„Mehr Geld nur dann, wenn Postdienst für Bürger und Mitarbeiter attraktiver wird“

Landtag gibt grünes Licht für Nachverhandlungen mit Post

Mittwoch, 14. Januar 2026 | 16:34 Uhr

Von: mk

Bozen – Heute wurde der Landeshauptmann vom Landtag damit beauftragt, beim neu zu verhandelndem Abkommen mit der Post nachzubessern. Zusätzliches Landesgeld soll es nur geben, wenn davon die Mitarbeiter und Bürger profitieren. Konkret fordert der Landtag flexiblere Arbeitszeiten und höhere Gehälter ein, damit der Postdienst für Südtiroler wieder attraktiver wird und die Zweisprachigkeit besser gewährleistet werden kann. Der vom Freien Abgeordneten Andreas Leiter Reber und Josef Noggler (SVP) eingebrachte Antrag wurde einstimmig genehmigt.

In der Debatte bezeichnete Landeshauptmann Arno Kompatscher das vom Landtag beschlossene Mandat als wichtigen Rückhalt für die anstehenden Verhandlungen. Es ermögliche ihm, sich am Verhandlungstisch klar auf die vom Landtag definierten Ziele zu beziehen und gezielt darauf hinzuarbeiten. Gleichzeitig bekräftigte Kompatscher, dass zusätzliche finanzielle Mittel nur dann in Frage kommen würden, wenn ein Verhandlungsergebnis vorliege, das auch diesen Zielen entspreche.

Dazu zählen, wie von Ersteinbringer Leiter Reber gefordert, insbesondere flexiblere Arbeitszeiten, um den Postdienst wieder für Südtirolerinnen und Südtiroler attraktiver zu machen, sowie eine klare Mitbestimmung des Landes bei der Ausgestaltung der Zweisprachigkeit: „Wenn das Land zusätzliche Mittel zur Verfügung stellt, müssen wir die Regeln und Standards für die Zweisprachigkeit mitbestimmen dürfen“, so Landeshauptmann Kompatscher.

Die breite Zustimmung im Landtag stärke die Position des Landes in den anstehenden Verhandlungen und lasse darauf hoffen, dass das neu zu verhandelnde Abkommen mit der Post, welches am 1. Jänner 2027 in Kraft treten soll, die Grundlage für die notwendigen Verbesserungen darstellt, schließt Leiter Reber.

Bezirk: Bozen

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