Oft fehlten die Rechte im Internet

JG: Ende des Geoblockings teilweise in Sicht 

Donnerstag, 18. Mai 2017 | 15:15 Uhr

Bozen – Die Junge Generation freut sich über die Entscheidung des EU-Parlaments betreffend die grenzübergreifende Portabilität von Onlineinhalten. In wenigen Monaten werden Verbraucher ihre Abos für Streaming-Dienste wie Netflix im Ausland genauso nutzen können wie daheim. „Die Europäischen Union hat bereits in vielen Fällen Grenzen abgebaut; leider gab es diese immer noch in einem der freisten Räume überhaut: dem Internet. Mit der jüngsten Entscheidung ist ein weiterer Schritt zu einem digitalen Binnenmarkt erreicht, welche die Junge Generation im Rahmen der YEPP (Youth European Peoples Party) verfolgt“, sagt René Tumler, internationaler Referent der Jungen Generation in der Südtiroler Volkspartei.

„Bisher verhinderten Onlinedienste den Zugriff auf ihr Angebot häufig, weil ihnen die Rechte fehlen, ihre Inhalte auch in anderen Mitgliedsstaaten anbieten zu können“, erklärt Renè Tumler. „Am Urheberrecht ändert die neue Verordnung nichts. Wenn jemand im EU-Ausland sein Abo für Serien, Filme, Musik oder Videospiele nutzen will, wird künftig so getan, als ob er von zu Hause aus zugreift. Zusatzgebühren darf es nicht geben.“ Die neuen Regeln gelten allerdings nur für “vorübergehende” Auslandsaufenthalte – etwa einen Urlaub oder ein Auslandssemester. „Die Anbieter müssen deshalb prüfen, wo die Kunden ihren Wohnsitz haben.“

Die EU-Mitgliedstaaten müssen der Reform, die ab Anfang 2018 gelten soll, noch offiziell zustimmen, was aber nur noch eine Formsache ist. „Als Junge Generation in der Südtiroler Volkspartei werden wir uns weiterhin, mit allen uns zur Verfügung stehenden Mitteln einsetzten, dass ein freier Zugang zu allen europäischen Inhalten des Internets möglich ist. Der Zugang zu Informationen und Medien muss in einem vereinten Europa eine Grundvoraussetzung sein“, sagt René Tumler.

Von: mk

Bezirk: Bozen

Kommentare

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1 Kommentar auf "JG: Ende des Geoblockings teilweise in Sicht "


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Neumi
Neumi
Superredner
11 Tage 19 h

Ok … sie ermöglichen es uns also, in Deutschland Programme und inhalte aus der italienischen “Heimat” zu nutzen.

So lange es nicht möglich ist, Angebote unabhängig vom Wohnsitz zu kaufen (jeder sollte in der Lage sein, seinen Anbieter europaweit frei wählen zu können), bringt uns das alles überhaupt nichts.

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