Von: APA/dpa
Israels Luftwaffe hat Armeeangaben zufolge erneut militärische Ziele der iranischen Regierung angegriffen. In der Hauptstadt Teheran sei eine Kommandozentrale der Al-Quds-Brigaden der iranischen Revolutionsgarden und in Isfahan eine Stätte zur Herstellung und Lagerung von Waffen getroffen worden, hieß es in einer Mitteilung. Außerdem hätten israelische Kampfjets in der Gegend der Stadt Shiraz weitere Stellungen ins Visier genommen. Die Angriffe seien inzwischen abgeschlossen.
Die Al-Quds-Brigaden sind die Auslandsabteilung der iranischen Revolutionsgarden. Laut Israels Armee sind sie auch für Waffenlieferungen in die gesamte Region zuständig.
Israels Armee teilte Montagabend außerdem mit, sie habe in der Nacht zuvor im Iran sechs wichtige Militärflugplätze angegriffen. Dabei seien unter anderem iranische Kampfhubschrauber zerstört worden. Diese Angriffe beeinträchtigten Irans Möglichkeiten, gegen Israels Luftwaffe vorzugehen und sich wieder aufzurüsten, teilte das israelische Militär weiter mit. Irans Führung habe die Flugplätze auch für die Bewaffnung von Milizen wie die Hisbollah im Libanon genutzt.
Es gab auch Gegenattacken seitens des Iran. Teheran feuerte Montagabend erneut Raketen Richtung Israel. Berichte über Opfer gab es zunächst keine.
Khamenei-Sohn “weiterer Tyrann”
In einer ersten Reaktion auf die Ernennung des neuen obersten Anführers im Iran bezeichnete Israel den Nachfolger des vor gut einer Woche bei US-israelischen Luftangriffen getöteten Ayatollah Ali Khamenei als “Tyrann”. Mojtaba Khamenei sei “ein weiterer Tyrann, der die Brutalität des iranischen Regimes fortsetzt”, kommentierte das israelische Außenministerium am Montag im Onlinedienst X die Wahl des 56-jährigen Khamenei-Sohnes als neuer mächtigster Mann im Iran.
“Mojtaba Khameneis Hände sind bereits mit dem Blutvergießen befleckt, das die Herrschaft seines Vaters prägte”, hieß es in der Ministeriumserklärung weiter. Dazu veröffentlichte das Ministerium ein Bild, das Mojtaba und Ali Khamenei mit Gewehren zeigt. Daneben steht die Beschreibung: “Wie der Vater so der Sohn.”




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