Von: mk
Mit Sorge, um nicht zu sagen mit zunehmendem Unmut, beobachtet der Verband der Südtiroler Berg- und Skiführer schon seit Jahren den zunehmenden Verkehr auf den Passstraßen. Vor allem die Entwicklung der Maßnahmen gegen das wilde Campen und somit auch freie Parken rund um den Sellastock treffen die Berufsgruppe empfindlich, vor allem auf der Grödner Seite.
Thomas Zelger, Präsident der Bergführer, meint dazu: „Jahr für Jahr verschwinden immer mehr Parkbuchten oder werden zur Kurzparkzone. Diese Stellplätze sind für uns Bergführer, aber auch jeden anderen Kletterer, wichtige Ausgangspunkte für Klettertouren“.
Auch wenn Zelger gut nachvollziehen kann, dass das wilde Campen auf Grund der Zunahme von Wohnmobilen geregelt gehört, werde hier das Kind mit dem Bade ausgeschüttet. Der Präsident der Bergführer: „Es trifft hier leider wieder einmal die Falschen, viele der Parkstellen eignen sich gar nicht zum Übernachten, zu schmal, zu uneben. Man fühlt sich irgendwie unerwünscht.“
Während auf der Straße Narrenfreiheit zu herrschen scheint, würden Berufstätige und Freizeitsportler, zumal Einheimische, in die Schranken gewiesen. Sie müssten auf teuer zu bezahlende Parkplätze ausweichen, die zudem oft weit entfernt vom eigentlichen Ausgangspunkt liegen würden.
Ganz ein anderes Bild bietet sich dem Betrachter, wenn man laut Verband über das Sellajoch ins Trentino wechselt: keine zugeschütteten Parkbuchten, freie Parkplätze mit Bänken und Tischen, die zum Verweilen und zu einem Picknick einladen. „Es geht also auch anders, entspannter und ein Stück weit auch fairer im gemeinsamen Umgang“, so der Zelger.
Seine Bedenken hat der Verband der Südtiroler Bergführer bereits etwa bei der Gemeinde Wolkenstein deponiert und hofft auf eine konstruktive Lösung. „Ein Nachtparkverbot könnte hier richtungsweisend sein und somit einerseits das wilde Campen einschränken und andererseits die Parkplätze für Bergführer, Alpinisten sowie Tagesgäste freihalten.“




Aktuell sind 25 Kommentare vorhanden
Kommentare anzeigen