkle Zeiten nie wieder zurückkehren!

nikname
nikname
Superredner
1 Monat 13 Tage

der Großteil der Sprache wird sich immer vom Volke aus entwickeln und lässt sich kaum von oben steuern.

Gredner
Gredner
Universalgelehrter
1 Monat 13 Tage

@nickname hier ist nicht von der Sprache die Rede, sondern von der Toponomastik. Die offiziellen Ortsnamen sind sehr wohl “von oben” diktiert worden.

nikname
nikname
Superredner
1 Monat 13 Tage

@Gredner
für Schilder u.s.w. stimmt, … keiner sagt aber Hochabtei, alle kennen es nur als Alta Badia und das hat sich so eingebürgert, möchte sehen ob sich das mit einer Verordnung ändern lässt 😁😁😁

bern
bern
Universalgelehrter
1 Monat 13 Tage

Wir sollten mal anfangen alle deutschen und italienischen Ortsnamen im Gader- und Grödental abzuschaffen.

Neumi
Neumi
Kinig
1 Monat 13 Tage

Wenn wir jetzt noch dafür sorgen, dass die deutschen Ortsnamen an Kartenhersteller für Navis weitergegeben werden, diverse Webseiten bei der Autovervollständigung nicht nur die italienischen Namen verwenden und wir anhand unserer IP nicht auf italienische Seiten weitergeleitet werden, dass neben “Deutschland/Österreich/Schweiz” auch Italien zu einem Land zählt, in dem deutschsprachige leben, dann mag der Eindruck entstehen, dass was getan wird.

Sueddeutsch
Sueddeutsch
Neuling
1 Monat 13 Tage

In meinem in D heruntergeladenen Google maps werden auch in Welschtirol die deutschen Ortsbezeichnungen bis nach Reiff angezeigt

Sueddeutsch
Sueddeutsch
Neuling
1 Monat 13 Tage

Und das finde ich gut so.

unbekannt05
unbekannt05
Grünschnabel
1 Monat 13 Tage

Bei einigen Microsoft Anwendungen wie Word ist manchmal auch Deutsch/Italien zur Auswahl. Finde ich super.

Neumi
Neumi
Kinig
1 Monat 13 Tage

@ Sueddeutsch Freut mich, dass Google sich da abhebt.

Kommt man von Norden, wird man von einem deutschen Navigon zur Autobahnausfahrt bei “Bressanone” geleitet.
Im österreichischen Radio haben sie letztens was zur Zugverbindung nach San Candido gesagt.
Auf den neuen italienischen Ausweisen fehlen die deutschen Adressen oder sind abgeschnitten.
Selbiges passiert auf österreichischen EC-Zugtickets z.B. von und nach “Fortezza Franzen.”

bon jour
bon jour
Universalgelehrter
1 Monat 13 Tage

nein, das ist germanischer Imperialismus

Neumi
Neumi
Kinig
1 Monat 12 Tage

@unbekannt05 Find ich super, das hat mich früher immer gestört, hatte Microsoft deswegen auch schon ein paar mal angeschrieben.
Schließlich verwenden wir in den meisten Fällen den österreichischen Standard, z.B. Währungen werden aber anders formatiert (wobei ich mich weigere, das Euro-Zeichen vor dem Wert zu schreiben, das ist einfach abnormal :D)

BIERMANN
BIERMANN
Grünschnabel
1 Monat 13 Tage

Das beste wäre eine einzige Sprache für die ganze Welt.. Dann wäre Ruhe..

DontbealooserbeaSchmuser
1 Monat 12 Tage

@BIERMANN wenn Vielfalt zur Einfalt wird …

The secret garden
The secret garden
Grünschnabel
1 Monat 13 Tage

Also nicht mehr Rio di Pusteria, sondern Mulbacco 😉

Eine ältere Dame aus Trient, die als junges Mädchen dort die Schwesternschule besucht hat, hat mir erzählt, dass die Trientner damals Mulbacco sagten.

Staenkerer
1 Monat 13 Tage

jo, jo und koltern werd tientelo ….ober- untermais polantadisopra, polentadisotto….

wenn man long genua rüart stinkt a a olter dreck!

Alter Hase
Alter Hase
Grünschnabel
1 Monat 12 Tage

@Staenkerer
und Steinmannwald?
Sassouomobosco!
Lol.

sepp2
sepp2
Superredner
1 Monat 13 Tage

eine Umfrage mit1060 von über 60 mio Italiener ist nicht aussagekräftig

Offline
Offline
Kinig
1 Monat 13 Tage

@sepp2….das beruhigt mich sehr. Ich hoffe, das gilt auch hinsichtlich der “Deutschfreundlichkeit” einiger hier Kommentierender.

KingCrimson
KingCrimson
Tratscher
1 Monat 13 Tage

Der Großteil der Italiener wird zwar für die Abschaffung der faschistischen Ortsnamendekrete sein, aber man sollte ihnen klar die Frage stellen, ob sie auch für die Abschaffung der italienischen Ortsnamen sind, das ist nämlich der Hintergedanke des SHB.
Das Ergebnis auf diese Frage kann ich mir sehr gut vorstellen.

Savonarola
1 Monat 13 Tage

ich denke, das ist eine Unterstellung, die jeglicher Grundlage entbehrt.

PeterSchlemihl
PeterSchlemihl
Universalgelehrter
1 Monat 13 Tage

Das ist das alte zersungene Lied. Letztendlich änder sich gar nichts. Die Namen bleiben, gleich wie der Duce von der Fassade grüsst. Da ändert auch der Satz der Arendt nichts.

Savonarola
1 Monat 13 Tage

Urzì und camerati toben schon…

Offline
Offline
Kinig
1 Monat 13 Tage

Für mich als geborenen Deutschen und demnächst Wahlschweizer bleibt Südtirol SÜDTIROL !! Da können sie in Rom und Teile des südlichen/italienischen 😉 Südtirol sagen und vorschreiben, was sie wollen. Und so ähnlich sollten es auch die zu Recht auf ihre Heimat stolzen deutschsprachigen Südtiroler*innen halten…

josef.t
josef.t
Superredner
1 Monat 13 Tage

Südtirol ist offiziell ein dreisprachiges Land ?
Südtirol ist “offiziell” eine dreisprachige italienische Provinz !
Hier zählt wohl eher, wer hier lebt und hier geboren wurde 
und das seit Generationen ?
Bei der “Kleberei” in Rom (STF), wollten einige Römer den
Rettungsdienst rufen, weil sie glaubten, das können wohl
nur einige Kranke sein…..

Offline
Offline
Kinig
1 Monat 13 Tage

@josef.t..es gibt drei offizielle Amtssprachen. Das hat aber mit Dreisprachig überhaupt nichts zu tun.

Offline
Offline
Kinig
1 Monat 13 Tage

Wie sie in Rom und/oder der ab Bozen italienisch dominierten Provinz das “heilige Ländle” bezeichnen, ist mir sowas von egal. Für mich bleibt es SÜDTIROL !!

Motz
Motz
Neuling
1 Monat 13 Tage

Faschischtnnamen hobm nix af schilder zu suachn.

Sem nu liabr fochliche ibrsetzungen.

Do kennen die italiener mol größe beweisn, und bisl eppes an olte unrechte guatmochn.

Surfer
Surfer
Superredner
1 Monat 13 Tage

andererseits wirbt ein Hotel in graun am reschensee mit dem faschistischen Namen Curon weil der Name nach der Netflixserie bekannt wurde, also sind teilweise die Südtiroler auch nicht besser…

Dagobert
Dagobert
Kinig
1 Monat 13 Tage
Tanne
Tanne
Universalgelehrter
1 Monat 12 Tage

Schlimm, absolut Unverständlich, dass ITALIEN und Speziell Süd- Tirol im Jahre 2021 noch immer nicht ohne Faschismus kann.

Markuskoell
Markuskoell
Grünschnabel
1 Monat 13 Tage

Ganz sicher wer’s glaubt 🤣

ahiga
ahiga
Superredner
1 Monat 12 Tage

am “normalen” italiener ist im endeffekt auch nix anders als bei uns…
was denn?
anders sind nur politiker und sonstige von der allgemeinheit finanzierte vollpfosten  ( beim dem genderkrampf angefangen)

berthu
berthu
Universalgelehrter
1 Monat 12 Tage

Das überflüssige Übersetzen von Namen/Orten gehört abgeschafft.
Schafft nur Konfusion, Unkosten, Mißverständnisse und Streit wie hier. Man kann als Südtiroler oder Reisender sicher Trento, Venezia oder Roma aussprechen, und umgekehrt wird sich ein Gast auch bemühen können, unsere deutschen Namen auszusprechen. Karten, Navigation und Medien könnten übersichtlicher werden, möglich einige Sprachversionen weniger verkaufen? Ist es das was uns dran hindert, das abzuschaffen? Sehe keinen anderen faktischen Grund.

wpDiscuz