„Menetekel für deutsche Schule?“

Leiter Reber: „Zustände an Uni Bozen inakzeptabel“

Donnerstag, 13. Juli 2017 | 10:52 Uhr

Bozen – Der freiheitliche Parteiobmann Andreas Leiter Reber bezeichnet die Tatsache, dass immer weniger deutsche Lehrkräfte an der Universität Bozen unterrichten, als völlig inakzeptabel: „Wie kann es sein, dass eine Universität, die mit Millionen Steuergeldern vom Land Südtirol finanziert wird, in diesem für unsere deutsche und ladinische Volksgruppe so sensiblen Bereich völlig versagt? Die Krokodilstränen von Landeshauptmann Kompatscher sind völlig unangebracht: er hat es in der Hand, hier für ein ausgewogenes Verhältnis zwischen deutschen und italienischen Lehrkräften zu sorgen. Warum hat er jahrelang nichts getan?“ fragt sich Leiter Reber.

„Man muss bedenken, dass die geringe Anzahl deutscher Lehrkräfte nur die Spitze des Eisbergs ist: seit Jahren ist die Verwendung der deutschen Sprache an der Uni Bozen dramatisch rückläufig, wir Freiheitliche wiesen darauf wiederholt hin. Reaktion der Landesregierung: wie üblich keine!“, so Leiter Reber.

„Man stelle sich nun vor, wie diese Entwicklung erst Fahrt gewinnen würde, wenn das hochgelobte „dreisprachige“ Modell der Uni Bozen (das in Wirklichkeit immer mehr ein einsprachig-italienisches Modell wird) auf die deutsche Schule in Südtirol angewandt würde. Italienisch würde dominieren, unsere deutschen Lehrkräfte ins Abseits gedrängt, unsere Volksgruppe würde um einen wesentlichen Pfeiler ihrer Identität gebracht werden. Ganz zu schweigen von den unabsehbaren Auswirkungen auf unsere Autonomie, die wir bekanntlich deswegen haben, um als Tiroler in einem fremden Staat bestehen zu können. Und trotzdem hält Bildungslandesrat Achammer, entgegen allen wissenschaftlichen Studien, eisern am gescheiterten CLIL-Modell fest, das genau in die Richtung geht, in der sich die Uni Bozen schon befindet. Ich fordere die Landesregierung auf, endlich ihre ideologischen Scheuklappen abzulegen und von diesen Sprachexperimenten auf Kosten unserer Kinder Abstand zu nehmen – und an der Uni Bozen endlich für ausgewogene Verhältnisse zu sorgen!“, so Leiter Reber abschließend.

Von: mk

Bezirk: Bozen

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2 Kommentare auf "Leiter Reber: „Zustände an Uni Bozen inakzeptabel“"


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Dolomiticus
Dolomiticus
Tratscher
1 Monat 6 Tage
Hey, Leiter-Reber, Sie denken politisch, sprich auf die nächsten Wahlen, damit sie ein Paar rechte Stimmen mehr kriegen. Wir denken hingegen praktisch-strategisch. Eigentlich möchten wir gute, bessere, die besten Professoren, Ärzte, Lehrer, Manager für unser Land haben. Ob sie Deutsche, Italiener, Ladiner, Amis oder Hottentotten sind, sollte im Prinzip einerlei sein. Diese anachronistische Abschottungs- und Trennungspolitik à la Zelger von Anno dazumal, bringt uns sicher niemals dorthin, wo wir uns üblicherweise immer sehen, aber wahrlich nicht sind, nämlich ganz weit vorne, international gesehen! Wenn eine Minderheit nur soviel von seiner Sprache und Identität hält, dass man sie immer und überall… Weiterlesen »
nightrider
nightrider
Tratscher
1 Monat 6 Tage

Jetzt wo man sich den nächsten Wahlen nähert wird die deutsche Kulter wohl wieder im Wochentakt untergehen und die FH und STF sich konkurenz beim Beschwören von Untergangsszenarien machen.

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