Von: luk
Bozen – Die steigenden Treibstoffpreise sorgen in Südtirol für politische Kritik. Der Landtagsabgeordnete Sven Knoll von der Süd-Tiroler Freiheit hat die Entwicklung scharf kritisiert, nachdem an einzelnen Tankstellen im Land der Dieselpreis die Marke von zwei Euro pro Liter überschritten hat.
Nach Angaben der Partei kostet ein Liter Diesel derzeit an manchen Tankstellen mehr als 2,04 Euro, unter anderem in Percha, Algund und Sterzing. Knoll spricht von einer „untragbaren Belastung“ für Pendler, Familien und Betriebe, die täglich auf ihr Auto angewiesen sind.
Als Grund für die steigenden Preise wird derzeit häufig die angespannte geopolitische Lage im Nahen Osten und die Spannungen rund um den Iran genannt. Tatsächlich sind die Treibstoffpreise europaweit nach Beginn der militärischen Eskalation gestiegen.
Knoll stellt diese Begründung jedoch infrage. Er verweist darauf, dass der aktuell verkaufte Treibstoff bereits Wochen oder Monate vor der jüngsten Krise zu niedrigeren Rohölpreisen eingekauft worden sei. Deshalb seien die schnellen Preissprünge aus seiner Sicht nicht nachvollziehbar.
Der Landtagsabgeordnete fordert deshalb mehr Transparenz bei der Zusammensetzung der Treibstoffpreise sowie eine genaue Kontrolle der Preisentwicklung. Verbraucher hätten ein Recht darauf zu erfahren, wer von den aktuellen Preissteigerungen profitiere.
Zugleich weist Knoll darauf hin, dass ein großer Teil des Spritpreises bereits aus Steuern und Abgaben bestehe. Krisen dürften seiner Ansicht nach nicht als Vorwand genutzt werden, um die Preise an den Zapfsäulen kurzfristig zu erhöhen.




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