Von: luk
Bozen – Mit der Aktuellen Fragestunde ist am Dienstag die Mai-Sitzungswoche des Südtiroler Landtags gestartet. Im Mittelpunkt standen unter anderem Investitionen in Wasserstoff, Zugverspätungen, Tierheime sowie die Finanzierung der Olympischen Spiele.
Für Diskussion sorgte vor allem das Thema Wasserstoff. Paul Köllensperger (Team K) kritisierte die hohen Investitionen und sprach von einem „Millionengrab“. Wasserstoff spiele im Verkehr höchstens eine Nischenrolle. Mobilitätslandesrat Daniel Alfreider widersprach und betonte die Einbindung in internationale Projekte wie den Brenner-Korridor. Der Fokus liege vor allem auf Hauptverkehrsachsen, nicht auf privaten Pkw-Verkehr.
Ein weiteres Thema waren zunehmende Zugverspätungen. Madeleine Rohrer (Grüne) verwies auf Probleme im Pendlerverkehr. Laut Alfreider hängen diese unter anderem mit Bauarbeiten und betrieblichen Engpässen zusammen, etwa im Bereich Franzensfeste. Verbesserungen werden erwartet, die Situation werde weiter beobachtet.
Diskutiert wurde auch die Situation der Tierheime. Laut Landesrat Luis Walcher ist nach der Schließung des Tierheims Naturns-Ulten ein neuer Standort in den Tisner Auen im Gespräch, konkrete Schritte stehen aber noch aus.
Im Hinblick auf die Olympischen Spiele Milano-Cortina 2026 ging es um ein mögliches Defizit der Stiftung. Landeshauptmann Arno Kompatscher erklärte, Südtirol müsse voraussichtlich rund fünf Prozent mittragen, zusätzliche Mittel seien derzeit aber nicht vorgesehen.
Kontrovers diskutiert wurde zudem die Verteilung von Flüchtlingen auf die Gemeinden. Soziallandesrätin Rosmarie Pamer verteidigte das Vorgehen, während Kritik aus der Opposition kam.
Weitere Themen waren die Zukunft des Schülerlotsendienstes, die Bewerbung der HPV-Impfung an Schulen sowie mögliche Missbräuche beim „Urlaub auf dem Bauernhof“. Auch im Bereich Inklusion an Schulen wurden Engpässe angesprochen, die Landesregierung wies jedoch Vorwürfe von Kürzungen zurück.




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