Von: APA/dpa/Reuters
Irans Militärführung hat jedes Schiff und jede Ölladung für die USA, Israel und ihre Partner in der für den weltweiten Erdölhandel wichtigen Straße von Hormuz als legitimes Ziel von Angriffen bezeichnet. Im Persischen Golf und in der Straße von Hormuz waren unterdessen Frachtschiffe von Geschossen getroffen worden. Der Iran bekannte sich zu zwei Angriffen.
“Wir werden niemals zulassen, dass auch nur ein Liter Öl zugunsten der USA, der Zionisten und ihrer Partner durch die Straße von Hormuz transportiert wird”, sagte ein Militärsprecher des zentralen Hauptquartiers Khatam Al-Anbiya, das in Kriegszeiten das Kommando übernimmt. “Eure lebenswichtigen Zentren und Stützpunkte werden einer nach dem anderen in dem Feuer brennen, das ihr entfacht habt”, drohte der Militärsprecher weiter. “Und sie werden wieder und wieder brennen.”
An die USA gerichtet sagte der Militärsprecher: “Ihr solltet wissen, dass ihr den Öl- und Energiepreis nicht künstlich niedrig halten könnt. (…) Rechnet mit einem Preis von 200 Dollar pro Barrel, denn der Ölpreis hängt von der Sicherheit der Region ab – und ihr seid die Quelle dieser Unsicherheit”, sagte er. Der Ölpreis war zuletzt vorübergehend auf 100 Dollar pro Barrel gestiegen.
Schiffe von Geschossen getroffen
Ein Geschoss hat unterdessen ein Frachtschiff in der Meerenge getroffen und einen Brand ausgelöst, meldete die britische Behörde für Sicherheit der Handelsschifffahrt (UKMTO) am Mittwoch. Im Persischen Golf vor der Küste der Vereinigten Arabischen Emirate wurden zwei Massengutfrachter getroffen.
Die Revolutionsgarden, Irans Elitestreitmacht, reklamierten zwei Angriffe auf Schiffe im Meer vor der Südküste für sich. Das Containerschiff “Express Rome”, das nach iranischer Darstellung in israelischem Besitz ist und unter liberianischer Flagge fährt, sei nach Warnungen beschossen und gestoppt worden. Auch der Frachter “Mayuree Naree” unter Flagge Thailands sei attackiert worden, nachdem er “Warnsignale und Aufforderungen” missachtet habe, hieß es in einer im staatlichen Rundfunk veröffentlichten Erklärung.
Dieser sei etwa elf Seemeilen nördlich des Omans getroffen und beschädigt worden, hieß es zuvor von der UKMTO. Zuvor war das unter japanischer Flagge fahrende Containerschiff “One Majesty” von einem unbekannten Projektil getroffen worden. Der Vorfall ereignete sich 25 Seemeilen nordwestlich von Ras Al Khaimah in den Vereinigten Arabischen Emiraten.
Ein drittes Schiff, der Massengutfrachter “Star Gwyneth”, wurde Sicherheitsfirmen zufolge etwa 50 Meilen nordwestlich von Dubai getroffen. Das unter der Flagge der Marshallinseln fahrende Schiff sei am Rumpf beschädigt worden, teilt die auf maritime Risiken spezialisierte Firma Vanguard mit.
Im Zuge des Kriegs zwischen den USA und Israel mit dem Iran geraten Schiffe im Persischen Golf, der Straße von Hormuz und dem Golf von Oman immer wieder unter Beschuss. Die Gefahr durch iranische Raketen und Drohnen hat die Handelsschifffahrt in der Region seit Kriegsbeginn vor eineinhalb Wochen fast komplett zum Erliegen gebracht.




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