Von: APA/dpa
Kurz nach den ersten direkten Gesprächen zwischen Israel und dem Libanon seit Jahrzehnten gehen die Angriffe zwischen Israel und der libanesischen Hisbollah-Miliz weiter. Die Nachrichtenagentur NNA meldete Tote bei israelischen Luftangriffen in der Nacht und Mittwochfrüh im Süden des Landes. Israels Armee äußerte sich auf Anfrage zunächst nicht dazu. Das israelische Militär teilte unterdessen mit, dass auch die “gezielten Bodeneinsätze” im Süden des Nachbarlandes andauerten.
Ziel sei es, die Bevölkerung im Norden Israels zu schützen. Israelische Bodentruppen und Israels Luftwaffe hätten in den vergangenen Tagen im Libanon Mitglieder sowie militärische Infrastruktur der Hisbollah ins Visier genommen.
Die vom Iran unterstützte Hisbollah reklamierte ihrerseits mehrere Angriffe auf den Norden Israels für sich. Dort heulten in der Früh wieder mehrfach die Warnsirenen. Israels Armee sagte auf Anfrage, sie habe in der Früh rund 30 Geschosse aus dem Nachbarland registriert. Ein Mann wurde nach Angaben des israelischen Rettungsdienstes Magen David Adom bei dem Beschuss leicht verletzt.
Verhandlungen in Washington
Dienstagabend hatten die libanesische Botschafterin in den USA, Nada Hamadeh Moawad, sowie der israelische Vertreter in Washington, Yechiel Leiter, Gespräche geführt. Es war das erste Mal seit Jahrzehnten, dass israelische und libanesische Vertreter zu direkten Gesprächen auf politischer Ebene zusammenkamen. US-Angaben zufolge sollen die direkten Verhandlungen, die demnach zu einem “umfassenden Friedensabkommen” führen könnten, weitergehen.
Israel will bei den Gesprächen auch eine Entwaffnung der Hisbollah durchsetzen. Die libanesische Regierung, die keine Partei in dem Krieg zwischen Israel und der Hisbollah ist, will eine Waffenruhe und einen Abzug der israelischen Soldaten aus dem Süden des Libanons erreichen.




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