Politisches Chaos in Rom – ein Kommentar

In letzter Minute

Donnerstag, 10. Mai 2018 | 02:09 Uhr

Bozen/Rom – Nach mehr als zwei Monaten Hängen und Würgen sah es beinahe so aus, als ob die beiden Wahlsieger, der Rechtsblock um Salvini und die Fünfsternebewegung um Di Maio, nicht zueinander finden. Alles Werben und Vermitteln des fast schon verzweifelten Staatspräsidenten brachten nicht mehr als ein paar unverbindliche Gespräche und bedeutungslose politische Techtelmechtel zustande. Langjährige Experten warnten bereits kurz nach den Wahlen, dass politisch Unerfahrene wie Salvini und Di Maio sich dabei schwertun würden, einen Kompromiss zu finden und über den eigenen Schatten zu springen. Salvini bewies zudem einmal mehr, dass er zwar der Spitzenkandidat des Rechtsblocks ist, aber im Hintergrund immer noch der alte Politfuchs Berlusconi die Fäden in der Hand hält. Und Letzterem, der sich bis zuletzt an einem Fetzen Macht klammert, sind die sauberen Mannen um Grillo und Di Maio zutiefst zuwider.

APA/APA (AFP)/ALBERTO PIZZOLI/FILIPPO MONTEFORTE

Für Außenstehende hingegen ist die italienische Politik nur mehr ein Trauerspiel. Gerade jetzt, wo sich etwas Wachstum und sinkende Arbeitslosenzahlen wie ein Silberstreif am Horizont abzeichnen, riskieren die politische Unsicherheit und eine über allem schwebende Mehrwertsteuererhöhung, dieses zarte Pflänzchen zu ersticken.

Laut Umfragen würden vorgezogene Neuwahlen zur gleichen Pattsituation führen. Damit müssten die gleichen Hauptdarsteller sich wieder am selben Tisch wiederfinden. Also scheint ein “Sich-Zusammenraufen” immer noch besser als ein Wahltermin mitten in der sommerlichen Urlaubszeit. Ob sich das auch Silvio Berlusconi gedacht hat, als er in letzter Minute doch einlenkte?

Von: ka

Bezirk: Bozen

Kommentare

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15 Kommentare auf "In letzter Minute"


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Staenkerer
16 Tage 5 h

recht viel besser wor des 6 monate longe gerangl und gemauschel ba der deutschen a nit ….

Gagarella
Gagarella
Universalgelehrter
14 Tage 15 h

@Staenkerer  Lebst du in Deutschland?

Staenkerer
14 Tage 4 h

@Gagarella naaaaa … oder sunscht werd a olm auf deutschlond gezoag weil dem angeblich oooooolllles besser läuft!

Mastermind
Mastermind
Superredner
13 Tage 12 h

Deutschland, Frankreich, Schweden und Italien sind hoffnungslos, soll jeder einmal selbst überlegen, ob es in diese Staaten in 30 Jahre schlimmer zugeht oder nicht?

Staenkerer
13 Tage 11 h

@Mastermind i bin, ehrlich gsog, froh das i a gewisses olter honn und nimmer mitkrieg wie es in 30 johr zuageat ba ins!
jetz sein denn johrgänge 1980+ gfrog um ihre zukunft zu kämpfn, mir hobns verschlofn und verschüsselt dagegenzu steuern, leider!

Dagobert
Dagobert
Superredner
16 Tage 12 h

Bin mal gespannt wie das gewürge und gewurstel in Rom weitergeht!
Ich glaube solange sie dem Berlusco die Fäden nicht komplett abschneiden wird er im Hintergrund munter weiterdirigieren.
Auch wenn Salvini und Di Maio eine Regierung zusammenwursteln gebe ich Ihnen kein Jahr bis ihre “Ehe” in die Brüche geht.

Kurt
Kurt
Universalgelehrter
15 Tage 1 h

gebe dir 100 pro Recht 😊

Kurt
Kurt
Universalgelehrter
14 Tage 14 h

… und dann steht das ewige Stehaufmanndl Silvio in den Startlöchern – er darf ja wieder 😊

Staenkerer
13 Tage 11 h

@Kurt jo, den selbsternannte könig werd erst der sensenmonn de macht aus der hond dernemmen ….

Gagarella
Gagarella
Universalgelehrter
14 Tage 15 h

ITALIEN? NEIN DANKE!!

Supergscheider
Supergscheider
Grünschnabel
15 Tage 17 h

Wen die jetzt gar noch 10% von ihren Wahlversprechen einlösen bleibt in diesem Land kein Stein mehr auf dem Anderen.

Obelix
Obelix
Superredner
13 Tage 12 h

@Supergscheider, ja da könntest du recht haben. Aber welche Regierung hat jemals Wahlversprechen eingelöst? Und schon gar nicht solche Populisten wie Salvini zB., die selbst in ihrem Leben noch keinen Tag gearbeitet haben. DiMaio ist auch nicht besser dran. Ein Schmierentheater, schade nur dass wir als Kulisse mit auf dieser Bühne sind.

spitz
spitz
Neuling
14 Tage 8 h

a netter saustoll!

Kurios
Kurios
Superredner
12 Tage 4 h

Salvini und Di Maio werden alle anderen Parteien in die Opposition schicken und regieren.
Endlich werden Privilegien von Politikern abgebaut, Privilegien von Bevölkerungsgruppen die immer durch flennen erreicht haben aus dem Steuertopf Beiträge zu bekommen ohne einen Cent Einkommenssteuer einzuzahlen.
Die Zeiten von PD und SVP an der Regierung sind endlich vorbei

cv
cv
Neuling
12 Tage 4 h

Mattatella hat Lösung gefunden: Di Maio wird Name Vorschlagen ….. Salvini den Familiename 😜

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