"Höhere Beiträge"

Landwirtschaft in ungünstigen Lagen: Region zahlt bis zu 70 Prozent der Rentenbeiträge

Samstag, 18. April 2026 | 11:42 Uhr

Von: luk

Bozen – Die Regionalregierung der Autonomen Region Trentino-Südtirol setzt konkrete Maßnahmen zur Unterstützung der Berglandwirtschaft um, die unter besonders schwierigen produktiven und geografischen Bedingungen arbeitet.

Mit Beiträgen in Höhe von bis zu 70 Prozent des für die Rentenbeiträge eingezahlten Betrags sollen die Rentenkosten deutlich gesenkt werden und die wirtschaftliche Stabilität der Betriebe, die sich in besonders ungünstigen Lagen im Gebiet der Region befinden, gewährleistet werden.

Der finanzielle Aufwand für die 2026 eingereichten Beitragsgesuche wird auf ca. zwölf Millionen Euro geschätzt. Auf Vorschlag des Regionalassessors für Sozialvorsorge Carlo Daldoss wurden die Maßnahmen zur Unterstützung der Rentenbeiträge der Bauern, Halb- und Teilpächter, die in Betrieben tätig sind, die sich in besonders ungünstigen Lagen im Gebiet der Region befinden, für das Jahr 2026 genehmigt.

Daldoss erklärte: „Es handelt sich um ein Zeichen der Kontinuität und der Anerkennung für die unentbehrliche Arbeit unsere Landwirte in Berggebieten. Die Unterstützung ihrer Rentenbeiträge ist nicht nur eine Vorsorgemaßnahme, sondern eine Investition für den Schutz unseres Gebietes, um die Abwanderung aus den Hochlagen zu verhindern und denjenigen, die unsere ländlichen Traditionen am Leben erhalten, eine würdevolle Zukunft zu garantieren.“

Mit mehr als 5.000 Empfängern erweist sich die von der Regionalregierung genehmigte Maßnahme als eine tragende Säule für die Landwirtschaft unserer Region. Aufgrund der von der Verwaltung erhobenen Daten werden 5.500 bis 6.000 Landwirte aus der Region die Maßnahme in Anspruch nehmen.

Der finanzielle und organisatorische Aufwand für die Region lässt sich an folgenden Zahlen erkennen:

In der Provinz Bozen: insgesamt 3.400 Empfänger, davon ca. 440 in besonders ungünstigen Lagen tätige Landwirte (mit mehr als 110 Erschwernispunkten) und 1.100 in ungünstigen Lagen tätige Landwirte (mit 76-110 Erschwernispunkten).
In der Provinz Trient: 2.000 Landwirte können die Maßnahme in Anspruch nehmen, davon 270 in Betrieben in besonders ungünstigen Lagen in einer Höhe von über 1.200 ü.d.M. und ca. 480 in Betrieben zwischen 900 und 1.200 m ü.d.M.

Die Maßnahmen im Einzelnen

Der Beitrag wird auf der Grundlage der im Sinne des Gesetzes Nr. 233/1990 einzuzahlenden Rentenbeiträge berechnet. Für das Jahr 2026 stehen die Beiträge in folgender Höhe zu:

In der Provinz Trient:

60 Prozent für die in Gebieten zwischen 900 und 1.200 m ü.d.M. tätigen Betriebe
70 Prozent für die in Gebieten über 1.200 m ü.d.M. tätigen Betriebe

In der Provinz Bozen:

60 Prozent für Betriebe mit 76-110 Erschwernispunkten
70 Prozent für Betriebe mit mehr als 110 Erschwernispunkten

Für alle anderen Betriebe, die nicht in diesen besonders ungünstigen Lagen tätig sind, aber dennoch in den gesetzlich festgelegten Gebieten tätig sind, beträgt der Beitrag weiterhin 50 Prozent.

Die Entscheidung der Regionalregierung beruht auf der Prüfung der Verwaltungsdaten für das Jahr 2025, welche die Nachhaltigkeit der Maßnahme und ihre grundlegende Bedeutung für den regionalen Agrarsektor bestätigt haben.

Abschließend sagte Daldoss: „Die Arbeit in den Bergen erfordert zusätzliche Bemühungen. Mit der Bestätigung dieser Maßnahme bekräftigt die Region ihren Willen, diejenigen zu unterstützen, die mit großem Einsatz und trotz der objektiven Schwierigkeiten des Gebiets weiterhin Qualitätsprodukte erzeugen.“

Bezirk: Bozen

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