Von: luk
Bozen – Die Junge Süd-Tiroler Freiheit übt scharfe Kritik an Aussagen der neuen Vorsitzenden der Süd-Tiroler Hochschülerschaft (SH), Neha Bhati. Diese hatte erklärt, Südtirol könne „ruhig bunter und diverser werden“ und betont, man könne zugleich in der Heimat verwurzelt sowie offen und weltoffen sein.
Die Landesjugendsprecherin der Süd-Tiroler Freiheit, Melanie Mair, reagierte darauf mit deutlicher Ablehnung. Die Hochschülerschaft solle sich auf ihre Kernaufgaben konzentrieren und „keine ideologischen Spielchen treiben“, so Mair in einer Aussendung. Aus Sicht der Jungen Süd-Tiroler Freiheit liege der primäre Auftrag der Studentenvertretung in der Wahrung und Förderung konkreter studentischer Interessen.
Die Südtiroler Hochschülerschaft ist die älteste Studentenvertretung des Landes und besteht seit über 70 Jahren. Zu ihren klassischen Themen zählen leistbares Wohnen, die Anerkennung von Studientiteln sowie Maßnahmen gegen die Abwanderung von Akademikerinnen und Akademikern. Bhati hatte angekündigt, diese Schwerpunkte weiterzuverfolgen, zugleich aber auch gesellschaftliche Fragen wie die Akzeptanz von Diversität stärker in den Fokus zu rücken.
Gerade dieser Punkt stößt bei der Jungen Süd-Tiroler Freiheit auf Kritik. Mair bezweifelt, dass die Förderung von Diversität ein zentrales Anliegen der Studierenden sei. Stattdessen müssten laut ihr Themen wie Unterstützung im Studienalltag, angemessene Löhne, attraktive Wohnmodelle, Entbürokratisierung sowie die Meinungsfreiheit an den Universitäten im Mittelpunkt stehen. Viele Studierende würden sich heute nicht mehr trauen, ihre Meinung offen zu äußern, aus Angst vor Nachteilen im Studium oder im späteren Berufsleben.
Ein „bunteres und diverseres Südtrol“ zähle aus Sicht der Jungen Süd-Tiroler Freiheit nicht zu den vordringlichen Aufgaben einer Studentenvertretung.




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