Von: Lukas Unterkofler
Bozen – Nach den jüngsten Hitzewellen und Waldbränden in Europa fordert der Klima Club Südtirol eine rasche Wärmewende und den konsequenten Ausstieg aus fossilen Heizsystemen. Der Verein verweist auf die tausenden Todesopfer infolge extremer Hitze sowie die Hunderttausenden Menschen, die wegen Waldbränden ihre Häuser verlassen mussten.
Der Klima Club spricht den Angehörigen der Opfer sein Mitgefühl aus und bedankt sich zugleich bei den Einsatzkräften, die unter schwierigen Bedingungen gegen die Brände gekämpft und Menschen gerettet haben.
Die jüngsten Extremwetterereignisse seien ein deutliches Zeichen für die zunehmenden Folgen des Klimawandels. Nach Ansicht des Vereins werden Hitzewellen und Waldbrände durch die Erderwärmung verstärkt. Da rund 80 Prozent der globalen Erwärmung auf die Verbrennung fossiler Energieträger zurückzuführen seien, brauche es entschlossenes Handeln.
Auch in Südtirol bestehe weiterhin großer Handlungsbedarf. Laut Klima Club werden noch immer mehr als die Hälfte aller Heizungen mit fossilen Energieträgern, vor allem Erdgas, betrieben. Deshalb fordert der Verein einen möglichst schnellen Umstieg auf erneuerbare Heizsysteme.
Als Anreiz verweist der Klima Club auf die Landesförderungen von bis zu 80 Prozent für den Austausch von Heizungen sowie für Wärmepumpen und Photovoltaikanlagen. Zudem habe das Land zusätzliche Mittel bereitgestellt. Laut Landesrat Peter Brunner werde jeder Förderantrag angenommen, der die Voraussetzungen erfüllt.
Der Verein ruft Hausbesitzer dazu auf, die Fördermöglichkeiten zu nutzen und möglichst rasch auf klimafreundliche Heizsysteme umzusteigen. Südtirol verfüge über die technischen Voraussetzungen, das notwendige Fachwissen und attraktive Förderinstrumente, um den Ausstieg aus fossilen Energieträgern im Gebäudebereich zügig voranzutreiben. Dies sei ein wichtiger Beitrag zum Klimaschutz, zur Versorgungssicherheit und für künftige Generationen.




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