200 „immundeprimierte“ Kinder in Südtirol

„Lebensretter Pflichtimpfung“

Donnerstag, 28. September 2017 | 17:52 Uhr

Bozen – In Südtirol gibt es rund 200 „immunsupprimierte“ Kinder. Dies bedeutet, dass das körpereigene Immunsystem geschwächt ist. Auch Erwachsene leiden daran. Weil diese Personen meist nicht geimpft werden dürfen, ist für sie die Erhöhung der Durchimpfungsrate eine Überlebensfrage.

Die Notwendigkeit, den sogenannten „Herdenschutz“ zu erhöhen, ist diese Woche anhand eines tragischen Falles erneut publik geworden: Auf Sizilien war ein 42-jähriger Mann an Masern verstorben. Der Mann war nicht geimpft und immundeprimiert, das bedeutet, dass das körpereigene Abwehrsystem (Immunsystem) geschwächt war. Immundepression kann dabei das Symptom verschiedener Erkrankungen sein. Je nach Ausmaß sind die körpereigenen Abwehrkräfte dabei nur geschwächt oder sogar völlig außer Kraft gesetzt.

„Der Körper dieses Mannes war offensichtlich über die Maße anfällig gegenüber Infektionen. Eine höhere Durchimpfungsrate hätte sein Risiko infiziert zu werden, stark gesenkt“, erläutert Dagmar Regele, Direktorin des Departments für Gesundheitsvorsorge im Südtiroler Sanitätsbetrieb. Auch Thomas Lanthaler, geschäftsführender Sanitätsdirektor, erinnert daran, dass Impfen viel mit sozialer Verantwortung zu tun hat: „Sein Kind impfen zu lassen, ist eben nicht nur eine individuelle Gesundheitsentscheidung, sondern gleichzeitig helfen wir auch jenen Menschen, die aufgrund eine Immunsuppression geschwächt sind. In Südtirol sind dies immerhin rund 200 Minderjährige.“

Auch das Gutachten des Staatsrates, das aufgrund eines aufschiebenden Dekretes der Region Veneto Anfang dieser Woche ergangen ist, spricht eine klare Sprache: „Es ist erwiesen (…), dass nur die stärkere Durchimpfung von Kindern eine geeignete und angemessene Maßnahme ist, um auch die Gesundheit auch anderer Kinder zu gewährleisten; durch Erreichung der sog. „Herdenimmunität“ ist die Impfung in der Lage, die Gesundheit der schwächsten Glieder der Bevölkerung zu schützen, nämlich jener, die sich aus verschiedenen Gründen nicht impfen dürfen.“

Generaldirektor Thomas Schael betont, dass die Umsetzung der Pflichtimpfungen ein unaufschiebbarer Auftrag für den Südtiroler Sanitätsbetrieb ist: „Indem das Gutachten des Staatsrates eindeutig feststellt, dass die Impfdokumentation bereits im laufenden Schuljahr abgegeben werden muss, um weiterhin Kindergarten und –hort besuchen  zu dürfen, schwinden langsam auch letzte Zweifel an der Intention des Gesetzgebers: durch die Impfung die Schwächsten der Schwachen, sprich jene, die am anfälligsten für Infektionen sind, zu schützen.“

Von: mk

Bezirk: Bozen

Kommentare

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14 Kommentare auf "„Lebensretter Pflichtimpfung“"


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pa123
pa123
Neuling
20 Tage 22 h
Sehr lustige Infos….dass der 42-jährige auch an Aids litt (zu deutsch: ein erworbenes Immundefektsyndrom), infolge dessen er an Hautkrebs erkrankt war und anscheinend auch an schweren Depressionen auf Grund seiner Krankheit litt, hat sicherlich nichts mit seinem Ableben zu tun. Mit großer Wahrscheinlichkeit wäre er auch an vielen anderen Erkrankungen gestorben. Aber im Zuge der aktuellen Impfkampagne wäre die Nachricht dann wohl nicht so angsteinflösend und spektakulär gewesen, wie sie jetzt rüberkommt. Hätte man eine Ansteckung vermeiden wollen, dann wäre in erster Linie das gesamte Krankenhauspersonal und jegliche andere Personen mit denen er aufgrund seiner Krankheit in Kontakt gekommen ist,… Weiterlesen »
mandela
mandela
Tratscher
20 Tage 22 h

bravo! nur so können auch die schwachen geschützt werden.

Tiroler
Tiroler
Grünschnabel
20 Tage 20 h

Die schwachen werden nicht geschützt die werden noch schwächer !!!!

Robin Hood
Robin Hood
Tratscher
20 Tage 22 h

Werden eigentlich alle ankommenden Gäste des Südens geimpft.
Wann und wo ???

Bitte um Aufklärung ???

fanalone
fanalone
Tratscher
20 Tage 22 h

Entweder war der Mann deprimiert oder immunsupprimiert. Wenn letzteres der Fall war, dann aufgrund von Erkrankung und/oder Medikamentierung. Warum sich deswegen die ganze Herde von 55 Mio. Menschen impfen lassen muß, gegen eine Krankheit die in der Regel zwar schwer, aber nicht tödlich ist, bleibt Geheimnis des Verfassers.

Schnueffler
Schnueffler
Grünschnabel
20 Tage 20 h

Im Moment ist jede Geschichte gut für eine Rechtfertigung dieses idiotischen Gesetzes und die Presse spielt fein mit…und das auf dem Rücken unserer Freiheit

Wolke
Wolke
Grünschnabel
20 Tage 18 h

Das Traurige an der ganzen Sache ist, dass in unserem kapitalistischen Wertesystem niemand mehr sagen kann, ob eine Impfung wirklich in erster Linie der Gesundheit der Bevölkerung oder nicht doch eher den Finanzen der Pharmazieindustrie dient … jeder kann es drehen, wie er es gerade braucht, und dass die Massenmedien mit den großen Wirtschaftslobbys, den Reichen und Mächtigen in deren Richtung mitschwimmen ist mittlerweile auch kein Geheimnis mehr. Da soll man sich nicht verarscht vorkommen und noch vertrauen!?!

Staenkerer
20 Tage 20 h

schael verschweig ob. a das de schwächsten der nächsten generation, de neugeborenen babys de monate bis zum impfalter, wegn der impfplicht ungschütz sein! a geimpfte mutter gib de abwehrstoffe nit weiter! do es ober eben impfimune gib werd de kronkheit nie gonz ausgerottet wern!
jede medalie hot holt zwoa seitn!

Tabernakel
Mistermah
Mistermah
Universalgelehrter
20 Tage 7 h

Pest hat nichts mit Masern oder Impfung zu tun. Oder willst du uns mitteilen das die Masernimpfung Pest auslösen. Ich würde hier ganz klar die hygienischen Zustände verantwortlich machen.
Thema verfehlt, setzen!

Oberlaender
Oberlaender
Grünschnabel
20 Tage 9 h

so an oanseitigen bericht hon i schun a weil nimmer glesn….mit halbwahrheiten. schaug amol vaxxen der film. geat amol an vortrag von dr. montanari. impfn isch leider nit s ollheilmittl iberhaup wenn man die gonzn nebenwirkungen im beipockzettl lest.

Buggi
Buggi
Neuling
20 Tage 6 h

“Herdenimmunität”, also dann muss aber Impfpflicht für jeden gelten der in Italien einreist. Oder bringen Touristen usw…. Keine Krankheiten ins Land?

Staenkerer
20 Tage 6 h

sell sog i a! impfplicht a für erwochsene bis zu scheintoten u. natürlich für jeden der ins lond kimmt!
ps: i möcht nit wissn wieviele schein “ausmahmen” des gsetz wieder zualosst … für previligierte oller ort …

berthu
berthu
Tratscher
20 Tage 7 h

Waraum erzählt Frau Regele nicht, daß in den 90/91er Jahren über ein halbes Jahr lang die Tuberkulose-Impfung sehr spät an Säuglingen ausgesetzt wurde, weil ein neuer Impfstoff zig Kindern bedrohliche Komplikationen und zum Operationen aufzwang? Zuerst hat man die Mütter für’s Impfen unterschreiben lassen, dann erst nach 7 Monaten dringendst aufgefordert zu impfen. (Weil zuerst das ja soo dringend gemacht wurde?!)
Und jetzt kann Schael weiter anzeigen…Beweise gibts genug, und Zeugen.

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