STF-Exponent Dr. Andreas Tutzer zeigt auf

“Lücke im Berufsbild des Krankenpflegers – Nachteile für Südtirol”

Samstag, 10. Februar 2024 | 12:46 Uhr

Bozen – “Durch die Lücke im Berufsbild des Krankenpflegers ergeben sich Nachteile für Südtirol”, darauf macht Dr. Andreas Tutzer, Orthopäde und Mitglied im Hauptausschuss der Süd-Tiroler Freiheit, aufmerksam. Auch dringende Fragen würden sich ergeben: “Wie wird man OP-Pflegerin? Was machen OP-Instrumentisten? Und wie regelt Italien den Beruf?”

“Die Berufsbezeichnung zur operationstechnischen Assistenz (OTA) wurde in Deutschland vor zehn Jahren eingeführt, und die Ausbildung wurde 2019 vereinheitlicht. Auch Österreich ist inzwischen dieser Regelung gefolgt. Österreich verfolgt die Zwei-Wege-Lösung: Entweder wird nach der dreijährigen Pflegeschule die Zusatzspezialisierung angehängt, oder man wählt die direkte Laufbahn zum OP-technischen Assistenten (OTA). Deutschland bildet von vornherein ohne Pflegeschule zur OP-technischen Assistenz aus”, schildert Dr. Tutzer.

Italien hingegen sehe keinen Unterschied zwischen den klassischen Pflegebereichen und der OP-Tätigkeit, denn in Italien gebe es diese Spezialausbildung nicht. “Zum OP-Pfleger wird, wer die Tätigkeit ausführt. Tutzer sieht darin einen klaren Nachteil für Südtirol, wenn es um die Anwerbung von OP-Pflegern aus dem deutschen Sprachraum geht. Denn die Berufsbezeichnung des operationstechnischen Assistenten (OTA) kann hier nicht anerkannt werden, da es den Beruf in Italien nicht gibt”, heißt es weiter.

Tutzer gibt zu bedenken, dass viele Patienten des Südtiroler Sanitätsbetriebs lange auf Operationen warten, weil es an OP-Pflegekräften fehle. “OP-Säle müssen geschlossen werden, weil das notwendige Personal fehlt. Daher sieht es Tutzer als notwendig an, einerseits die Ausbildung zum OTA einzuführen und andererseits die Anerkennung des Berufsbildes OTA zu regeln. Unabhängig davon kann die sehr technisch ausgerichtete Ausbildung und Tätigkeit für junge Menschen interessant sein, die sich mit einem klassischen Pflegeberuf nicht anfreunden können”, so Dr. Tutzer.

Von: luk

Bezirk: Bozen

Kommentare

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4 Kommentare auf "“Lücke im Berufsbild des Krankenpflegers – Nachteile für Südtirol”"


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Oracle
Oracle
Kinig
23 Tage 10 h

… tja, STF, habt ihr nicht mitbekommen, dass der neue Landesrat für Gesundheit vom Fach ist, aber erst seit 1 Woche im Amt? Da ist jemand wieder mal auf Erregungsbewirtschaftung aus…

Sumsi
Sumsi
Neuling
23 Tage 12 h

Weil jo sooooo viele deutschsprachige Krankenpfleger zu ins kemmen mechtn….lol
totaler schwochsinn. gscheider regelts a mol es berufsbild des kpf ordentlich, weil das di sem noch über 20 johr das sie uniabschluss mochn miass, olm nou tätigkeiten ausführen de locker von einem pflegehelfer gmocht werden kennen, sogt jo woll olls.

thomas
thomas
Kinig
23 Tage 9 h

Auch Operateur in Orthopädie könnte man über eine Lehre werden, da muss man doch nicht Mediziner sein um so ein Handwerk im OP zu erledigen

Chrys
Chrys
Universalgelehrter
23 Tage 10 h

Die Argumente sind meiner Meinung nach sehr widersprüchlich. Das Fehlen der OP Anerkennung soll anscheinend das Anwerben von Pflegekräften aus dem deutschen Sprachraum erschweren. Wir beklagen uns ja dauernd dass unsere Pflegekräfte in den deutschen Sprachraum abwandern und jetzt wollen wir versuchen diese nach Südtirol ziehen zu lassen. Ob eine Grundausbildung und dann die Spezialisierung nicht besser ist als der verkürzte Weg ist lasse ich mal dahingestellt. 

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